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Friedensappell des Papstes: Rechtfertigen wir niemals Gewalt

13. September 2022 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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Franziskus vor Delegierten des Weltkongresses der Religionen in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan: "Gott ist Frieden und führt immer zum Frieden, niemals zum Krieg"


Nur-Sultan (kath.net/KAP) Mit einem leidenschaftlichen Friedensappell hat sich Papst Franziskus am Mittwoch als Hauptredner an die Teilnehmer des Weltkongresses der Religionen in Kasachstan gewandt (Foto). "Rechtfertigen wir niemals Gewalt. Lassen wir nicht zu, dass das Heilige vom Profanen instrumentalisiert wird", so sein Appell an etwa 100 Delegierte aus 50 Ländern, die im Unabhängigkeitspalast der Hauptstadt Nur-Sultan um einen großen runden Tisch versammelt waren.

Zuvor hatte der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokajew betont, das Treffen finde in "Zeiten der Unsicherheit" statt."Bedrohungen, Sanktionen und Gewalt lösen keine Probleme", sagte er.

Der Papst führte in seiner Rede aus: "Das Heilige darf nicht zur Stütze der Macht werden und die Macht darf sich nicht auf das Heilige stützen! Gott ist Frieden und führt immer zum Frieden, niemals zum Krieg."

Ohne ihn beim Namen zu nennen, distanzierte er sich damit deutlich von den Äußerungen des russischen Patriarchen Kyrill I. Dieser hatte in den vergangenen Monaten wiederholt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit religiöser Rhetorik gerechtfertigt.

Nachdrücklich wandte sich der Papst auch gegen alle Formen des religiösen Fanatismus und des Fundamentalismus und sagte: "Die Stunde ist gekommen, um aus dem Fanatismus zu erwachen, der jedes Bekenntnis beschmutzt und verletzt." Zugleich verteidigte der Papst die Religionsfreiheit und erinnerte an deren Unterdrückung in den Jahrzehnten der sowjetischen Herrschaft.

Auf der Suche nach dem Frieden seien die Religionen nicht das Problem, sondern Teil der Lösung für ein harmonisches Zusammenleben im Geist der Geschwisterlichkeit, so der Papst. Auch die Demokratien brauchten die Religion, "um auf den Durst der Welt nach Frieden zu antworten und auf den Durst nach dem Unendlichen, der im Herzen eines jeden Menschen wohnt".
In weiteren Teilen seiner Rede ging der Papst auf die Folgen der Corona-Pandemie sowie auf die in vielen Ländern grassierende Armut und Ungerechtigkeit ein. Er sagte: "Solange Ungleichheit und Ungerechtigkeit wüten, werden schlimmere Viren als Covid nicht aufhören: jene des Hasses, der Gewalt und des Terrorismus."

Ein weiteres Thema der langen Grundsatzrede des Papstes war die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen. Angesichts des Klimawandels müsse das gemeinsame Haus der Schöpfung "geschützt werden, damit es nicht der Logik des Profits unterworfen wird, sondern zum Lob des Schöpfers für künftige Generationen erhalten bleibt". Die Angehörigen der Religionen könnten nicht zulassen, dass Gottes Schöpfung "verschmutzt, misshandelt und zerstört wird." Auch beim Widerstand dagegen müssten sie ihre Kräfte bündeln.

Nach der Rede des Papstes und weiterer Teilnehmer waren private Begegnungen der in Nur-Sultan anwesenden Religionsdelegationen vorgesehen. Darunter befand sich auch eine Delegation des russisch-orthodoxen Patriarchats.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Lemaitre 14. September 2022 
 

@golden...

Bei BIAY handelt es sich genau darum, die Bibel zu lesen und im Sinne der kath. Tradition auszulegen. Wer Fr. Mike Schmitz kennt, kann ihm kaum die Lehramtstreue absprechen.

Alles andere ist für mich als Katholik mMn. sola scriptura - und damit von Anfang an fehlerbehaftet.


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 golden 14. September 2022 
 

@lemaitre

Lesen wir in der Hl. Schrift,lernen wir Gott kennen,wie er Herr ist in der Geschichte von Schöpfung und Welt.Wenn wir mit berechtigt-zartfühlenden Moralbegriffen SEIN Handeln zu erfassen möchten,gelingt das nicht.Ich beurteile Gott nicht,aber die Behauptung bleibt falsch, dass- exakt so gesprochen-Gott mit Krieg nichts zu tun habe. Bitte Psalm 46,8-12 wahrnehmen... Wir Christen mit allen Gutgesinnten WÜNSCHEN uns kein Leid (wie etwa: Krieg),aber in Apokalypse 21 steht "kein Leid WIRD mehr sein"- das ist ein Unterschied.Der Mensch schafft den Frieden nicht.


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 Uwe Lay 14. September 2022 
 

Man sollte die Bibel kennenn und die Lehre der Kirche!

Der golden Beitrag hat recht! Das Volk Israel hat nicht gewaltfrei das ihm von Gott verheißende Land erobert und diese Kriege waren von Gott gewollt!Die Staatsgewalt ist von Gott gewollt, daß der Staat durch das Schwert regiert und als solcher darf er auch gerechte Kriege führen. So wie die Notwehr erlaubt ist, ist auch ein Verteidigungskrieg erlaubt.
Papst Franziskus ist leider kein guter Theologe!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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 Einfach 14. September 2022 
 

Weltkongress der (falschen) Religionen

ist ein atheistisches Projekt, daran sollte ein Papst niemals teilnehmen. Der Papst sollte stattdessen die Katholiken weltweit sammeln und eine Bußprozession anordnen, und den Frieden für die Welt bei unserem HERRN JESUS CHRISTUS herabflehen. Das ist seine Aufgabe und hätte sicherlich mehr Erfolg als mit den Religionsführern, die den dreifaltigen Gott ausdrücklich ablehnen, gemeinsam um den Frieden zu beten ! JESUS CHRISTUS sagt „ Macht euch nicht gemein mit den Unhläubigen“


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 Lemaitre 14. September 2022 
 

@golden: Gegenempfehlung...

Hören Sie sich den Podcast BIAY von Father Mike Schmitz an. Hier wird sehr gut erläutert, dass Gott niemals das Schlechte, den Krieg will, aber, sollte sich der Mensch in seiner Sundhaftigkwit dennoch für einen Krieg entscheiden, dieses Schlechte dennoch für sein Ziel anwenden kann und es deswegen manchmal zulässt, aber nie selbst verursacht.


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 Robi7 14. September 2022 
 

Papstappell

Papst Franziskus tut was im Rahmen seiner Möglichkeiten steht. Was soll er sonst noch machen ausser zu appellieren? Seinerzeit hat George Bush junior Papst JPII ausgespielt, als er den Irak angegriffen hat, ohne JPII davor zu informieren. Ich glaube, dass die Machhaber dieser Welt über die Päpste, sei es Papst Franziskus, Benedikt XVI oder JPII hinterlistig nur schmunzeln. Traurig aber wahr.


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 Stefan Fleischer 14. September 2022 

Oder vergsessen wir einfach zu oft:

„Wenn Menschen gottlos werden, dann sind Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos, dann ist Aufklärung hirnlos, Mode schamlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetslos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos und Aussichten trostlos.“ (Antoine de Saint-Exupéry)


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 golden 14. September 2022 
 

Lektüre-Empfehlung für theologische Ignoranten:

Das Buch Josua und Bibelstellen wie
1. Samuel 18,17
Psalm 46,10
machen klar, dass die Aussage falsch ist, Gott hätte keinen Zusammenhang mit Krieg." Gott Zebaoth" heisst schon Gott der Heerscharen.

Ich bin traurig über so viele falsche Theologie,
auch hinsichtlich Religions-Mischmasch, die Jesus Christus widerspricht und sich noch als christlich ausgibt !


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