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Bischof Bätzing schloss sich europäischer Gebetsinitiative an

15. September 2022 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Bätzing: „Wir stehen an ihrer Seite! Europa steht an der Seite der Ukraine!“.


Limburg (kath.net/pbl) Der Krieg in der Ukraine muss aufhören. Er ist durch nichts zu rechtfertigen und richtet einen unsäglichen und nicht wiedergutzumachenden Schaden an. Dies hat Bischof Dr. Georg Bätzing in seiner Predigt in der Vesper am Fest Kreuzerhöhung, Mittwoch, 14. September, im Limburger Dom deutlich gemacht. Der Bischof von Limburg und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz schloss sich der Gebetsinitiative der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) an, an diesem Tag besonders für den Frieden in der Ukraine zu beten. „Wir stehen an ihrer Seite! Europa steht an der Seite der Ukraine!“, sagte Bätzing. Er sah in der europäischen Gebetsinitiative ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Gläubige Menschen lebten in der Hoffnung, dass die Waffen mitten in Europa bald schweigen und dem Frieden neue Wege gebahnt würden.

Kreuzzug der ganz eigenen Art

Die Bischofskonferenz der Ukraine, so Bätzing, habe das Jahr 2022 zum Jahr des Heiligen Kreuzes erklärt und es unter das Leitwort „Das Heil liegt im Kreuz“ gestellt. „Als die Initiative dazu ergriffen wurde, ahnten die meisten nicht, wie sehr dem ukrainischen Volk in diesem Jahr durch den verbrecherischen Überfall der russischen Armee auf Befehl des russischen Präsidenten ein Kreuzweg ganz eigener Art zugemutet wurde“, sagte der Bischof. Abertausende Soldaten und Zivilisten hätten seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar ihr Leben verloren. Menschenrechte seien mit Füßen getreten worden. Infrastruktur, die Leben und Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet, sei mutwillig zerstört worden. Alte wie junge Menschen seien ihrer Freiheit und ihrer Zukunft beraubt worden. Der Krieg müsse sofort aufhören.


Bischof Bätzing erinnerte daran, dass das Fest Kreuzerhöhung für das Bistum Limburg eine besondere Bedeutung habe, denn es hüte als kostbaren Schatz eine Reliquie des Heiligen Kreuzes. „Der Blick auf das Kreuz des Herrn verpflichtet uns in besonderer Weise, die Leiden der Menschen, die Uneinigkeit zwischen den Völkern, Not und Verfolgung unserer christlichen Geschwister und alles, was größerer Einheit, gelebter Gerechtigkeit und wachsendem Frieden entgegensteht, in den Blick zu nehmen und mit unseren Möglichkeiten aus unseren spirituellen Wurzeln heraus zu verändern. Das Kreuz des Herrn ist in diesem Sinne ein bewegendes „Mahn-mal“, sagte Bätzing.

Gottes Uhren ticken weiter

Es gebe bei einzelnen Menschen und politische Regimen, bei polarisierende Gruppen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sowie leider auch in der Kirche das Interesse, die Zeit an dem Punkt anzuhalten, als Jesus am Kreuz festgenagelt war und man ihn besiegt glaubte. „Da meinten die Mächtigen, sich dessen endgültig bemächtigt zu haben, der sich nicht davon abbringen ließ, von einer neuen Welt Gottes zu sprechen, in der alle Menschen Platz finden und verbunden sind und diese Botschaft mit machtvollen Taten bereits Wirklichkeit werden zu lassen“, so Bätzing. Gott habe es nicht zugelassen, die Uhr der Weltzeiten am Karfreitagmittag anzuhalten und so den Unterdrückern, den Usurpatoren, den Autokraten, Tyrannen und Terroristen dieser Welt die Oberhand zu lassen. Gottes Uhren tickten weiter und sie liefen geradewegs auf den Ostermorgen zu, der bereits mitten in dieser Welt und Zeit sein Ziel aufleuchten lasse. „Diesen Glauben bezeugen wir in der Nachfolge des Gekreuzigten. Und darum wird jedes Tun und jedes Gebet um den Frieden seine Wirkung zeigen, davon bin ich fest überzeugt“, so Bätzing. Gott bewege die Herzen und verändert die Welt. Die Arme des Gekreuzigten blieben weit ausgestreckt. Jede und jeden wolle er an sich ziehen bis Frieden, Gerechtigkeit und Liebe für alle verwirklicht seien.

Foto Bischof Bätzing (c) Bistum Limburg


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Lesermeinungen

 Rosenzweig 16. September 2022 

Beten wir mit MARIA... am Gedenktag Ihrer Sieben Schmerzen..

„Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde.

Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg.

Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria, unsere Fürsprecherin sein. Amen.“
(Amsterdam)


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 Stefan Fleischer 15. September 2022 

ist das alles?

«Jede und jeden wolle er an sich ziehen bis Frieden, Gerechtigkeit und Liebe für alle verwirklicht seien.»
Ist das alles, was von unserem Glauben (dem Glauben meiner Jugend) übrig geblieben ist? Damals war das Kreuz Christi zuerst einmal unsere Erlösung aus Sünde und Schuld, unserer persönlichen zuerst, und dadurch der Sünden und der Schuld unserer Gemeinschaften und der ganzen Welt. Sinn und Zweck dieses Kreuzes war immer zuerst das ewige Heil der unsterblichen Seelen. Unser irdisches Heil gehörte zu dem, vom dem der Herr sagte: «dann wird euch alles andere dazugegeben.» (Mt 6,33)
Das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit wird sich hier und jetzt nur soweit verwirklichen, als wir Menschen uns bemühen den Herrn, "unseren Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all unseren Gedanken." (Mt 22,37).


1
 
 heiner1898 15. September 2022 
 

Wenn die Ukraine beizeiten Mitglied der NATO gewesen wäre, dann hätte sich Putin weder die Besetzung der Krim noch den Überfall der Ukraine vom März diesen Jahres getraut, weil dies den Bündnisfall ausgelöst hätte. Ich denke, dies wird potentielle Überfallopfer von Rußland in die NATO treiben, also genau das Gegenteil von dem was Putin anstrebt.


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