Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Vom rechten Umgang mit Besitz und Reichtum

18. September 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: geschwisterliche Liebe und soziale Freundschaft erzeugen. Die Klugheit des Christen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz am fünfundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ – „Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen“.

Das Gleichnis, das das Evangelium der heutigen Liturgie vorlege (vgl. Lk 16,1-13), scheine ein wenig schwer zu verstehen zu sein. Jesus erzähle eine Geschichte von Korruption: „ein unehrlicher Verwalter, der stiehlt und dann, als er von seinem Herrn entdeckt wird, listig handelt, um aus dieser Situation herauszukommen“. Es stelle sich die Frage: „worin besteht diese List und was will uns Jesus damit sagen?“.

Aus der Geschichte gehe hervor, dass dieser Verwalter in Schwierigkeiten gerate, weil er das Eigentum seines Herrn ausgenutzt habe. Nun werde er Rechenschaft ablegen müssen und seine Stelle verlieren. Aber er gebe nicht auf, er füge sich nicht in sein Schicksal und spiele nicht das Opfer; im Gegenteil, er handle klug, er suche nach einer Lösung, er sei einfallsreich. Jesus nehme diese Geschichte zum Anlass für eine erste Provokation: „Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes“ (V. 8).


Das heißt, es komme vor, dass diejenigen, die sich in der Dunkelheit bewegten, nach bestimmten weltlichen Kriterien wüssten, wie man sich aus Schwierigkeiten herauswinde, dass sie schlauer seien als andere. Die Jünger Jesu, das heißt wir, „sind dagegen manchmal schlafend oder naiv, wir wissen nicht, wie man die Initiative ergreift, um nach Wegen aus Schwierigkeiten zu suchen“ (vgl. Evangelii gaudium, 24).

„Ich denke an Momente persönlicher, gesellschaftlicher, aber auch kirchlicher Krisen“, so der Papst: „manchmal lassen wir uns von der Entmutigung überwältigen oder wir verfallen in Jammern und Opferhaltung“. Stattdessen  könnten wir auch nach dem Evangelium klug sein, wachsam und aufmerksam, um die Realität zu erkennen, kreativ, um gute Lösungen zu finden, für uns selbst und für die anderen.

Doch es gebe noch eine andere Lehre, die Jesus uns anbiete: „worin besteht denn die Klugheit des Verwalters?“ Er beschließe, den Schuldnern einen Preisnachlass zu gewähren und freunde sich mit ihnen an, in der Hoffnung, dass sie ihm helfen könnten, wenn der Meister ihn hinauswerfe: „früher häufte er Reichtum für sich selbst an, jetzt nutzt er ihn, um Freunde zu finden, die ihm in Zukunft helfen können“. Jesus gebe uns also eine Lehre für den Umgang mit Reichtum: „macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht!“ (V. 9).

Um das ewige Leben zu erben, sei es nicht notwendig, die Güter dieser Welt anzuhäufen, sondern was zähle, sei die Nächstenliebe, die wir in unseren brüderlichen Beziehungen gelebt haben werden. Hier sei also die Aufforderung Jesu: „nutzt die Güter dieser Welt nicht nur für euch selbst und euren Egoismus, sondern nutzt sie, um Freundschaften zu schaffen, um gute Beziehungen zu knüpfen, um in der Nächstenliebe zu handeln, um die Brüderlichkeit zu fördern und um sich um die Schwächsten zu kümmern“.

Auch in der heutigen Welt gebe es Geschichten von Korruption wie die, von der uns das Evangelium erzähle: unehrliches Verhalten, ungerechte Politik, Egoismus, der die Entscheidungen von Einzelpersonen und Institutionen beherrsche. Doch wir Christen dürften uns nicht entmutigen lassen oder, noch schlimmer, die Dinge schleifen lassen, gleichgültig bleiben. Im Gegenteil: „wir sind aufgerufen, mit der Klugheit und dem Scharfsinn des Evangeliums schöpferisch Gutes zu tun, indem wir die Güter dieser Welt – nicht nur die materiellen, sondern alle Gaben, die wir vom Herrn erhalten haben – nicht dazu verwenden, uns zu bereichern, sondern um geschwisterliche Liebe und soziale Freundschaft zu erzeugen“.

Nach den Angelus brachte der Papst sein Bedauern für die jüngsten Angriffe von Aserbaidschand auf Armenien zum Ausdruck.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz