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Wir brauchen Gott jeden Tag.

23. September 2022 in Jugend, keine Lesermeinung
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Suche Gott, Du wirst ihn finden – ob in der Freude oder im Leid. Scheue nicht davor zurück von seiner Gutheit zu kosten – nein, da draußen in der Welt ist nichts das besser ist - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

In Psalm 34,9 lesen wir „Kostet und seht, wie gütig der Herr ist; wohl dem, der zu ihm sich flüchtet.“ Einen ähnlichen Satz hast Du vielleicht schon einmal in der Heiligen Messe, kurz vor der Kommunionsspendung gehört: „Kostet und seht, wie gut der Herr ist.“

Eigentlich sagt dieser Satz schon alles. Gott ist gut und wir sind eingeladen daran anteilzuhaben, wir sind eingeladen zu sehen – ja zu einem eigentlich noch intensiveren Sinneserlebens, nämlich zu schmecken – wie gut Gott ist.

Warum ich das sage? Wie oft klagen wir Gott an, dass sein Handeln oder sein Nicht-Handeln nicht dem eines guten Gottes entspricht? Wie oft vergessen oder verleugnen wir seine Gutheit, wenn wir Leid erleben oder uns in einer Krisenzeit befinden – ob das nun eine Pandemie, eine Wirtschaftskrise oder ein Krieg ist? Läuft nicht alles wie wir Menschen wollen, vergessen wir Menschen oft bei dem Zuflucht zu suchen, der in sich Gutheit ist.


Wie oft vergessen wir Jünger zu sein? Wie oft vergessen wir sein Wort ernst zu nehmen?

„Kostet und seht, wie gut der Herr ist.“, das ist keine Einladung die einfach so dahingesprochen wird. Das ist keine Einladung, die aus leeren Worten besteht und der das Fundament fehlt, sondern es ist eine Einladung, die das einzige Fundament hat, das Bestand hat – egal wie herausfordernd die Zeiten sind. Es ist eine Einladung, die Gott als Fundament hat.

„Kostet und seht, wie gut der Herr ist.“, das ist eine Einladung, die sich an Dich persönlich richtet. Du darfst an den Tisch des Herrn treten und von seiner Gutheit kosten.  Du darfst erkennen, wie gut er ist.

Wie oft nehmen wir uns selbst die Möglichkeit von seiner Gutheit zu kosten?

Das Tragische ist, dass Glaube und vor allem das Ausleben des Glaubens in Form der Sakramente nur allzu oft als Pflicht angesehen wird. Aber Glaube ist keine Pflicht. Glaube ist ein Privileg. Der Sakramentenempfang – insbesondere der Kommunionempfang – ist ein Privileg. Ist er das auch für Dich?

Wir müssen weg kommen von einem Sonntagschristentum, weg von einem Feiertagschristentum. Wir brauchen Gott jeden Tag. Wir brauchen ein Christentum, das jeden Tag gelebt wird. Wir brauchen ein Christentum, das keine Mühe und Anstrengung scheut, Christus zu begegnen. Wir brauchen ein Christentum, das keine Ausreden sucht und die Gutheit Gottes erkennen will – unabhängig davon, was in der Welt vor sich gut.

Im Klartext heißt das: Wir – diese Kirche, diese Welt, diese Zeit – brauchen Dich. Wir brauchen, dass Du Gott jeden Tag suchst. Wir brauchen, dass Du Christentum jeden Tag lebst. Wir brauchen, dass Du keine Mühe und Anstrengung scheust, um Christus zu begegnen. Wir brauchen, dass Du keine Ausreden suchst. Wir brauchen, dass Du die Gutheit Gottes erkennen willst – unabhängig davon, was in der Welt und in deinem ganz persönlichen Leben vor sich geht.

Und das möchte ich Dir heute als Aufforderung mitgeben: Suche Gott, Du wirst ihn finden – ob in der Freude oder im Leid. Scheue nicht davor zurück von seiner Gutheit zu kosten – nein, da draußen in der Welt ist nichts das besser ist.

In diesem Sinne, nimm es Dir zu Herzen: Koste und sieh, wie gut der Herr ist!


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