Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  7. Adios Toni!
  8. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  9. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  10. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  11. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  12. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  13. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  14. Koptisch-Orthodoxe Kirche nimmt Dialog mit Rom wieder auf
  15. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam

Wo Arbeitsrecht zu Arbeits(un)recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

1. Dezember 2022 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Treue zur römischen Kirche steht über der Steuerpraxis deutscher Schismatiker - Ein Gastkommentar von Julian Adrat zum neuen Arbeitsrecht der Deutschen Bischofskonferenz


Berlin (kath.net)

Als vor drei Jahren die Kita-Gruppe meiner damals vier Jahre alten Tochter zur Lesbenhochzeit einer der Erzieherinnen eingeladen wurde, um im Standesamt mitzufeiern und Konfetti zu werfen, war ich bestürzt, aber nicht grundsätzlich überrascht… Nichts Neues unter der Sonne, frei nach Kohelet, schon gar nicht in Berlin.

Und nicht schon damals, immer wieder werde ich gefragt, warum ich meine Kinder nicht in eine katholische Kita oder eine katholische Schule gegeben habe. In der Regel wird das angenommen. Aber schon vor fünf Jahren galt, was letzte Woche amtlich wurde: Wo katholisch drauf steht, ist noch lange nicht katholisch drin.

800 000 Menschen stehen in einem Arbeitsverhältnis mit der Kirche, das nun - machen wir uns nichts vor - völlig dem Zeitgeist angepasst wurde, und 900 000 Menschen gehen in die Kirche. Ein Kirchensteuersystem, zwei Herden, die Schnittmengen zwischen beiden ist sehr klein. Man kann das institutionalisierte Schizophrenie nennen. Oder Etikettenschwindel. Dann lieber zu REWE. Dort gibt‘s Haltung. Und wenn auf einer Packung Rindergulasch Haltungsform-Siegel 4 steht, bekommst du Premium und nicht irgendwas. Das würde ich mir auch für die Kirche wünschen. Dass ich kulturelles, intellektuelles und religiöses „Premium“ bekomme, wenn „katholisch“ darauf steht.


Wer bekommt nun den Zuschlag für die frei gewordene Oberarzt-Stelle? Der sakramental und katholisch verheiratete Familienvater oder die „nicht-binäre“ Person, die sich - Samenspende sei Dank - Elternteil nennt und mit einer lesbischen Frau „verheiratet“ ist. Wenn alle Qualifikationen die gleichen sind… Im Namen der Vielfalt… Hand aufs Herz...

Ich habe auf die Einladung zur Lesbenhochzeit mit einer Rundmail an alle Eltern geantwortet und versichert, dass niemand sich um den Betreuungsschlüssel Sorgen machen müsse, meine Tochter würde an besagtem Tag zu Hause bleiben. Bei ersten Wandertagen mit den Kleinen war das damals ein Problem gewesen. Aber die Kita-Leitung höchstpersönlich fuhr mit ins Standesamt. Damals konnte ich mich als Katholik outen, aber angenommen meine Kinder wären heute in einer katholischen Kita. Man würde mir entgegnen, dass die Kirche selbst gutheiße, an was ich mich stoße. Vielfalt und so weiter… Liebe „Queer-Sensible“, rastet nicht gleich aus, aber was ihr unter Vielfalt versteht, ist oft nur ein Mangel an Persönlichkeit.

Apropos Standesamt. „Es gibt keinen gültigen Kirchenaustritt vor dem Standesamt“, schreibt Joachim Heimerl. „Was zählt ist die Einheit mit dem Glauben der (römischen!) Kirche, sonst nichts. Deshalb ist es an der Zeit, sich ehrlich zu machen: Die Kirchensteuer hat keine Zukunft mehr; sie ist kein Indikator für die Zugehörigkeit zur Kirche. Die wiederum ist eine zu heilige Sache, als dass man sie an einer Steuer festmachen darf. Auch deshalb kann niemand von Katholiken erwarten, dass sie weiters ihre Kirchensteuern bezahlen. Die Treue zur römischen Kirche steht über der Steuerpraxis deutscher Schismatiker.“

Wo Arbeitsrecht zu Arbeits(un)recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  5. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  6. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  7. Adios Toni!
  8. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  9. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  10. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  11. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  12. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  13. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  14. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  15. Papst: Keine einfachen Rezepte in der demografischen Krise

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz