Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  2. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  3. Ein „Desaster“ – Die Kirche nach dem Tod Benedikts XVI.
  4. „Kirchenbeitragsstopp“ für Vorarlberg – ein Warnsignal für Bischof Elbs
  5. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  6. Grüne wollen bestimmte Haustiere verbieten
  7. Diözese Rottenburg-Stuttgart hebt (endlich) alle Corona-Maßnahmen auf
  8. Wie sich der österreichische 'Familienbischof' Glettler erneut an die Gay-Bewegung anbiedert
  9. "Das Recht auf Meinungsfreiheit lasse ich mir von niemandem nehmen.
  10. Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen
  11. Malta: Prozess gegen ehemaligen Homosexuellen könnte ‚juristischen Dominoeffekt’ auslösen
  12. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  13. Ein Löwe der Kirche!
  14. Diejenigen, die sich anmaßen, der Synode ein bestimmtes Thema aufzuzwingen....
  15. Das synodale Schisma

Eine Zeit, in der die Wahrheit zu verschwimmen beginnt

20. Jänner 2023 in Spirituelles, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Über die Schwierigkeit, sich als Christ in der Informationsflut zu orientieren - Gedanken von P. Karl Wallner OCist / VISION 2000


Wien (kath.net/http://vision2000.at)

Es wird zunehmend schwer, sich in der Überfülle von Infor­mation, die noch dazu oft be­wusst einseitig, ja sogar gezielt gelenkt wird, zurechtzufinden. Im Folgenden Gedanken des Direktors von „Missio“ zum Thema, was beim Umgang mit der Medienflut hilfreich sein könnte.

Die Welt nach dem Sündenfall war immer schon irr und wirr. Im „Salve Regina“ besingen wir die Welt als „Tal der Tränen“ und bezeichnen uns als „verbannte Kinder Evas“. Kommt es nur mir so vor, aber derzeit scheint es besonders irr und wirr zu sein. Nicht nur wegen des Stakkato an Krisen, die über uns hereinbrechen, sondern auch wegen dieser zunehmenden Stimmung der Orientierungslosigkeit. In der Berichterstattung über den Ukrainekrieg haben wir ja oft den Satz gehört: „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.“ Aber wird die Wahrheit heute nicht grundsätzlich gemeuchelt?

Ein Beispiel: Wenn es um das Thema „Kirche“ geht, ist oft schon in der Berichterstattung vieles von vornherein schief. Man hat das Gefühl, dass Themen bewusst verzerrt werden und Blendgranaten der Denunziation geworfen werden. Bei Interviews mit kirchlichen Vertretern wird der Interviewte von vornherein mit Unterstellungen konfrontiert und somit a priori in die Defensive gedrängt. Mit dem Eigentlichen kommt man gar nicht durch.

Als Nationaldirektor von „Missio Österreich“ wird mir immer gleich die Frage nach der „bösen“ Mission der Kirche gestellt. Ich beantworte diese Fragen natürlich, denn es ist recht, dass wir Christen für Vergangenes Buße tun. Ja, es ist wahr, dass Mission mit politischer und ökonomischer Kolonisation verwechselt wurde und Verbrechen geschehen sind, vor allem im 16. Jahrhundert. Heute – und seit mindestens 200 Jahren – ist „Mission“ aber Ausbreitung der Liebe, soziales und karitatives Engagement. Aber dazu komme ich dannschon gar nicht mehr, weil ich in die Defensive festgepflockt werde.

Ich frage: Warum wird „Mission“ durch die Fragestellung immer schon ins Negative gerückt? Und: Würden diese Journalisten die Frage nach böser „Missionierung“ auch einem Vertreter der Volksrepublik China oder einem Botschafter von Saudi Arabien stellen?! Das sind doch heute jene Mächte, die „Missionierung“ im üblen Sinn betreiben. Die einen missionieren mit kommunistischem Weltmachtstreben, die anderen mit skrupellosem Islamismus. Warum prügelt man aus­schließlich die alte schwache Großmutter Kirche, noch dazu für die Fehler ihrer Jugend, während man die heutigen bösen Wölfe streichelt und füttert?


Ich kann es schon aus kirchlicher Sicht verstehen, wenn sich immer mehr Menschen belogen und manipuliert fühlen. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Welt zu einem „Globalen Dorf“ geworden ist und wir mit einer Fülle von Informationen überflutet werden. Als ich ein Kind war, gab es in Österreich zwei Fernsehkanäle, mittlerweile stehen hunderte zur Verfügung. Und die Sozialen Medien ertränken uns ja alle in einer Flutlawine von Informationen: Kaum öffne ich mein Handy, werde ich schon über Facebook, Instagram, YouTube usw. bombardiert mit Nachrichten, Bildchen und Filmchen…

Es ist mir auch klar, dass ich da nicht raus kann. Schon deshalb, weil wir als „Päpstliche Missionswerke“ die Medien einfach auch brauchen, um die Menschen zu erreichen. Wer nicht im Internet ist, existiert nicht. Ein Teenager verbringt im Schnitt fünf Stunden pro Tag „im Smartphone“. Soviel Internet, soviel Selbstdarstellung, soviel Unnötiges, soviel Unüberprüfbares, soviel News, soviel Schmus…

Dabei habe ich das Internet am Anfang als sehr positiv wahrgenommen. Mein Kloster Heiligenkreuz im Wienerwald war immer schon sehr lebendig und sehr „normal katholisch“. Doch weil wir so manche nachkonziliare Torheit nicht mitgemacht haben und das Konzil nicht dem (erfundenen) „Geist“ nach ernst nehmen wollten, sondern dem Text nach, wurden wir in den kirchlichen Medien nicht gut behandelt! Wir hatten den neuen Ritus gerne übernommen, blieben aber bei der Lateinischen Liturgiesprache und bei eine würdevoll gefeierten Liturgie. Vor allem pflegen wir den lateinischen Gregorianischen Choral, eine tausend Jahre alte bewährte Gebetsform.

Die Folge war, dass über uns immer nur unter dem Stichwort „erzkonservativ“ oder „vorkonziliar“ berichtet wurde. Vor dem Internet waren wir ja den Medien ausgeliefert und wurden meist etikettiert und diskreditiert. Und dann kam das Internet! Ab 2002 hatten wir eine Homepage und konnten plötzlich selber zeigen, wer und wie wir sind. Das haben wir genützt, und unser Image hat sich sehr schnell völlig ins Positive gewandelt. Die größte Musikfirma der Welt, Universal Music, hat uns 2007 entdeckt. Und so kamen wir mit eben jenem Choral, der von der linksliberalen Kirchenpresse als konservativ abgestempelt wurde, weltweit in die „Pop-Charts“. Plötzlich wurden wir als „Pop-Mönche“ als ultracool empfunden.

Das war nur möglich, weil das Internet es uns erlaubte, uns unmittelbar selbst zu zeigen. Universal Music hatte uns anhand eines YouTube-Videos, das ein junger Mitbruder geschnitten hatte, entdeckt… Dass das Internet ein Medium ist, das Freiheit und Wahrheit befördern kann, sieht man schon daran, dass jedes totalitäre Regime bemüht ist, es abzudrehen bzw. in den Griff zu bekommen.

Zugleich sorgen gerade die neuen Internet-Medien für Verwirrung. Was kann ich glauben? Wem kann ich glauben? Auf Facebook und Instagram sehe ich Videos, die schier „Unglaubliches“ zeigen. Ist das real? Science Fiction sind wir ja schon lang aus Film und Fernsehen gewohnt. Das Wort „Fiktion“ kommt vom lateinischen „fingere“, und da reicht die Bedeutung von „frei erdichten“ bis hin zu „trügerisch verstellen“. Nicht jede Fiktion ist schon in sich böse, denn jeder Roman, jeder unterhaltsame Abenteuerfilm, ist ja eine „Fiktion“. Und auch die Gleichnisse Jesu sind erfundene Erzählungen, die sogar eine höchst positive Absicht haben: Uns zu belehren, zu korrigieren oder zu motivieren.

Aber wie ist das mit der „Berichterstattung“? Sind die Dinge so, wie sie dargestellt werden? Klimawandel, Pipeline-Attentate, Corona-Impfung u.v.m. sind emotionalisierende Kontroversthemen, weil wir uns nicht mehr sicher sein können, was wahr und was falsch ist. Mich faszinieren z.B. die Dokumentationen über 9/11, über den Einsturz der Twin-Towers, und persönlich bin ich geneigt, den Einsturz nicht auf den Einschlag der beiden Flugzeuge zurückzuführen. Aber bin ich mit meiner Skepsis schon ein „Verschwörungstheoretiker“?

Wenn jemand verwirrt ist und nicht weiß, was er glauben soll, dem möchte ich zwei Tipps geben. Erstens: Vertraue Deinem „gesunden Menschenverstand“. Gott hat allen Menschen „Ratio“ gegeben, „Verstand“, die Fähigkeit, Ursächlichkeiten zu durchschauen und Schlüsse zu ziehen. Der normale Verstand ist sogar fähig, so sagt das 1. Vatikanische Konzil 1870, die Existenz Gottes als den letzten Grund und letztes Ziel zu erkennen. Dann darf ich dieser Vernunft auch zutrauen, mich zu leiten, wenn mir manches „spanisch“ vorkommt, was mir da vom „common sense“ vorgesetzt wird.

Ich habe seit meinen Besuchen in Afrika eine ganz andere Wirklichkeit wahrgenommen, über die nicht berichtet wird: China ist dort Welt- und Kolonialmacht. China hat Afrika weitgehend von sich abhängig gemacht. China hat Welteroberungspläne, die es politisch und bald auch militärisch umsetzen wird. China hat sich alle Bodenschätze, den Kobalt und die Seltenen Erden, die es für die Energiewende braucht, unter den Nagel gerissen… Ich glaube nicht, dass unsere Medien dafür bezahlt werden, dass sie nichts über dieses Machtstreben Chi­nas berichten, sondern bloß: Sie  sie sind unfähig. Ausgewogen ist die weltpolitische Berichterstattung jedenfalls seit vielen Jahren nicht! Mein erster Rat lautet also: Nimm Wirklichkeit wahr und vertraue Deinem Denken, es ist Dir von Gott geschenkt.

Mein zweiter Rat geht dann aber so: Hüte dich davor, allzu viele Rückschlüsse auf das Wie und Warum der Informationen zu ziehen, denen du skeptisch gegenüberstehst. Warum? Weil es dir als „Otto-Normalverbraucher“ nicht zugänglich ist, die wirklichen Gründe zu erkennen, warum etwas schief und falsch dargestellt wird. Ich darf mir also unter der Anleitung meines Verstandes eine Meinung, ein Urteil bilden. Aber das „Warum“ und „Weshalb“ führt mich auf dünnes Eis.

Zur gesunden Skepsis, die der Menschenverstand nahelegt, kommt also die spirituelle Herausforderung, nicht ins wilde Spekulieren über die Hintergründe zu verfallen. Diese Selbstbescheidung bewahrt mich zumindest davor, in dauerndes Grübeln oder gar in Fanatismus zu verfallen. Ich mache mir ein sachliches Urteil über das Phänomen, ich stelle die Diskrepanz zur Berichterstattung fest, dann verfalle ich aber nicht in Aggression, Zynismus und Fanatismus. Und wenn ich wirklich überzeugt bin, dass etwas falsch Dargestelltes gefährlich ist, dann bete ich und bitte Gott um Hilfe…

Es gibt derzeit keine glatten Lösungen, wir strudeln in einer Informationsflut herum, wie es sie noch nie in dieser Fülle und Komplexität gegeben hat. Wichtig ist für uns Christen vor allem, dass wir uns an die übernatürliche Wahrheit klammern. Diese ist eine Person, nämlich Jesus Christus, der sich selbst als „den Weg, die Wahrheit und das Leben“ bezeichnet (Joh 14,6). Wer sich an Ihn hält, an Sein Wort in der Bibel, auch an Seine Kirche, der kommt mit Sicherheit klarer und besser durch diese Geröll-Mure von Halbwahrheiten und Wirklichkeitsverzerrungen. Er ist in Person die Wahrheit, von der Paulus sagt, dass sie uns frei machen wird. (Joh 8,32)

Pater Dr. Karl Wallner ist Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich und Professor an der PTH Heiligenkreuz.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Uwe Lay 21. Jänner 2023 
 

Wahrheitsfinder

Es gibt professionelle "Wahrheitsfinder", von denen auch ein Christ in dieser Causa lernen könnte: der Privatdetektiv Sherlock Holmes oder der Kommissar Columbo etwa. Sie stehen einem Meer von Fakten, von Indizien und Aussagen gegenüber, aber mit präzisesten Beobachtungen und genauesten Analysen finden sie dann die Wahrheit, den Täter, sosehr auch die Wahrheit verborgen und unkenntlich gemacht wird. Was wahr ist, scheint manchmal noch schwerer eruierbar zu sein in unserem Medienzeitalter als den Mörder zu fassen- aber vielleicht könnten wir doch von solchen Berufswahrheitsfindern das Suchen und Finden erlernen.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


0
 
 scientia humana 21. Jänner 2023 
 

Danke, für Ihren spontanen Beweis,

liebe MarinaH,

Ein Forscher würde nun nachfragen, welche V-Theorien haben sich denn bewahrtheitet? Wie gut ist diese Bewahrheitung erwiesen und sich dann in die Materie jedes einzelnen dieser VIELEN einzuarbeiten ...

Ich denke, Verschwörungstheoretikern geht es mehr um ein Gefühl, sich gegen einen übermächtig wahrgenommenen Feind zu wehren, denn um sorgfältige Klärung einzelner Fakten ...


0
 
 MarinaH 21. Jänner 2023 
 

scientia humana

Es geht aber auch umgekehrt, dass sich viele der sog. "Verschwörungstheorien" leider bewahrheitet haben.


0
 
 scientia humana 21. Jänner 2023 
 

Ungleiche Gegner

Kürzlich hörte ich (leider vergessen von wem):

Ein Verschwörungstheoretiker kann in 5 Minuten so viel Unsinn in die Welt setzten, dass es mehr als ein genzes Forscherleben braucht, ihn zu widerlegen.


0
 
 SalvatoreMio 21. Jänner 2023 
 

Ich frage mich manchmal ...

@ThomasR: da gibt es verschiedene Auffassungen: Es heißt: "Die Kinder begehen doch keine schweren Sünden!" - "Die Kinder sollen beichten, während die Eltern es selbst nicht tun? Das ist unredlich!" usw. - Aber das Kind ist ja schon eine eigenständige Persönlichkeit, durchaus verantwortlich und will es auch sein. - Ich habe in Jahrzehnten immer festgestellt: die Kinder sind sich ihrer Verfehlungen durchaus bewusst. Erklärt man, was die Begegnung mit Christus in der Erstkommunion bedeutet, so sind sie dankbar für die Beichte. Wer den Kindern diese Gnade nicht eröffnet, versündigt sich selbst am meisten!


3
 
 golden 21. Jänner 2023 
 

ja, zu wenig Glaubenswissen...

@ winthir
sehr bewußt wählte ich eine konkrete beobachtungsspanne (1980 er Jahre);damals erinnere ich viel auch geistig regen widerspruch von kompetenten Laien aufgrund von Bibel- und Katechismuswissen ,etwa gegen den linksruck in beiden "Grosskirche",etwa anzusprechen beim Thema "Befreiungstheologie".
Im Vergleich JENER Zeit zu heute scheint mir die Betonung der Dimension des Sensuellen und Praktischen zu oft alles theologisch Gegründete ersetzen zu wollen.Die Lage in D erscheint mir also nicht als "Wunder" und ich möchte für diese apostatische Zeit Gläubige neu ermutigen, zu lernen,waie begründet und beschaffen die christliche Religion ist.Bestens geeignet:Die reichhaltigen Predigten von Hw. Georg May !


0
 
 SalvatoreMio 21. Jänner 2023 
 

Das Glaubenswissen

@winthir: eine Bekannte, 65 Jahre alt, treue Kirchgängerin, fragte kürzlich: "Warum heißt es vor dem Kommunionempfang immer: 'Seht das Lamm Gottes!'- "Jesus war doch ein Mensch!"- Es zeigte sich dann, dass sie nichts wusste von der Geschichte der Israeliten, die Glaubenszusammenhänge nicht kennt. - Was ich wiederum nicht wusste: als im Zusammenhang mit Vatikanum II viele Priester ihrem Meister die Treue aufkündigten, brach mancherorts auch der Religionsunterricht ein. Und 2, 3 Jahre ohne gute Unterweisung können für einen jungen Menschen solche Auswirkungen haben, die dann nie aufgearbeitet werden.


1
 
 ThomasR 20. Jänner 2023 
 

ich frage mich manchmal selbst als was betrachten viele novus ordo Pfarrer

die heilige Kommunion

wenn sie die Erstkommunionkinder zur Erstkommunion ohne Beichte zulassen

als was betrachten viele novus ordo Ausbilder in den Priesterseminaren die heilige Kommunion wenn die Priester, die die Priesterausbildung in novus ordo absolvieren (ca 50%) KInder zur Erstkommnunion ohne Beichte zulassen


1
 
 MarinaH 20. Jänner 2023 
 

"Verschwörungstheoretiker"

„Berichterstattung“? Sind die Dinge so, wie sie dargestellt werden? Klimawandel, Pipeline-Attentate, Corona-Impfung u.v.m. sind emotionalisierende Kontroversthemen, weil wir uns nicht mehr sicher sein können, was wahr und was falsch ist. Aber bin ich mit meiner Skepsis schon ein „Verschwörungstheoretiker“?

Schön, dass ich von P.Karl (den ich ansonsten sehr schätze) höre, dass er für Skeptiger bei o.g. Themen, die z.B. beim Impf-Thema nur ihrem „gesunden Menschenverstand“ vertrauten, jetzt das Wort "Verschwörungstheoretiker" in Anführungszeichen setzt. Ich hätte mir von ihm, und von der Kirche im allgemeinen, gewünscht, dass sie sich bei diesem (und anderen politischen)Themen eher raushalten, anstatt es zu bewerten und zu bewerben.
Schuster bleib bei deinen Leisten.


0
 
 winthir 20. Jänner 2023 

von "zuwenig Glaubenswissen" schrieb golden.

Nun, früher war's auch nicht besser.

1. Ca. 1560: Visitation in der Erzdiözese München und Freising, anläßlich des tridentinischen Konzils. Über einen Pfarrer: "Glaubt an die sieben Sakramente, kann sie aber nicht aufzählen."

2. Ca. 1970: Gymnasium, Studientag "Israel". Ich hielt ein Referat über die Geschichte Israels. Auch König Saul kam darin vor. Hinterher sagte mir ein Mitschüler: "Viel hab' ich nicht verstanden. Aber jetzt weiß ich endlich, wie das mit dem Saulus und dem Paulus war."

:-)


0
 
 Hilfsbuchhalter 20. Jänner 2023 

Wir erleben gerade das Gegenteil von Pfingsten

Die Diktatur des Relativismus hat alle fest im Griff. Das Schlimme ist, dass es die Menschen nicht merken, dass es die Lüge ist, unter der sie leiden. Wie Süchtige sehnen sie sich nach dem, was sie in Wirklichkeit zerstört.


2
 
 Chris2 20. Jänner 2023 
 

China hat die "Woken" durchschaut

@Leopold Trzil: Jedenfalls stammt die präziseste Definition des selbstzerstörerischen "Wokismus", die ich kenne, aus China (s. Link). Man lese v.a. von "Nach der bekannten" bis "für Retter hielten". Vielleicht liegt dieses erstaunliche Phänomen ja nicht nur daran, dass Außenstehende psychische Störungen eher erkennen, als das Umfeld oder gar der Betroffene selbst, sondern auch daran, dass die modernen linken Ideologien Kinder derer sind, mit denen der Kommunismus während des Kalten Krieges den freien Westen zu destabilisieren versuchte. Denn offensichtlich ging diese "divide et impera"-Saat nicht mit dem Kommunismus unter, sondern wiucherte weitgehend unerkannt in seinem Wirt...

de.m.wikipedia.org/wiki/Baizuo


1
 
 golden 20. Jänner 2023 
 

Mit zuwenig Glaubenswissen hat´s auch zu tun

,wenn das Wahrheitsbewußtsein schwächelt.Mal nicht die Unterrichtenden kritisirt: Wie oft habe ich in Gemeinden und Studium gehört, Glaubenswissen sei unnötig, eher gefühlsmässige Erfahrung wolle bevorzugt erlebt werden.Wenn ich Bibel- und Katechismuswissen von älteren Christe (1980 er Jahre) mit dem heutigen vergleiche- oh Mannomann !


5
 
 SalvatoreMio 20. Jänner 2023 
 

Ja, Liebe und Wahrheit kann man nicht trennen ...

@Stock: Liebe ist kein freundliches Getue, sondern gepaart mit der Wahrheit. Die wahre Liebe finden wir nicht nur in Jesus, sondern er ist die fleischgewordene Liebe, mit allen Fasern verletzlich, wie uns das Kreuz ständig vor Augen führt.


3
 
 Chris2 20. Jänner 2023 
 

Ja, warum nur auf die Kirche?

"Warum prügelt man aus­schließlich die alte schwache Großmutter Kirche [...], während man die heutigen bösen Wölfe streichelt und füttert?". Die Kirche war schon immer zentrales Feindbild der Linken, denn
- sie verkündet Wahrheiten und Dogmen. Und auf Dogmen haben die Linken internationale Patente. Vor allem auf solche, die heute so und morgen ganz anders lauten
- sie predigt Moral und Verzicht
- sie setzt sich für die wehrlostesten Manschen überhaupt ein
- Deswegen muss sie weg. Notfalls mit Hilfe eines Missbrauchsskandals durch eingedrungene und von Linken gehätschelte trojanische Pferde (einst sogar mit "P", z.B bei "Schwups" = "Schwule und Pädophile Schleswig")
- Die Linken haben noch keine Ahnung, wie grausam ihr Feind Islamismus sein kann, dem sie in Deutschland den roten Teppich ausrollen. Und sie werden die ersten Opfer sein und sind es schon (v.a. Frauen, Schwule und Tunten)
- Die Kirche ist ein leichtes Opfer
- Linke brauchen Feindbilder zur Ablenkung von der Realität
...


8
 
 Leopold Trzil 20. Jänner 2023 

China hat aus der Gescichte des 19. Jh. gelernt.

Damals wurde das Land jahrzehntelang von jenen Staaten systematisch zugrundegerichtet, die sich selbst als die forschrittlichsten und aufgeklärtesten der Welt sahen, allen voran England und Frankreich. Unter vielen schönen Worten, im Bewußtsein zivilisatorischer und humanitärer Überlegenheit sowie mit massivem Einsatz von „fake news“ wurde der chinesische Staat destabilisiert und langfristig wurden so die Voraussetzungen für die Machtübernahme der Kommunisten geschaffen. Diese haben nun den Spieß umgedreht und sind dabei, den Westen mit seinen eigenen Waffen zu schlagen: einen Westen, der sein kulturelles Selbstbewußtsein und seine Selbstsicherheit verloren hat - und, wie es scheint, sogar seinen Existenzwillen.


3
 
 Stock 20. Jänner 2023 
 

Nachtrag

"Es ist richtig, daß Jesus der Prophet der Liebe ist, doch die Liebe besitzt ihre Wahrheit. Mehr noch: Liebe und Wahrheit sind zwei Namen derselben Wirklichkeit, zwei Namen Gottes."
Benedikt XVI.
[Entnommen: Benedikt-Impuls für den Tag; "Die Tagespost" 20.01.2023]


7
 
 Taubenbohl 20. Jänner 2023 
 

Quid est Veritas? fragte der Machtmensch Pilatus als die Wahrheit vor ihm stand.

Es gibt einer der die Wahrheit auch kennt und hasst sie. Der Vater der Lüge. In der Lüge liegt Macht. Die Macht in Verderbnis und Bösen zu locken. In Relativismus liegt macht.

Die Wahrheit kann man nur dienen und nicht ausbeuten.

Ich bin die Wahrheit sagt unser Herr.


9
 
 Stock 20. Jänner 2023 
 

"Verschwimmen"?

Der seit Jahrzehnten auf der gesellschaftspolitischen Agenda stehende und kirchlich (= theologisch!) geförderte satanisch ›inspirierte‹ Relativismus ist offen durchgebrochen. Die Wahrheit verschwimmt nicht, sie ist bereits mit vollem Bewusstsein in den Fluss unserer abendländischen Geschichte geschmissen worden wie einst der Hl. Jan Nepomucký. Und das "Abendland" geht den Rhein, die Maas und die Donau unweigerlich hinunter. Das wundert aber nicht, gehört dies doch als eine der Drangsale zur ›apokalyptischen Verdichtung der Zeit‹. Das ist erst der Anfang. Und doch wird Seine Kirche nicht untergehen bis Er wiederkommt in Herrlichkeit.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  2. Hauptursache für den Rücktritt Benedikts war seine Schlaflosigkeit gewesen
  3. Ein „Desaster“ – Die Kirche nach dem Tod Benedikts XVI.
  4. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  5. Malta: Prozess gegen ehemaligen Homosexuellen könnte ‚juristischen Dominoeffekt’ auslösen
  6. Papst Benedikt XVI. warnte vor ‚homosexuellen Clubs’ in Priesterseminaren
  7. "Das Recht auf Meinungsfreiheit lasse ich mir von niemandem nehmen.
  8. Ein Jahr „Out in Church“ – ein Symptom unserer Zeit
  9. Das synodale Schisma
  10. Sex statt Jesus - Öffnet das Bistum Limburg die Tore für Missbrauch?
  11. Wie queer ist das denn?
  12. "Papa Benedetto, was tröstet Sie?“ - „Dass Gott alles in der Hand behält.“
  13. Faktenverleugnung und Vertuschungen zu homosexuellen Missbrauchsklerikern
  14. „Kirchenbeitragsstopp“ für Vorarlberg – ein Warnsignal für Bischof Elbs
  15. Einsam sterben, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz