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Für eine Kirche ohne Privilegien

14. Jänner 2023 in Buchtipp, 2 Lesermeinungen
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Leseprobe 1 aus dem neuen Buch von Karl-Heinz Fleckenstein: Eine Kirche, die nicht dient, hat ausgedient


Linz (kath.net) 

Das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott ( 1 Kor 1,27-29).

Es scheint ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen zu sein, dass man angenommen, geliebt, anerkannt, respektiert oder sogar ein bisschen bewundert wird. Und meistens tun wir auch einiges dafür. Brave und liebe Kinder sind oft deshalb so lieb, weil sie entdeckt haben: Wenn ich lieb und nett bin, bekomme ich viel positive Zuwendung, werde gemocht und anerkannt. In der Welt der Erwachsenen muss man für den Respekt und die Anerkennung schon ein bisschen mehr tun. Das ist stark abhängig von der Situation und dem Umfeld, in dem man sich bewegt. Um im Sportclub Anerkennung und Respekt der anderen zu erwerben, braucht man andere Fähigkeiten als in der Führungsebene eines Unternehmens oder im Haifischbecken der Großunternehmer. Für viele gilt das Sprichwort: „Haste was, biste was.“

Die Struktur ist immer die gleiche. Ich muss etwas vorzuweisen haben. Im Fußball sind es hervorragende sportliche Leistungen und ein großer Teamgeist. In der Geschäftswelt sind es Verhandlungsgeschick, analytische Begabung und Führungsstärke. Je mehr einer hat an Fähigkeiten, Kompetenzen, Besitz oder Macht, umso besser. Dabei gibt es nicht zu übersehbare Nebenwirkungen: damit der Nachbar respektvoll das Auto oder den Neubau bewundert, ist man auch bereit, finanziell mehr zu investieren als eigentlich notwendig wäre.

Wenn sich Kindergarteneltern sich gegenseitig erzählen, wie weit ihre Vorschulkinder schon sind und was sie alles können, da gibt es auch andere, denen ihr Kind noch nicht so viel kann. Sie kommen sich dabei ziemlich belämmert vor. Besonders, wenn dann noch ihr Kind um ein Jahr zurückgestellt wird. Da ist jemand auf Stellensuche und wird konfrontiert von Eigenschaften, die er als Bewerber mitbringen soll: Solidarität und Teamgeist, logistisches und betriebswirtschaftliches Geschick, Feingefühl und Durchsetzungskraft. Da könnte es ihm schon schwindelig werden. Manchmal scheint auch der Glaube so viel wert zu sein als man vorweisen kann. Da geht einer zwar jeden Sonntag in die Kirche, betet täglich und liest in der Bibel. Trotzdem versteckt er seinen Glauben. Schließlich wirkt das eher peinlich darüber offen zu sprechen.

Aber wohin führt die Tendenz, nur das wertzuschätzen, was erfolgreich, beeindruckend oder machtvoll daherkommt? Vielleicht doch letztlich in eine Sackgasse? Wenn wir das Spiel mitspielen, dass alles besonders und toll sein muss, bleiben dann am Ende nicht Ehrlichkeit, Authentizität und Vertrauen auf der Strecke? Weil jeder auf den schönen Schein achtet und keiner sich eine Blöße geben will. Wie wäre es, wenn man die Affären um so manchen Politiker einmal von dieser Seite her betrachten würde? Ist es nicht illusorisch, von politischen Führungskräften zu verlangen, dass sie in jedem Moment jeden Schritt ihres Handelns, auch im Umgang mit ihren engsten Freunden, dahingehend überprüfen, dass man ihnen keinen Strick daraus drehen kann? Nur der glänzende Politiker ohne Fleck auf seiner Weste wird wertgeschätzt – oder dessen Flecken noch keiner gefunden hat. Man bewundert lieber den Perfekten, den Kompetenten, den Starken. Auch wenn man ahnt, dass Manches doch nur schöner Schein ist.


Paulus stellt uns dazu ein Gegenmodell vor Augen. Er führt uns in die antike Hafenstadt Korinth. Damals ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel zwischen Ost und West. Eine blühende, aber auch korrupte ziemlich berüchtigte und heruntergekommene Großstadt. Der Apostel hatte die Gemeinde wahrscheinlich im Jahr 49 auf seiner zweiten Missionsreise gegründet. Sie entwickelt sich zunächst sehr gut. Doch dann treten Probleme auf. Der Glaube ist in große Gefahr geraten. Rivalisierende Gruppen haben sich gebildet. Einige Schwärmer verwechseln den eigenen Vogel mit dem Heiligen Geist und wähnen sich im Besitz höherer Erkenntnis. Sie halten sich deshalb für etwas Besonderes und Besseres. Die anderen Christen existieren schon fast gar nicht mehr für sie. Dazu gibt es sittliche Missstände. Sogar die Auferstehung der Toten wird geleugnet.

Die Korinther verhalten sich überheblich, selbstgefällig und schauen verächtlich auf Paulus und seine Mitarbeiter herunter. „Alles ist erlaubt“, glauben sie. Nach diesem Motto leben sie auch. Der Apostel muss deshalb mit aller Deutlichkeit klar machen, wer sie in Wirklichkeit sind: kleine Nichtse. Gott beruft den Menschen nicht aufgrund von persönlichen Fähigkeiten, einer gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung, sondern einfach, weil er einen jeden ganz persönlich liebt. Der Völkerapostel schreibt den Korinthern einen Mahnbrief: „Seht euch doch einmal in euren eigenen Reihen um, Geschwister! Was für Leute hat Gott sich ausgesucht, als er euch berief?

Es sind nicht viele Kluge und Gebildete darunter, wenn man nach menschlichen Maßstäben urteilt. Nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Herkunft.“ Das schlägt ein. Das ist keine Gemeinde, die etwas nach außen hin darstellt. Keine mit besonderen Privilegien. Keine Ansammlung bedeutender Geister. Alles andere als die Elite. Kaum jemand aus der Oberschicht ist dabei. Wo bleiben Adlige, Studierte? Wo bleiben einflussreiche Unternehmer oder Politiker? Fast nur einfache Leute aus der Unterschicht: Hafenarbeiter, Leute ohne Schulbildung, Sklaven und andere Habenichtse. Wir würden heute von Proletariat reden, von bildungsfernen Schichten oder abschätzig von Außenseitern. Um noch eins draufzugeben, schreibt Paulus etwas später im selben Brief: „Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute“ (1.Kor 4,13).

Das Erstaunliche dabei ist, dass er darin keinen Misserfolg sieht. Die Ärmlichkeit bedeutet für ihn kein Manko. Er denkt nicht frustriert: „Eigentlich wollte ich einflussreiche Leute mit dem Evangelium erreichen, und jetzt muss ich halt nehmen, was kommt.“ Ganz im Gegenteil. Das ist typisch für Gott. So hat er es gewollt. Gerade an so einem ärmlichen Haufen wie der Gemeinde in Korinth können wir Gottes Handeln sehen. Provozierend stellt Paulus weiterhin fest, dass sein Gott offensichtlich ein Herz hat für die Ungebildeten, die Kleinen, die Schwachen, die Geringen, die Verachteten. Dass er diese sogar zu bevorzugen scheint. Warum eigentlich? Nicht etwa, weil sie ungebildet und gering und verachtet sind, sondern weil sie in der Regel sich offener, empfänglicher für seine Gnade verhalten und sich deshalb seine Liebe gerne gefallen lassen. „Alles, worauf Menschen so großen Wert legen, das hat Gott für null und nichtig erklärt“, sagt Paulus. Petrus hat Jesus verleugnet. Ein Totalversager in der Krise! Und genau den ernennt der auferstandene Herr zum Chef der 12 Jünger.

Paulus, der jüdische Heißsporn, der bei der Ermordung des ersten christlichen Märtyrers noch begeistert dabeistand, wird zu einem der maßgeblichen Missionare des Glaubens an Jesus Christus.Mit so einer Mannschaft kann man eigentlich nicht angeben. Da hat keiner eine weiße Weste!

Sollte es wirklich so sein, dass das die Kriterien sind, nach denen Gott erwählt und beruft: Torheit, Schwachheit, Machtlosigkeit, Armut? Ist das das Idealbild für Christen? Die arme Kirche als die wahre Kirche? Wie stehen wir dann da? Sollen Bildung, Reichtum, Einfluss oder Macht keine Kriterien vor Gott sein? Vielleicht sollten wie eines bedenken: weder Armut noch gesellschaftlich niedrige Stellung sind Freikarten für eine Berufung von Gott!  Die Frage ist nur, wie wir uns selbst bewerten.

Nach den Maßstäben der Menschen oder nach den Maßstäben Gottes, der uns nicht nach äußeren Kriterien beurteilt. Ob ein bestimmtes Auto oder eine gewisse berufliche Stellung mit einem akademischen Titel wichtiger und angesehener sind? Solche Errungenschaften gelten vor dem Allmächtigen hinsichtlich unserer Glaubensqualität nichts.  Es entspricht geradezu seinem Wesen, Menschen zu erwählen und zu berufen, die vor der Welt nichts gelten, die gering, verachtet, ohne Einfluss sind. Für Paulus ist diese Zusammensetzung der Gemeinde ein Beweis für die Maßstäbe Gottes. Menschliche Maßstäbe sind für ihn nicht maßgebend. Er beurteilt jene, die er ruft, nicht nach Macht, Ansehen und Einfluss. Er pfeift auf das, woraus Menschen ihren Status ableiten. Er wendet sich sogar viel lieber und eher denen zu, die nichts mitbringen, worauf sie stolz sein könnten, woraus sie ihr Selbstbewusstsein beziehen. Es gibt bei ihm keine Leistungskriterien. Er macht was aus dem, was nichts bedeutet, kraft seiner Schöpfermacht immer noch etwas.

Vielleicht unterscheiden sich die Zeitumstände, in die sich Paulus hineingestellt sah, gar nicht so sehr von unserer Situation heute. So wie damals scheint das Christliche mehr und mehr zu verdunsten. Eine religiöse Unwissenheit, die alles relativiert, will  überhand nehmen. Gott ist für viele zur großen Unbekannten geworden. Das Image der Kirchentreuen erweist sich nicht als das Beste. Da kann man oft Unkenrufe hören wie diese: „Zum Gottesdienst kommen kaum noch Jüngere.

Die Sache hat sich bald selbst überlebt. Wer ein wenig Bildung hat, braucht keine Religion mehr. Das ist etwas für geistig Minderbemittelte, die es in der Welt zu nichts gebracht haben. Die suchen in der Kirche ihre Streicheleinheiten oder ein Haltegeländer für ihr Leben. Wer etwas auf sich hält, will mit dem Laden nichts mehr zu tun haben.“ Deshalb schauen wir Christen manchmal wegen unserer kirchlichen Zugehörigkeit ganz belämmert aus der Wäsche. Wir machen eine schwache Figur in den Augen der Welt.

Im Blickwinkel des Mainstreams sind wir nicht die Klugen und Gescheiten, die Gott beweisen und gute Taten vorweisen können. Wir haben als Christen quasi nichts mehr zu sagen in der heutigen Gesellschaft. Auch da kann uns der Apostel weiterhelfen, wo wir als Kirche in der Gefahr stehen, angesichts zurück gehender Zahlen, angesichts eines augenscheinlich geringer werdenden gesellschaftlichen Einflusses, zu ermüden. Paulus weiß, dass wir nicht von Zahlen leben, nicht von irgendwelchen Erfolgen, die uns zugeschrieben werden, sondern allein aus dem „Angesehen Sein“ vor Gott. Der Apostel bezeichnet das als ein Leben „in Christus“.

Die Maßstäbe der Welt, an denen wir als Christen von der Umwelt gemessen werden, spielen dann für den Allmächtigen einfach keine Rolle mehr. Warum eigentlich? Paulus gibt selbst die Antwort dazu: „Damit sich kein Mensch vor Gott rühmen kann“. Jeder Selbstruhm, jedes Beharren auf eigenem Verdienst, jeder Stolz auf religiöse Leistung wird entwertet und zunichte gemacht, damit die Menschen auf ihren Schöpfer verwiesen werden. Als den Urheber des Heils, dem Lob und Ehre gebührt. Gott hat es nicht nötig, sich nur mit einflussreichen und angesehenen Menschen zu befassen. Er will zeigen, was er aus Menschen machen kann.

Und das kann er nicht gut an denen deutlich werden lassen, die auch ohne ihn etwas sind oder sein wollen. Das ist typisch für ihn. Er will auch die haben, die sonst keiner haben will. Der Allmächtige, der uns Menschen sowieso durchschaut, weiß wie sinnlos es ist, wenn wir uns aufblasen und Eindruck schinden wollen. Das aber ist kein Grund, sich verschämt in die Ecke zu verkriechen, sondern vielmehr Mut aufzubringen- gegen die Tendenz der Welt- das Gewöhnliche, das nicht Perfekte, das Defizit und auch das Misslungene ins eigene Leben zu integrieren. Und das in aller Offenheit und Ehrlichkeit vor sich selber und vor den anderen. Ich muss nicht so tun, als wären meine Fehler und Schwächen nicht meine.

Die gehören zu mir. Weil die Liebe meines Gottes so groß ist, dass er sich davon nicht abschrecken lässt. Gegen alle inneren Zweifel und allen offenen Fragen bin ich dennoch sein Kind. Mit Angebern, mit den scheinbaren Superhelden und Perfekten kann Gott wenig anfangen. Ich darf aus dem Bewusstsein leben, dass er sich vielmehr freut, wenn ich nicht nur vor ihm und vor meinen Mitmenschen meine Fehler und Schwächen eingestehe, sondern wenn ich auch anderen Fehler verzeihen kann.

Genau das ist und bleibt die Sendung der Kirche auch heute. Durch ein schlichtes, unscheinbares Wirken im Alltag an den Armen und Hilfsbedürftigen. Durch ein gutes Wort. Durch einen aufmunternden Blick. Durch eine helfende Hand. Durch das Geschenk meiner Zeit. Durch Achtsamkeit und Freundlichkeit die Menschen spüren zu lassen, wie gut und barmherzig Gott mit jedem ist. Vielleicht wird dann gerade an mir wahr, was der Apostel schreibt: „denn die Gnade erweist ihre Kraft in der Schwachheit“ (2 Kor 12,9).

Gott respektiert meine Niedrigkeit, meine Schwachheit. Er will sogar durch sie wirken. Dazu zählen nicht nur meine Unvollkommen­heiten, Charakterschwächen, der Jähzorn, die Depres­sionen, die Minderwertigkeitskomplexe, die Krank­heiten und inneren Verletzungen. Gott respektiert meine ganze Ge­schich­te, an der ich schon lange knabbere und die ich zu überwinden suchen. Gott respektiert meine Macken und übergeht sie nicht. Er über­fordert mich nicht, sondern will mir helfen, gerade durch sie zu ihm zu gelangen. Wodurch seine Barmherzigkeit an mir offenbart wird. Die heilige Therese von Lisieux brachte das mit ihren 24 Jahren auf den Punkt: „Ich habe keine Werke. Gott wird mir also nicht ‚nach meinen Werken‘ vergelten können … Nun gut! Dann wird er mir eben ‚nach seinen Werken‘ vergelten.“

kath.net Buchtipp
Eine Kirche, die nicht dient, hat ausgedient
Von Karl-Heinz Fleckenstein
Mit einem Geleitwort von Gerhard Viehhauser, Erzdiözese Salzburg
Lit-Verlag 2022
120 Seiten, broschiert
ISBN: 9783643152350
Reihe: Christsein aktuell, Bd. 19
Preis (in Österr. u. Deutschland): Euro 19,90,-


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Lesermeinungen

 Chris2 14. Jänner 2023 
 

Nur ein Gedanke zu Paulus

Wir sind vielleicht versucht, zu denken, Paulus sei zunächst ein böser Mensch gewesen und erst durch die Begegnung mit dem Herrn vor Damaskus bekehrt worden. Sicher, er ließ Christen töten, aber dennoch ist es nicht ganz so einfach. Denn für einen Juden gibt es nur 2 Optionen: Entweder ist Jesus, der von sich sagte, er sei Gottes Sohn und ein König, der verheißene Messias oder eben ein "maximalstmöglicher" Gotteslästerer. Wie das NT andeutet, war Saulus in der Tat ein frommer Eiferer, der das Judentum vor vermeintlichen Sektierern retten wollte. Wenn man sich das vergegenwärtigt, fällt es auch leichter, verbale Attacken durch Juden wegzustecken. Mehr noch: Die Tragik des auserwählten Volkes, das schon 2000 Jahre zu lange auf ihren (!) Messias wartet, darf uns nicht kaltlassen. Deswegen war die alte Karfreitagsfürbitte ja auch das genaue Gegenteil von Antisemitismus, sondern Bruderliebe. Und welcher Judenhasser würde Juden zu sich einladen?


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 ThomasR 14. Jänner 2023 
 

Es kann nicht sein, dass in manchen Bischofsstühlen hunderte Mio EUR

gebunkert werden (es sind auch zu 90 % keine Rücklagen, Rücklagen gibt es im Vermögen der Bistümer) nur um Macht auszuüben und Industrie über Anleihen zu unterstützen und in Afrika Menschen weiterhin an Lepra sterben oder aus Armut über Mittelmeer nach Europa kommen (statt diese vor Ort zu unterstützen)


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