Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Wie im Deutschen Bundestag die Verfolgung von Christen geleugnet und relativiert wird

30. Jänner 2023 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im deutschen Bundestag ist ein Antrag der AfD auf Einführung eines internationalen Tags gegen Christenverfolgung von den übrigen Parteien abgelehnt worden


Berlin (kath.net)

Im deutschen Bundestag ist ein Antrag der AfD auf Einführung eines internationalen Tags gegen Christenverfolgung von den übrigen Parteien abgelehnt worden. In dem Antrag wurde festgehalten, dass die Christen „die weltweit am stärksten verfolgte Religionsgruppe“ seien. Dabei hat sich die Partei auf Berichte des christlichen Hilfswerks Open Doors gestützt. Als Termin wurde der 15. Februar angedacht. An dem Tag wurden in Libyen von der Terrormiliz Islamischer Staat 21 Christen enthauptet. Die AfD kritisierte in dem Antrag, dass es auch in Deutschland Christenfeindlichkeit gäbe und dort sogar die Kulturbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) die Entfernung von Bibelversen an der Kuppel des Berliner Stadtschlosses verlange.


Der Antrag wurde von den anderen Parteien übrigens abgelehnt. So behauptete laut "idea" der Abgeordnete Falko Droßmann von der SPD , dass die AfD das Leid der verfolgten Christen für ihre „eigene dunkle Ideologie“ ausnütze und diese sich dabei bei ihrem Antrag auf Daten „einer bekannten evangelikalen Organisation“ stütze. Auch der religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Thomas Rachel, lehnte den Antrag ab. Er gestand zwar ein, dass die Verfolgung von Christen „ein schreckliches Verbrechen“ sei, dies gelte jedoch auch für die Verfolgung der Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen. Diese werde laut Rachel von der AfD „ganz bewusst" ausgeblendet. Laut dem CDU-Politiker gäbe es mit dem Stephanustag am 26. Dezember bereits einen entsprechenden kirchlichen Gedenktag für verfolgte Christen.

Für Boris Mijatovic (Bündnis 90/Grüne) seien die Zahlen von "Open Doors" "einseitig" und "übertrieben". Peter Heidt von der FDP meinte, dass die AfD nicht verstanden habe, dass weltweit nicht nur die Opfer von Verfolgung, sondern auch die „Verfolger“ aus allen Religionen kämen. Für die FDP käme eine Einführung eines internationalen Gedenktags gegen Christenverfolgung der "Gleichwertigkeit von Religionsgemeinschaften" nicht gerecht. Dann behauptet der FDP-Politiker sogar, dass dies ohnehin vorhandenen Gräben noch verstärke.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  3. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  4. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  5. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  6. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  7. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  8. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  9. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  10. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  11. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  12. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  13. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  14. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  15. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz