Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  5. Tantum ergo Sacramentum
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  8. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  11. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  15. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!

Die Empathielosigkeit der Sahra Wagenknecht

1. März 2023 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Bundestagsabgeordnete der "Linke" hat gestern bei "Hart aber fair" die vielen Vergewaltigungen von russischen Soldaten im Angriffskrieg relativiert und gemeint, dass dies "Teil des Krieges" sei und dass dies ja auf allen Seite vorkomme.


Berlin (kath.net/rn)
Die deutsche Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat gestern am Abend bei der Sendung „Hart aber fair“ behauptet, dass die Vergewaltigungen von Frauen durch russischen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine Teil des Krieges sei. Wagenknecht hatte am Wochenende bei einer Demo, an der in Berlin laut Polizei etwa 13000 Menschen teilgenommen haben, gemeinsam mit der umstrittenen Abtreibungsbefürworterin Alice Schwarzer eine „Friedens-Demo“ organisiert. Diese wurde aber von vielen Beobachtern als verkappte Pro-Putin-Veranstaltung kritisiert. Bei der Veranstaltung gab es auch kaum Kritik am Angriffkrieg von Putin sondern gab es laut laut NZZ-Journalist Alexander Kissler vor allem USA-Bashing. Doch zurück zu Wagenknecht. Laut „Bild“ meinte sie in der Sendung zum Krieg von Russland nur: „Es ist ein grauenvoller, brutaler Krieg. Es gibt Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung.“ Sie erwähnte dabei nicht, dass der Krieg von Russland durchgeführt wird.

Bei der Sendung schilderte dann in einer Einspielung auch eine Ukrainerin, wie sie von sie von russischen Soldaten erniedrigt und verprügelt wurde. Der Soldat sagte zu ihr, dass sie sich ausziehen solle. „Ich fing an zu weinen, fiel auf die Knie und sagte: 'Bitte tun Sie das nicht. Ich bin eine alte Frau.' Mein Gesicht war noch immer geschwollen, vom vielen Weinen.“ Der Soldat sagte dennoch unter Vorhalten einer Maschinenpistole zu ihr: „Oma, zieh dich aus!“ und vergewaltigte sie.


In der Ukraine wurden übrigens laut UN-Bericht Frauen zu Tausenden vergewaltigt. Damit diese sich nicht wehren können, brach man ihnen vorher auch immer wieder die Hände. Die Historikerin Marga Havrysko betonte in der ARD-Sendung, dass die sexualisierte Gewalt nach dem Einmarsch der Russen fast zu einer Epidemie in der Ukraine geworden sei. „Wir sehen sie in allen Gebieten, die vorübergehend von Russland besetzt sind.“

In der oben genannten Sendung relativiert Wagenknecht dann diese Verbrechen der Russen und behauptete, dass die UN-Menschenrechtskommissarin immer wieder darauf hingewiesen, dass auch in diesem Krieg Kriegsverbrechen immer von beiden Seiten begangen würden. Laut dem jüngsten UNO-Bericht sei übrigens der Großteil der verübten Verbrechen den Russen anzulasten, aber es habe auch Fälle in von der Ukraine kontrollierten Gebieten gegeben. „Wenn man sieht, dass Frauen und Mädchen tagelang geschlagen und vergewaltigt werden, dann ist das eindeutig eine militärische Strategie“, betont laut „Bild“ dann auch die UN-Expertin Pramila Patten. Doch Wagenknecht meint in der Sendung nur: „Es ist auch müßig, darüber zu reden, welche Seite mehr Kriegsverbrechen begeht.“

Doch auch die zweite Frau der „Friedensdemo“-Organisation sorgt für viel Entsetzen. Nach der Demo in Berlin ein deutscher Reporter von Phoenix Schwarzer angesprochen und gemeint, dass der Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht doch sehr viel mit Feminismus zu tun habe, da ja ein Kampf gegen Gewalt gegen Frauen  doch feministische Kernanliegen seien. „Die ukrainischen Frauen sind vergewaltigt worden“, so der Reporter und fragte dann Schwarzer, ob sie sich nicht auch für das ukrainische Volk einsetzen möchte, das ja so schwer von der russischen Invasion getroffen wurde? Alice Schwarzer meint dann: „Wer setzt sich mehr als wir hier für das ukrainische Volk ein? Wissen Sie, Waffen töten.“ Zur eigentlichen Reporterfrage meinte sie dann laut „Berliner Kurier“ lapidar: „Reden wir nicht von den vergewaltigten Frauen, reden wir nicht von den traumatisierten Kindern.“

Zurück zu Wagenknecht. Diese hatte 2022 wenige Tage vor Kriegsbeginn am 20. Februar behauptet: „Russland hat faktisch kein Interesse, in die Ukraine einzumarschieren. Wir können heilfroh sein, dass Putin nicht so ist, wie er dargestellt wird. Nämlich ein durchgeknallter russischer Nationalist, der sich berauscht, Grenzen zu verschieben. Wenn das so wäre, dann wäre es tatsächlich so, dann wäre die Diplomatie hoffnungslos verloren."

 

Bei der Sendung wurde aus der Ukraine auch ukrainischer Oberstleutnant aus der blutig umkämpften Frontstadt Bachmut zugeschaltet. Dieser betonte klar: „Wenn wir die Waffen nicht hätten, wären die Russen wahrscheinlich imstande, noch größere Flächen der Ukraine zu erobern.“ Der Offizier betont, dass das ganz klar bedeutet, dass es in der Ukraine noch Tausende mehr Folterkammern, noch Tausende mehr verwaiste ukrainische Kinder sowie in Russland noch Tausende mehr (ukrainische) Gulag-Häftlinge geben würde.

FOCUS-Kommentar:  Die Lügen der Frau Wagenknecht

UPDATE: Im Faktencheck der Sendung "Hart aber fair" teilte die Redaktion am Donnerstag mit, dass mittlerweile ein entsprechender Uno-Bericht bekannt sei, in dem auch sexualisierte Gewalt auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet thematisiert werde. Zwar sei der Großteil der verübten Verbrechen den Russen anzulasten, aber es habe auch Fälle in von der Ukraine kontrollierten Gebieten gegeben.

Ein Hinweis: Die Kommentarfunktion ist bei dem Artikel nach wilden Beschimpfungen durch Wagenknecht-Fans geschlossen!

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Vergebung kennt keine Grenze
  4. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  5. Papst reagiert auf Sex-Vorwürfe gegen Erzbischof von Rabat
  6. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"
  7. „Lass das Zählen sein!“
  8. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  9. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  13. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  14. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  15. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz