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Die Empathielosigkeit der Sahra Wagenknecht

1. März 2023 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Die Bundestagsabgeordnete der "Linke" hat gestern bei "Hart aber fair" die vielen Vergewaltigungen von russischen Soldaten im Angriffskrieg relativiert und gemeint, dass dies "Teil des Krieges" sei und dass dies ja auf allen Seite vorkomme.


Berlin (kath.net/rn)
Die deutsche Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat gestern am Abend bei der Sendung „Hart aber fair“ behauptet, dass die Vergewaltigungen von Frauen durch russischen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine Teil des Krieges sei. Wagenknecht hatte am Wochenende bei einer Demo, an der in Berlin laut Polizei etwa 13000 Menschen teilgenommen haben, gemeinsam mit der umstrittenen Abtreibungsbefürworterin Alice Schwarzer eine „Friedens-Demo“ organisiert. Diese wurde aber von vielen Beobachtern als verkappte Pro-Putin-Veranstaltung kritisiert. Bei der Veranstaltung gab es auch kaum Kritik am Angriffkrieg von Putin sondern gab es laut laut NZZ-Journalist Alexander Kissler vor allem USA-Bashing. Doch zurück zu Wagenknecht. Laut „Bild“ meinte sie in der Sendung zum Krieg von Russland nur: „Es ist ein grauenvoller, brutaler Krieg. Es gibt Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung.“ Sie erwähnte dabei nicht, dass der Krieg von Russland durchgeführt wird.

Bei der Sendung schilderte dann in einer Einspielung auch eine Ukrainerin, wie sie von sie von russischen Soldaten erniedrigt und verprügelt wurde. Der Soldat sagte zu ihr, dass sie sich ausziehen solle. „Ich fing an zu weinen, fiel auf die Knie und sagte: 'Bitte tun Sie das nicht. Ich bin eine alte Frau.' Mein Gesicht war noch immer geschwollen, vom vielen Weinen.“ Der Soldat sagte dennoch unter Vorhalten einer Maschinenpistole zu ihr: „Oma, zieh dich aus!“ und vergewaltigte sie.


In der Ukraine wurden übrigens laut UN-Bericht Frauen zu Tausenden vergewaltigt. Damit diese sich nicht wehren können, brach man ihnen vorher auch immer wieder die Hände. Die Historikerin Marga Havrysko betonte in der ARD-Sendung, dass die sexualisierte Gewalt nach dem Einmarsch der Russen fast zu einer Epidemie in der Ukraine geworden sei. „Wir sehen sie in allen Gebieten, die vorübergehend von Russland besetzt sind.“

In der oben genannten Sendung relativiert Wagenknecht dann diese Verbrechen der Russen und behauptete, dass die UN-Menschenrechtskommissarin immer wieder darauf hingewiesen, dass auch in diesem Krieg Kriegsverbrechen immer von beiden Seiten begangen würden. Laut dem jüngsten UNO-Bericht sei übrigens der Großteil der verübten Verbrechen den Russen anzulasten, aber es habe auch Fälle in von der Ukraine kontrollierten Gebieten gegeben. „Wenn man sieht, dass Frauen und Mädchen tagelang geschlagen und vergewaltigt werden, dann ist das eindeutig eine militärische Strategie“, betont laut „Bild“ dann auch die UN-Expertin Pramila Patten. Doch Wagenknecht meint in der Sendung nur: „Es ist auch müßig, darüber zu reden, welche Seite mehr Kriegsverbrechen begeht.“

Doch auch die zweite Frau der „Friedensdemo“-Organisation sorgt für viel Entsetzen. Nach der Demo in Berlin ein deutscher Reporter von Phoenix Schwarzer angesprochen und gemeint, dass der Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht doch sehr viel mit Feminismus zu tun habe, da ja ein Kampf gegen Gewalt gegen Frauen  doch feministische Kernanliegen seien. „Die ukrainischen Frauen sind vergewaltigt worden“, so der Reporter und fragte dann Schwarzer, ob sie sich nicht auch für das ukrainische Volk einsetzen möchte, das ja so schwer von der russischen Invasion getroffen wurde? Alice Schwarzer meint dann: „Wer setzt sich mehr als wir hier für das ukrainische Volk ein? Wissen Sie, Waffen töten.“ Zur eigentlichen Reporterfrage meinte sie dann laut „Berliner Kurier“ lapidar: „Reden wir nicht von den vergewaltigten Frauen, reden wir nicht von den traumatisierten Kindern.“

Zurück zu Wagenknecht. Diese hatte 2022 wenige Tage vor Kriegsbeginn am 20. Februar behauptet: „Russland hat faktisch kein Interesse, in die Ukraine einzumarschieren. Wir können heilfroh sein, dass Putin nicht so ist, wie er dargestellt wird. Nämlich ein durchgeknallter russischer Nationalist, der sich berauscht, Grenzen zu verschieben. Wenn das so wäre, dann wäre es tatsächlich so, dann wäre die Diplomatie hoffnungslos verloren."

 

Bei der Sendung wurde aus der Ukraine auch ukrainischer Oberstleutnant aus der blutig umkämpften Frontstadt Bachmut zugeschaltet. Dieser betonte klar: „Wenn wir die Waffen nicht hätten, wären die Russen wahrscheinlich imstande, noch größere Flächen der Ukraine zu erobern.“ Der Offizier betont, dass das ganz klar bedeutet, dass es in der Ukraine noch Tausende mehr Folterkammern, noch Tausende mehr verwaiste ukrainische Kinder sowie in Russland noch Tausende mehr (ukrainische) Gulag-Häftlinge geben würde.

FOCUS-Kommentar:  Die Lügen der Frau Wagenknecht

UPDATE: Im Faktencheck der Sendung "Hart aber fair" teilte die Redaktion am Donnerstag mit, dass mittlerweile ein entsprechender Uno-Bericht bekannt sei, in dem auch sexualisierte Gewalt auf ukrainisch kontrolliertem Gebiet thematisiert werde. Zwar sei der Großteil der verübten Verbrechen den Russen anzulasten, aber es habe auch Fälle in von der Ukraine kontrollierten Gebieten gegeben.

Ein Hinweis: Die Kommentarfunktion ist bei dem Artikel nach wilden Beschimpfungen durch Wagenknecht-Fans geschlossen!

 

 

 


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