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Die verfolgte christliche Iranerin Fatemeh Mary Mohammadi wird mit dem Stephanuspreis geehrt werden

1. März 2023 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Die 24-Jährige gilt als „mutigste Christin“ ihrer Heimat. Mit herausragendem Mut und besonderer Klugheit war es ihr gelungen, via soziale Medien auf ihr eigenes Schicksal sowie das anderer verfolgter Christen im Iran aufmerksam zu machen.


Frankfurt a.M. (kath.net/pm) Für ihren außergewöhnlichen Einsatz ehrt die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen die iranische Bürgerrechtlerin Fatemeh Mary Mohammadi (Foto) mit ihrem diesjährigen Stephanuspreis. Die Auszeichnung wird am 22. April 2023 (Samstag) um 20 Uhr verliehen. Dazu ist ein Festakt im Bonner Gustav-Stresemann-Institut (Langer Grabenweg 68 in Bonn-Bad Godesberg) geplant. Die 24-Jährige gilt als „mutigste Christin“ ihrer Heimat. Nicht nur mit herausragendem Mut, sondern auch mit besonderer Klugheit war es ihr gelungen, via soziale Medien auf ihr eigenes Schicksal sowie das anderer verfolgter Christen im Iran aufmerksam zu machen: Die damalige US-Regierung setzte sich 2020 in öffentlichen Ansprachen bzw. Interviews für sie ein.


Nach dem Abschuss des Ukraine-International-Airlines-Flug 752 durch eine iranische Flugabwehrrakete, den die Verantwortlichen drei Tage lang leugneten, demonstrierte Mohammadi wie Tausende andere gegen die Mullah-Diktatur. Sicherheitskräfte griffen auf dem Azadi-Platz in Teheran brutal zu, nahmen sie fest, misshandelten und erniedrigten sie sexuell. Sie wurde in berüchtigten Kerkern des Teheraner Terrorregimes festgehalten.

Im Alter von 19 Jahren wurde sie erstmals nach ihrem Übertritt vom Islam zum Christentum bei einem Hauskirchentreffen festgenommen und von November 2017 bis Mai 2018 im berüchtigten Evin-Gefängnis eingesperrt. Am 27. Februar 2020 kam sie gegen Zahlung einer Kaution frei – aber sie befand sich noch nicht außer Gefahr. Wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ drohte eine langjährige Haftstrafe. Am 21. Februar 2022 gelang ihr die Ausreise in die USA.

Die Auszeichnung – wie auch die Stiftung – ist nach dem Diakon der christlichen Urgemeinde, Stephanus, benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde. Der Stephanus-Preis wird seit 2006 jährlich verliehen. Zu den Preisträgern zählen Hongkongs ehemaliger katholischer Oberhirte, Kardinal Joseph Zen, der kürzlich für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, die pakistanische Menschenrechtsanwältin Aneeqa Anthony, Jesuitenpater Frans van der Lugt aus dem syrischen Homs, der ein Jahr nach Preisverleihung von radikalislamischen Kämpfern ermordet wurde, sowie die preisgekürte christliche Schauspielerin Demyana Nassar aus Ägypten. Die in Frankfurt ansässige Organisation hilft diskriminierten sowie verfolgten Christen mit Zuschüssen für ihre Verteidigung oder Ausbildung und macht auf Verletzungen der Religionsfreiheit aufmerksam.

Foto: Fatemeh Mary Mohammadi © privat


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Lesermeinungen

 Chris2 1. März 2023 
 

Ich möchte an den muslimischen Gouverneur Salman Taseer erinnern,

der sich damals mutig für die von der Todesstrafe bedrohte Christin Asia Bibi und gegen das Blasphemiegesetz eingesetzt hatte und deswegen ermordet wurde. Falls er noch nicht posthum dafür geehrt wurde, wäre dies wohl auch zu bedenken. Vielleicht ist seine Familie dadurch sogar in Not geriet und könnte ein Stiftungsgeld gut brauchen...
Bekannter ist, dass Minister Shahbaz Bhatti, der einzige Christ im pakistanischen Kabinett, ebenfalls von fanatischen Muslimen ermordet worden war.


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