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Proteste erfolgreich - Bischof Glettler lässt Schweine-Herz-Kondom-Fastentuch abhängen!

21. März 2023 in Österreich, 41 Lesermeinungen
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Doch für den Innsbrucker Bischof dürfte es ein Nachspiel geben. Ein Innsbrucker Gemeinderat kündigt Anzeige gegen den Bischof wegen einen Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung an


Innsbruck (kath.net/rn)

Nach tagelangen Protesten gegen das umstrittene Schweinherz-Kondom-Fastentuch hat der Innsbrucker Bischof Glettler jetzt angekündigt, dass das umstrittene Bild in einer Innsbrucker Kirche am Freitag in einer Woche vorzeitig abgehängt wird, wie kath.net erfahren konnte. In der Tiroler Tageszeitung (TT) wird der Bischof mit folgenden Worte zitiert: "Als ein Zeichen der Versöhnung, abseits der Zurufe von außen, werden wir das Kunstwerk noch vor der Karwoche abhängen."  Fakt ist, dass Glettler mit seinem "Kunstwerk" auch deutlich Kritik seiner Mitbrüder erfahren musste. So hat der Pfarrer von Roppen, Johannes Laichner, laut TT ein schönes Herz-Jesu-Fastenbild in seiner Pfarre aufhängen lassen. Der Priester sieht dies laut dem Zeitungsbericht klar als Kontrastbild zum Bild in der Innsbrucker Spitalskirche. Katholiken hatten nicht nur an der Darstellung eines rohen Schweineherzens Anstoß genommen, sondern auch, dass dieses zur Hälfte in einem Kondom steckt. Unklar bleibt, inwieweit Bischof Glettler die Kritik an dieser Kondomdarstellung überhaupt zur Kenntnis genommen hat.


Doch für Glettler könnte es jetzt noch ein unangehmes Nachspiel geben. Dem Bischof droht nicht nur bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen § 188 StGB ("Herabwürdigung religiöser Lehren") sondern auch eine weitere Anzeige wegen Datenschutzverletzung. Brisant für Glettler: Die Anzeige wird vom Innsbrucker Gemeinderat Gerald Depaoli eingebracht, da der Bischof in einem E-mail an Kritiker sämtliche E-Mail-Adressen von Kritikern öffentlich gemacht hat. Damit dürfte Glettler möglicherweise gegen die österreichische Datenschutzgrundverordnung verstoßen haben. Depaoli rät allen Betroffen jetzt zu einer Anzeige. Er selber kündigt an, seinen Anwalt mit der Anzeige zu beauftragen.


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