Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  4. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  5. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  6. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  7. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  8. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  9. Viel Lärm um nichts?
  10. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  11. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  12. "Derselbe Polarstern"
  13. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Warum nicht auch bei uns ein Herzschlag-Gesetz?

18. Mai 2023 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Warum fordert die katholische Kirche, die sich ansonsten um jede Randgruppe derzeit aufreibt, nicht ein Herzschlag-Gesetz für diese riesige Randgruppe? - Ein Gastkommentar von Dr. Christina Agerer-Kirchhoff, Arbeitsgemeinschaft Lebensrecht München


München (kath.net)

In den US-Bundesstaaten Ohio und Florida gibt es seit einiger Zeit einige beeindruckende neue Gesetze zum besseren Schutz des ungeborenen Kindes. So die z.B. die Heartbeat Bill.  Etwa ab den 21. Tag nach der Befruchtung pumpt nämlich das winzige Herz schon embryonales, völlig eigenständig produziertes Blut durch den unscheinbaren Gewebekomplex, der sich in rasender Entwicklung in wenigen Wochen ausformt zu einem als menschliches Kind erkennbaren Organismus. Ab spätestens der 6. Schwangerschafts-woche sind diese Herztöne des Kindes für Mutter und Arzt darstellbar und hörbar. Das deutliche, intensive und schnelle Pochen des kindlichen Herzschlages überzeugt auch den Ungläubigsten: Hier schlägt ein kleines menschliches Herz! Was sonst?  In diesen US-Staaten ist nun die Tötung des Ungeborenen nicht mehr erlaubt, wenn der Herzschlag hörbar ist. Ärzte werden verpflichtet, diesen Herzschlag bei der Untersuchung der Schwangeren zu Gehör zu bringen, ansonsten droht ihnen Strafe.


Es ist daher nicht einzusehen, dass sich Kirche und Lebensschützer hier nicht mehr als bisher aus dem Fenster lehnen! Warum reagieren wir immer nur? Warum agieren wir nicht gerade in der Frage der vorgeburtlichen Tötung von Kindern, anstatt immer nur zu re-agieren auf grauenhafte “Reformvorhaben“? Warum bezahlen wir brav – wie es der Gesetzgeber vor Jahrzehnten festgelegt hat – mit unseren Steuern die Abtreibungen?  Die Krankenkassen machen ja nur die Arbeit, sie bekommen sogar die Verwaltungsarbeit der Abrechnungen und Bezahlungen erstattet: Das gesamte Geld wird dann vom Staat an die Krankenkassen wieder ausgezahlt! Wir alle, jeder von uns, bezahlt die Tötungen! Wir alle ersparen verantwortungslosen Erzeugern die Alimente! Wir alle finanzieren die Tötung eines unerwünschten Erben!

Wäre es nicht eine sinnvolle Forderung, wenigstens ab dem hörbaren Herzschlag des Kindes die staatliche Finanzierung ganz einzustellen?

Damit könnten meiner Meinung nach die Abtreibungen deutlich reduziert werden.

Derzeit aber fordern Regierungsvertreter sogar die völlig kostenlose Abtreibung für alle! Und auch noch bis deutlich über die bisherige gesetzliche Grenze von 12 Wochen hinaus.

Richtig ist aber etwas ganz anderes: Wenn die Kindseltern oder auch die Großeltern des bedrohten Ungeborenen ihren eigenen Geldbeutel aufmachen müssten, um das Blutgeld hinzuzählen – würden nicht dann vielleicht viele nachdenken, zögern?

Auch das Wissen um die eigene Finanzierungspflicht der Tötung könnte sich auf das Sexualverhalten von Menschen moderierend auswirken: Hätte man doch nicht so leicht die Rückversicherung einer unkompliziert möglichen und kostenfreien Abtreibung im Hinterkopf!

Der Erzeuger spart sich den gesamten Unterhalt für das Kind, er entscheidet sich für den Tod; so kann er doch wenigstens die 500-700 € für die Tötung seines Kindes selbst berappen! Er soll sich auch – das ist unsere Hoffnung als Christen – an diese verwerfliche Handlung direkt erinnern! Nur so kann er umkehren für später. Heute allerdings muss er nur die Frau zur Tötungsstätte bringen und dann auf den Anruf hin oben in der Praxis sie wieder abholen nach dem Eingriff!

Die Leute hierzulande sind sogar indirekt exkulpiert: Es wird ja alles bezahlt, das kann doch nicht unrecht sein, mach doch keinen solchen Zirkus, es kostet dich ja nichts!

Warum fordert die katholische Kirche, die sich ansonsten um jede Randgruppe derzeit aufreibt, nicht ein Herzschlag-Gesetz für diese riesige Randgruppe der mehr als 100 000 pro Jahr getöteten ungeborenen Kinder?  Warum gehen wir nicht ein wenig in die Offensive?

 

Video-Kurz-Vortrag aus der Sicht einer Biologin: „Wann ist der Mensch ein Mensch? und Vortrag: „Werden Sie Lebensschützer!“ beim kostenfreien Internetfernsehen http://www.bonifatius.tv

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 20. Mai 2023 

Traurige Realität, aber praktischer Vorschlag

Danke für den Beitrag! "Auch das Wissen um die eigene Finanzierungspflicht der Tötung könnte sich auf das Sexualverhalten von Menschen moderierend auswirken: Hätte man doch nicht so leicht die Rückversicherung einer unkompliziert möglichen und kostenfreien Abtreibung im Hinterkopf!" so traurig es ist, dass erst die Finanzen srechen müssen, ehe man das Leben schützt - es ist die Realität und ein praktischer Vorschlag.


0
 
 lakota 19. Mai 2023 
 

Warum...

"Warum fordert die katholische Kirche, die sich ansonsten um jede Randgruppe derzeit aufreibt, nicht ein Herzschlag-Gesetz für diese riesige Randgruppe der mehr als 100 000 pro Jahr getöteten ungeborenen Kinder?"

Ganz krass gesagt, weil sie feige ist!
Weil sie Angst vor dem Mediensturm hat, der dann sicher losbräche.


1
 
 Carolus 18. Mai 2023 
 

Weil gegen Naturrecht

Menschliches Leben ist von Anfang an schutzbedürftig, nicht erst nach ein paar Wochen. Besser den Eltern/der Mutter mit staatlichen Mitteln helfen, als abzutreiben!


1
 
 Chris2 18. Mai 2023 
 

Weil die Mehrzahl der Bischöfe

nachweislich nicht mehr katholisch ist (Selbstouting durch das Abstimmungsverhalten beim syndodalen Weg). Es werden nicht viele übrigbleiben (vermutlich vor allem bayrische Bischöfe), wenn sich die Kirche hierzulande wieder neu aufstellt. Aber wenn Rom nur lange genug mit den überfälligen Bischofsernennungen wartet, ist eh die Hälfte der Bischofsstühle unbesetzt...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  15. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz