Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Zwischen Auflösung und Versteinerung
  2. Wenn Bischof Bätzing 'sich selbst' interviewt, dann ist 'Jesus' kein Thema
  3. "Faule Früchte des Synodalen Wegs zeigen sich in Bischof Bätzings sexualpädagogischen Leitlinien"
  4. Lasset uns austreten!
  5. Papst Franziskus fordert Ende des "fossilen Zeitalters"
  6. Zölibat ist nicht schuld! – Auch Ständige Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten fehlen verstärkt
  7. "Man darf nichts mehr schreiben, was andere kränkt, verletzt oder verstört"
  8. Papst: Kardinal Zuppi soll zwischen Moskau und Kiew vermitteln
  9. Papst: Kirche soll sich aufs Wesentliche konzentrieren
  10. Papst Franziskus hat Fieber
  11. "Klima-Chaoten" werden immer radikaler - Jetzt Angriff auf Übergewichtige
  12. Wie kann man sich gegen eine Pfarraufhebung zur Wehr setzen?
  13. Regenbogen, Genderstern und "in allem bunt"
  14. Die Ehre Mariens verteidigen
  15. Geboren, getauft, gefirmt, verstorben – Siamesische Zwillinge hatten ein kurzes Leben voller Liebe

Heidi Crowter, 28-Jährige mit Downsyndrom, geht vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof

19. Mai 2023 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Friseurin mit abgeschlossener Lehre klagt gegen britische Regierung wegen Diskriminierung - „Das derzeitige Gesetz sendet Menschen mit Down-Syndrom wie mich die Botschaft, dass wir weniger wertvoll sind als andere. Das ist weder wahr noch richtig“


Straßburg (kath.net/pl) Heidi Crowter erhebt am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage gegen die britische Regierung wegen Diskriminierung. Verfahren und Urteil könnten gesamteuropäischer Wirkung haben. Crowter hat angekündigt, dass sie wegen des aktuellen diskriminierenden Abtreibungsgesetzes klagen wird. Das gab die Menschenrechtsorganisation „Don´t screen us out“ bekannt. Dieser Klage waren bereits Klagen in Großbritannien vorausgegangen, bei denen Crowter nicht recht bekommen hatte.

In ihrem aktuellen Statement schreibt Crowter dazu:

 „Im Jahr 2023 leben wir in einer Gesellschaft, in der behinderte Menschen nach der Geburt gleichwertig sind, jedoch nicht im Mutterleib. Unser Gesetz sondert Babys mit Behinderungen aus. Darin heißt es, dass Babys nach 24 Wochen nicht mehr abgetrieben werden dürfen, wenn bei ihnen keine Behinderung festgestellt wird. Wenn bei einem Baby jedoch ein Down-Syndrom festgestellt wird, kann es bis zur Geburt abgetrieben werden. Das ist das aktuelle Gesetz im Vereinigten Königreich und ich halte das für nicht fair.


Dieses Gesetz sendet Menschen mit Down-Syndrom wie mich die Botschaft, dass wir weniger wertvoll sind als andere. Das ist weder wahr noch richtig.

Der UN-Komitee für die Rechte von Menschen mit Behinderungen sagte kürzlich, dass das Vereinigte Königreich sein Abtreibungsgesetz ändern sollte, um sicherzustellen, dass Menschen wie ich nicht wegen unserer Behinderungen ausgewählt werden, aber die Regierung hat das Gesetz nicht geändert.

Ich und andere Mitglieder der Down-Syndrom-Gemeinschaft haben sich also entschlossen, die Gesetzesklausel loszuwerden, und jetzt bringen wir unseren Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Ich habe ein tolles Leben. Ich möchte, dass jedes Baby mit Down-Syndrom die gleiche Chance hat, zu leben und sein Leben zu genießen.

Ich hoffe, wir gewinnen. Menschen sollten wegen ihrer Behinderungen nicht anders behandelt werden, es ist eine echte Diskriminierung.“

Crowter selbst hat eine abgeschlossene Lehre als Friseurin und arbeitet in ihrem Beruf, außerdem betreut sie den Social-Media-Kanal des Friseursalons und arbeitet gern mit Kindern. Sie hat ihre Autobiographie geschrieben, sie ist verheiratet und lebt mit etwas Unterstützung ein selbständiges Leben. Seit sechs Jahren ist sie unterwegs als Menschenrechtsaktivistin im Kampf für die Rechte von Behinderten, dabei wird sie von einem Anwaltsteam unterstützt. Die BBC zählt 2022 die Trägerin des Downsyndroms Heidi Crowter zu den 100 inspirierenden Frauen weltweit, kath.net hat berichtet.

Crowter wird in ihrem Kampf für Gerechtigkeit auch von Máire Lea-Wilson/London unterstützt, deren dreijähriger Sohn Aidan Träger des Down-Syndroms ist. Máire Lea-Wilson wurde unter Druck gesetzt, eine Abtreibung vorzunehmen, als eine Untersuchung in der 34. Schwangerschaftswoche (!) ergab, dass ihr Sohn das Down-Syndrom hatte.

Hintergrund: In Großbritannien sind bei Diagnose Down-Syndrom Abtreibungen bis direkt zur beginnenden Geburt erlaubt. Derzeit gilt in England, Wales und Schottland gilt in der Regel für eine Abtreibung die allgemeine Frist von 24 Wochen. Wenn das Baby jedoch eine Behinderung hat, einschließlich Down-Syndrom, Lippenspalte oder Klumpfuß, ist die Abtreibung sogar bis zur Geburt legal. Die Tendenz zu Spätabtreibungen nach der 24. Schwangeschaftswoche bei Behinderung ist in Großbritannien steigend, im Jahr 2021 wurde aus diesem Grund das Leben von 274 Kindern beendet. Auch die behindertenspezifischen Abtreibungen vor der 24. Schwangerschaftswoche werden häufiger, 2021 gab es 3.370 solcher Tötungen ungeborener Kinder, ein Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Speziell bei der Diagnose Downsydrom stieg der Anteil der Abtreibungen in allen Phasen der Schwangerschaften erschreckend an.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Paddel vor 6 Tagen 

Vergelts Gott Mrs Crowter!


0
 
 czmy 20. Mai 2023 
 

Das ist der richtige Weg

Diese Diskriminierung findet auch bei uns in DEU statt.
Babies mit möglichen Behinderungen können auch bei uns bis kurz vor der Geburt abgetrieben, d.h. getötet werden - und das sogar ohne den sonst erforderlichen Beratungsschein.
Deshalb werden bei uns auch kaum noch Kinder mit Down-Syndrom geboren; wir entdecken sie rechtzeitig und töten sie. Und das nennen wir dann auch noch "liberale" Gesellschaft.


0
 
 Bessi 19. Mai 2023 
 

Ja das ist sehr gut das diese Frau sich so einsetzt. Es ist nicht nur in England so problematisch wie sie schildert sondern auch hier bei uns in Deutschland. und das nicht nur bei Downsyndrom sondern allgemein wer Behindert ist der hat sehr schlechte karten um eine Arbeitsstelle zu bekommen Die Firmen kaufen sich liebe frei als jemanden der nicht so fit Behindert ist einzustellen


2
 
 lekasdänigger 19. Mai 2023 
 

das finde ich foll guud wen ihr auch Menchen mit hendikäp underschdüzt den wir haben sonst so fiele nachdeile. ich hofe das heidi recht bekomt!


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net!
  2. kath.net-Wallfahrt nach Medjugorje - Oktober 2023
  3. Geboren, getauft, gefirmt, verstorben – Siamesische Zwillinge hatten ein kurzes Leben voller Liebe
  4. Lasset uns austreten!
  5. Wie kann man sich gegen eine Pfarraufhebung zur Wehr setzen?
  6. Zwischen Auflösung und Versteinerung
  7. Wenn Bischof Bätzing 'sich selbst' interviewt, dann ist 'Jesus' kein Thema
  8. Papst Franziskus hat Fieber
  9. "Faule Früchte des Synodalen Wegs zeigen sich in Bischof Bätzings sexualpädagogischen Leitlinien"
  10. 1.167 Beichten in 65 Stunden
  11. Deutschland: Syrische Brüder wollten volle Kirche sprengen
  12. 'Schlechtes wird überbetont, Gutes nicht kommuniziert und letztlich Gott ausgeblendet'
  13. Zölibat ist nicht schuld! – Auch Ständige Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten fehlen verstärkt
  14. Regenbogen, Genderstern und "in allem bunt"
  15. UMFRAGE: Menschen in Deutschland und Österreich haben genug von der Politisierung der Kirchen!

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz