Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  10. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Kardinal Gambetti vollzieht Bußritus für geschändeten Papstaltar des Petersdoms

4. Juni 2023 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gambetti bei Bußritus für Confessioaltar: „Wir sind hier, um dem Herrn zu sagen: ‚Wir erkennen, dass diese Strukturen der Sünde das persönliche Handeln und das Handeln der Gesellschaft bedingen‘ und ‚Herr, wir bitten dich um Vergebung.‘ Reinige uns‘“


Vatikan (kath.net/pl) „Es ist tröstlich zu wissen, dass Kardinal Gambetti heute in der Petersbasilika einen Bußritual zelebriert hat, nachdem der nackte Demonstrant auf dem Papstaltar gestanden hatte.“ So kommentiert die US-amerikanische Kunsthistorikerin und Autorin Elizabeth Lev auf Twitter den Bußritus, den Kardinal Mauro Gambetti am Samstag um 12 Uhr zelebriert hatte, wie das Presseamt des Vatikans bestätigte. Nach Darstellung von „Vatican News“ hatten an diesen Bußritus die Kanoniker des Peterskapitels sowie Gläubige teilgenommen. Gambetti ist Generalvikar des Papstes für die Vatikanstadt, er ist Erzpriester des Petersdoms sowie der Präsident der St. Peter-Dombauhütte.

Zu Beginn dieses Wortgottesdienstes war der Altar ungeschmückt als Zeichen der Buße, berichtete „Vatican News“ in seiner italienischsprachigen Ausgabe. Kardinal Gambetti erläuterte in der Einleitung zunächst den Sinn der Feier: „Wir sind hier versammelt, um erneut unseren Glauben zu bekennen und um Barmherzigkeit zu bitten“, sagte er. Dann fand die schlichte Liturgie statt. Gambetti sagte in der Predigt: „Es ist die Struktur der Sünde, von der Johannes Paul II. sprach, die den Krieg, die Kriege, anheizt“, eine „Struktur der Sünde, die sich in unseren Gesellschaften“ verbreite, nicht zuletzt durch den starken Individualismus. „Es ist auch diese Struktur der Sünde, die dazu führt, dass ein Mensch, der sich vielleicht nicht gehört fühlt, auf die Armut der Welt aufmerksam machen möchte, etwa auf die Situationen, in denen die Kinder der Ukraine leben“, der dann denkt, dass man ihm vielleicht zuhöre, wenn er hier am Confessioaltar eine unangemessene, wirklich unangenehme Geste mache, so wie es neulich passiert sei. Dann bat Kardinal Gambetti Gott um Vergebung für die Sünden der Menschen: „Wir sind hier, um dem Herrn zu sagen: ‚Wir erkennen, dass diese Strukturen der Sünde das persönliche Handeln und das Handeln der Gesellschaft bedingen‘ und ‚Herr, wir bitten dich um Vergebung.‘ Reinige uns. Reinige uns.‘“


Die Liturgie wurde mit dem Credo fortgesetzt, dann wurden nach der Segnung des Weihwassers Bußlitanereien gesungen und der Altar besprengt. Dann begannen zwei Ordensfrauen der Töchter des Heiligen Josef (diese sind verantwortlich für alle Altäre des Petersdoms), den Altar wieder zu schücken, indem sie das große Altartuch auf ihn legten sowie Kerzen, Kreuz und einige Blumen aufstellten. Der Kardinal inzensierte den Altar. Dann betete die Gottesdienstgemeinde das Vaterunser, der Kardinal erteilte den Schlusssegen und zog nach dem gemeinsamen Save Regina aus.

Elise Ann Allen, Chefkorrespondentin des US-amerikanischen katholischen Nachrichtenmagazins „Crux“ kommentierte: „Der Vorfall vom Donnerstag hat Sicherheitsbedenken und Zweifel an der Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen des Vatikans aufkommen lassen. Denn der Mann hatte Zeit, sich völlig auszuziehen und unbemerkt auf den Altar zu klettern, bevor schließlich der Alarm ertönte – und es handelt sich um den jüngsten Sicherheitsverstoß in einer längeren Reihe neuerer Sicherheitsverstöße.“

Der nackte Mann russischer Herkunft und mit polnischer Staatsangehörigkeit hatte auf seinem Rücken mit Filzstift die Aufschrift „Rettet die Kinder der Ukraine“. Der – Medienberichten zufolge – stark depressive Mann widersetzte sich nicht, als er von den Sicherheitskräften vom Confessio-Altar heruntergeholt und angezogen wurde (siehe Link). Die vatikanischen Behörden übergaben ihn an die italienische Polizei, diese ordnete an, dass er das italienische Hoheitsgebiet verlassen muss.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz