Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Uns gehen die Helden von der Fahne
  2. DBK-Vorsitzender Bätzing: „Ungeborene Kinder im Mutterleib brauchen eine starke Lobby“
  3. Nuntius Eterović: „Gott erschuf den Menschen als sein Bild … Männlich und weiblich erschuf er sie“
  4. Bischof Oster bei DBK: „Die Polarisierungen wurden stärker“
  5. Bischof Bonnemain lässt die 'Schweizer Katze' aus dem Sack
  6. Deutsche "Kirchenreform" könnte zur Spaltung der Kirche führen
  7. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’
  8. Erzbischof Koch bei DBK: „Geben wir Gott bewusst in allem, was wir tun, die Ehre?“
  9. Geyer/FAZ beschreibt Grundhaltung von Fernández/Glaubenskongregation: „Mein Papst hat immer recht“
  10. Katholischer Bischof von Erfurt: Reli-Lehrer dürfen keine AfD-Mandatsträger sein
  11. Eine Geschichte in der Geschichte. Abwarten, wissend um das Unkraut, hoffend und wartend in Geduld
  12. Beten für die Synode - Offizielle Texte liegen auf Deutsch vor
  13. Wer schenkt dem Generalvikar von Essen ein Lächeln und ein Kollarhemd?
  14. Der Fuldaer Bischof Michael Gerber ist neuer stellvertretender Vorsitzender der DBK
  15. Schneider in Rom bangen um rote Seide für Kardinalsgewänder

Comeback einer katholischen Schriftstellerin: Werke von Antonie Haupt (*1853) werden neu aufgelegt

19. Juni 2023 in Buchtipp, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Stets präsent blieb ihr die Verfolgung auf Grund religiöser Überzeugung. Hier ist besonders die Verhaftung eines Freundes ihres Vaters zu nennen, nämlich die des Trierer Bischofs Matthias Eberhard.“ Gastbeitrag von Elmar Lübbers-Paal


Hildesheim (kath.net) „Hexe und Jesuit“ heißt ihr Friedrich-Spee-Roman über den Hexenanwalt, „Maria, die Katholische“ beschreibt die englische Königin Maria Tudor, die zumeist als „Bloody Mary“ verschrien ist. Die Erzählung „Der heilige Rock“ nimmt die Überführung der Trierer Herrenreliquie in den Blickpunkt. Diese und weitere Veröffentlichungen brachte vor etwa 130 Jahren die 1853 in Trier geborene und in Hannover 1932 verstorbene Antonie Haupt heraus. Inzwischen sind mehrere ihrer Werke wieder aufgelegt worden. Warum man sich auch heute wieder mit diesen historischen Schriften beschäftigen sollte, beschreibt die Theologin und Publizistin Dr. Barbara Stühlmeyer in einer 5-Sterne-Rezession für „Hexe und Jesuit“: „Die beeindruckende Frauengestalt des 19. Jahrhunderts war Schriftstellerin, sie arbeitete unter Pseudonym und konnte, was erstaunlich und für heutige Autorinnen von Romanen und Erzählungen höchst motivierend ist, von ihrer Hände Werk leben. Ihre Werke waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert weithin bekannt und sind heute weitgehend vergessen. Zu Unrecht. Ihr ruhiger Erzählstil und ihre fein gezeichneten Charaktere bieten eine angenehme Lektüre mit einem gleich doppelten Zeitreiseeffekt. Denn wer Haupts Erzählungen und Romane, die häufig, wie dies im 19. Jahrhundert schon ebenso im Trend lag wie heute, historischer Natur sind, liest, taucht zum einen in die Vergangenheit ein, die sie in wohlgesetzten Worten lebendig zu machen versteht, zum anderen aber – und dies ist der Vorteil der zeitversetzten Lektüre, in die Zeit von Viktorine Endler, deren Denken ihren Erzählstil ebenso prägt wie ihre Rezeption der Stoffe, die sie behandelt.“ Anlässlich der Neuauflage von „Hexe und Jesuit“ meint die Theologin in ihrer Rezession weiter: „Haupts Erzählung macht die Verquickung von naiver Rachlust, Angst vor der Obrigkeit ebenso wie den Untertanen und den Möglichkeiten ruhiger geistvoller Argumentation deutlich. Daraus kann man auf jeden Fall lernen und schon dieser Effekt macht das Buch zu einem Gewinn für unsere Zeit“.

Der Herausgeber der Neuauflagen hat für die treu-katholische Literatur sogar evangelische Prominente als Vorwortschreiber gewinnen können. Zuletzt einen Nachkommen des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II., Paul Wilhelm Prinz von Preußen. Grund genug, sich mit Leben und Werk der frommen Heimatschriftstellerin Antonie Haupt auseinanderzusetzen, die vor 170 Jahren geboren wurde:

Die Schriftstellerin Antonie Haupt – späteres Schriftsteller-Pseudonym - wurde als erste von zwei Töchtern der Eheleute Dr. Ludwig Joseph Bleser und Anna Maria Elisabeth geboren. Der Vater meldete die Erstgeborene beim Standesamt mit dem Namen „Philippine Victorine Anna“ an. Dabei handelte es sich bei „Philippine“ um den Vornamen der Großmutter und „Anna“ den der Mutter. So wurde Viktorine ihr Rufname.


Als das Geburtshaus gilt das im zweiten Weltkrieg zerstörte Haus Nummer 250 in der Brückenstraße in Trier. Dies lag in der Nähe der Arbeitsstelle des Vaters – des Landesarmenhauses.

Sechs Tage nach der Geburt wurde Viktorine in der Pfarrkirche St. Antonius getauft. Die Großmutter mütterlicherseits, Philippine aus dem Ort Moselkern, wurde ihre Taufpatin.

Gut zwei Jahre später, am 16. Oktober 1855, wurde Viktorines Schwester Maria geboren. Beide Schwestern wuchsen unter der liebevollen Führsorge ihrer Eltern auf. Der Vater, Dr. Bleser, vermittelte ihnen dabei eine gute umfassende Bildung und achtete auf eine das Interesse der Kinder weckende Kulturvermittlung.

Spätestens als der Vater nicht nur als niedergelassener Arzt (seit 1844) praktizierte, sondern leitender Arzt am Landesarmenhaus wurde und eine geräumige Dienstwohnung mit 12 Zimmern im Landesarmenhaus bezog, war es möglich, seine Büchersammlung, die mit 40.000 Bänden eine der größten Privatsammlungen in Deutschland gewesen sein dürfte, aufzustellen. Die Bücher wurden rege benutzt. Dabei kristallisierte sich bei Viktorine eine besondere Vorliebe für Heimatgeschichte und Geographie heraus. Der Vater war ein großes Vorbild für die Kinder – besonders in der tätigen Nächstenliebe. So verarztete Dr. Bleser alle Armen der Umgebung kostenlos.

Beide Mädchen besuchten die höhere Töchterschule. Von Victorine wissen wir, dass sie zunächst Assistentin ihres Vaters wurde. Während dieser Zeit bemerkte der Vater, dass Victorine gern und gut schrieb. So wünschte er, dass sie einmal Schriftstellerin würde.

Zur Ferienzeit besuchte sie oft und gern die Großmutter Philippine (+ 3.9.1864) in Moselkern. Von ihr erfuhr sie hauptsächlich die vornehme französische Erziehung. In Moselkern, wo sich oft Maler der Düsseldorfer Schule aufhielten, wurde auch ihr Interesse für die Malerei geweckt. Ihr Vater sah es durchaus mit Wohlwollen und versprach ihr den Besuch der Kunstakademie. Doch ihre starke Beanspruchung als Assistentin des Vaters erlaubte es zeitlich nicht.

Eine weitere Gabe, die in ihrer Vita oft unbeachtet bleibt, war das Singen. Freude und Gelassenheit erfuhr sie in geselligen Runden des Bekanntenkreises, und auch manche Teilnahme an Fastnachtsbällen im Casino sind bekannt.

Zu den traurigen Ereignissen, die sie durchlebte, gehörten die Kriege von 1864,1866 und 1870. In dieser schweren Zeit sah sie viele Gefangene und Notleidende.

Ein besonderes Ereignis blieb ihr stets präsent: die Verfolgung auf Grund religiöser Überzeugung. Hier ist besonders die Verhaftung eines Freundes ihres Vaters zu nennen, nämlich die des Trierer Bischofs Matthias Eberhard. Diese prägende Zeit des Kulturkampfes festigte in der jungen Frau den überlieferten Glauben.

Die Welt schien für Frau Bleser und die beiden Töchter zusammenzubrechen, als Dr. Bleser in der Ausübung seiner ärztlichen Tätigkeit – bei Hausbesuchen – einen völlig unerwarteten Herzschlag erlitt. Die Bewohner Triers trauerten mit den Angehörigen. Nach dem Tod des verehrten Vaters, wurden sowohl Viktorine als auch Maria Schriftstellerinnen. Viktorine nannte sich Antonie Haupt (der heilige Antonius von Padua war ihr Lieblingsheilige; „Haupt“ war der ursprüngliche Familienname der geliebten Großmutter) und ihre Schwester Maria wählte sich das Pseudonym Alinda Jacoby (Geburtsname der Mutter).

Auf Anraten einer Freundin zeigte Viktorine ihr Manuskript „Ein adliger Sproß“ Kaplan Friedrich Dasbach (*9.12.1846 +11.10.1907), der gerade die „Trierische Landeszeitung“, die Paulinus-Druckerei und das Paulinusblatt gegründet hatte. Kaplan Dasbach war sehr von dem Können Antonie Haupts angetan und veröffentlichte ihre erste Novelle in der „Landeszeitung“. Zu Dasbach, der sie förderte und ihr Mut machte, hatte sie stets ein freundschaftliches Verhältnis. Man darf annehmen, dass Dasbach für Viktorine sowohl als Priester in der schweren Zeit des Kulturkampfes – ihm wurde zunächst die Erteilung des Religionsunterrichts und später jeder priesterliche Dienst verboten –, als auch später als Reichstagsabgeordneter, ein kämpferisches Vorbild für die gute Sache war.

Vieles hatten die Mädchen des Dr. Bleser gemein. Nicht nur, dass sie beide Schriftstellerinnen wurden und sich besonders um das katholische Schrifttum der damaligen Zeit verdient gemacht hätten; nein, sie heirateten sogar am gleichen Tag. Die Doppelhochzeit fand am 27. Tag des Wonnemonats 1887 in der St. Antonius Kirche, die von Kindheitstagen an ihre Pfarrkirche war, statt. Maria heiratete den Fabrikanten Krug aus Mainz und Victorine ehelichte den Kaufmann Bernhard Endler aus Hannover.

Die heute noch im Besitz ihres Großneffen befindlichen Briefe sind Zeugnisse, dass es sich bei Viktorines Ehe um eine ganz und gar liebevolle und harmonische Bindung handelte. Sie unterstützten sich gegenseitig und waren vereint in ihrem Tun zum Wohle der katholischen Sache. Für seine Verdienste im kirchlichen Leben (z.B. Einsatz für katholische Vereine) bekam der Kaufmann Endler von S.H. Papst Benedikt XV. 1921 das goldene Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ verliehen. Damit war er der erste Hannoveraner Bürger, dem diese hohe Ehre zuteil wurde.

Das Haus der Familie Endler in der Schillerstraße 39a in Hannover galt stets als gastfreundschaftlich; Gästen wurde gern ein guter Tropfen Moselwein angeboten.

Die Geburt ihrer einzigen Tochter Antonie war das große Glück der Eheleute. Viktorines Ehemann verstarb mit knapp 67 Jahren unerwartet am 17. Mai 1923. Es ist bezeugt, dass Viktorine Endler nahezu täglich das Grab ihres Mannes auf dem Friedhof in Hannover-Stöcken besuchte. Ihre Schwester Maria – Schriftstellerin Alinda Jacoby – ging ihr am 15. Mai 1929 auch in die Ewigkeit voraus.

Nach kurzer Krankheit verstarb Viktorine, im 80. Lebensjahr, am 29. Januar 1932. Ihre letzte Ruhestätte fand sie ebenfalls auf dem Stöckener Friedhof an der Seite ihres teuren Gatten. Der Grabstein wurde von der befreundeten Künstlerin Hildegard Domizlaff aus Köln mit der Darstellung einer Pieta gefertigt.

Die einzige Tochter Victorines, Antonie Endler, die das Andenken ihrer Eltern stets hochgehalten hatte, starb am 1. Juni 1970 unverheiratet in Hannover.

Das Grabmal wurde 1990 aufgegeben und eingeebnet. Das Grab der Familie Endler befand sich auf dem Grabfeld 28 C, Platz 33/34. Heute ist das Grabfeld Grünfläche und wird nicht wieder überbestattet.

Ihre Heimatstadt Trier ehrte Antonie Haupt mit einer Straße auf ihren Namen in den 1950er Jahren, die auch heute noch „Antonie-Haupt-Straße“ heißt. 2012 widmete die Stadt Hannover der verdienten Autorin im Stadtteil Ricklingen einen Weg.

Vorliegender Text versteht sich als Zusammenfassung von mündlichen und schriftlichen Quellen über das Leben der Schriftstellerin Antonie Haupt.
Hinweise zum Leben der Schriftstellerin, die hier zum Teil verwendet wurden, befinden sich in folgenden Werken:
„Trierer Biographisches Lexikon“ (Wissenschaftlicher Verlag Trier) Hrsg. Heinz Monz
„Rheinland-Pfälzische Personendatenbank“
„Lexikon deutscher Frauen der Feder“, Band 1, Berlin 1898., Seite 190-191

Bisher wiederaufgelegte Werke von Antonie Haupt:

Unter dem Kreuzesbanner
Zehn historische Erzählungen
Fe-Medienverlag, 2009
(originalgetreue Übertragung des Werkes von 1913)
ISBN 978-3-939684-54-1

Bernward von Hildesheim / Das goldene Dach zu Hildesheim
Zwei Erzählungen, Olms Verlag, Hildesheim, 2013
296 Seiten mit 11 Abbildungen, Paperback
ISBN 978-3-487-14269-2

Hexe und Jesuit
Leben und Werk des „Hexenanwalts“ Friedrich Spee, Eifeler Literaturverlag, 2021
(originalgetreue Übertragung des Buches von 1893)
ISBN 978-3-96123-014-3

Maria, die Katholische - das vereitelte Gesicht der „Bloody Mary“
Amazon kdp, 2023
(originalgetreue Übertragung des Buches von 1903)
ISBN 979-8388641182

Der heilige Rock
Historische Erzählung, wie das Gewand Christi nach Trier kam
Amazon kdp, 2023
(originalgetreue Übertragung der zweiten Auflage von 1933)
ISBN 979-8394248672

Foto Viktorine Endler © Wikipedia/gemeinfrei


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Paddel 19. Juni 2023 

Habe gerade drei Bücher von Antonie Haupt bestellt. Danke.


0
 
 Zeitzeuge 19. Juni 2023 
 

Im Link die Rezension des Fachhistorikers Rudolf Lill (1934-2020)

perspectivia.net/servlets/MCRFileNodeServlet/ploneimport4_derivate_00008415/lill_kulturkampf.pdf


0
 
 Zeitzeuge 19. Juni 2023 
 

Es ist nicht meine Absicht hier über den "Kulturkampf" in eine

(nach meinen Erfahrungen fruchtlose) Diskussion
einzutreten, daher im Link eine kurzen Info sowie
ein Hinweis auf folgende (antiquarisch lieferbare)
Bücher:

Grundlegende Materialsammlung auch heute noch von

J.B. Kißling: Geschichte des Kulturkampfesn im
Deutschen Reich, 3 Bde., 1911-13

K. Kammer: Trierer Kulturkampfpriester (1926)

Es folgt noch die Verlinkung einer wichtigen
Rezension von Rudolf Lill zum Thema.

www.arenberg-info.de/htm/Kulturkf.htm


0
 
 Ulrich Motte 19. Juni 2023 
 

Coburger

Über Jahrhunderte wurde Protetanten wie Katholiken die jeweils andere Konfession aufgezwungen. Dagegen wandten sich schon im 16. und 17. Jahrhundert von beiden Konfessionen verfolgte evgl. Freikirchen. Uneinigkeit entsteht durch Freiheitsgebrauch immer: Solche Uneinigkeit verwirklicht Menschenrechte. Wo sich Protestanten ( Iberien etwa) oder Katholiken (Skandivien) der staatlichen Willkür allermeist beugten, gab es weder Uneinigkeit noch militärische Kämpfe, die es bei Freiheit ja auch nicht gegeben hätte. Kulturkämpfe gab es in (rein) katholischen wie (rein) evangelischen Ländern und gegen beide Konfessionen. In Deutschland standen dabei "Progressive" beider Konfessionen gegen "ihre" Konservativen. Ein katholische Premier Bayerns (und Kardinalsbruder) stellte den ersten Antrag im Kulturkampf, vom katholischen Malteseradelsorden trennte sich eine Kulturkämpfervereinigung, der katholische Oberpräsident Westfalens führte den Kampf dort, den konservative Protestanten/Parteien ablehnten.


1
 
 Coburger 19. Juni 2023 
 

@Ulrich Motte

Gegen ihren Willen wurden vielen Katholiken im 16. und 17. Jahrhundert der Protestantismus aufgezwungen. Der Protestantismus war von Beginn an häretisch, glaubens-und lehrfeindlich und spaltete Länder und Völker. Durch den Machtwillen von selbstherrlichen "Theologen" und Herrschern wurden Deutschland und Europa in Uneinigkeit und in Kämpfe geführt.
So weit mir bekannt, hatten sich bspw. die Katholiken im Rheinland die Preußen als Beherrscher ab 1815 ff. nicht freiwillig ausgesucht, auch Napoleon vorher nicht. Die Einstellung war: weder Preußen noch Franzosen.
Mit der Verdrängung Österreichs und der Habsburger aus dem Reich i.J. 1866 fühlten sich manche Protestanten offenbar dazu ermächtigt, die Katholiken auf die Stufe von drittklassigen Bürgern herabzustufen zu sollen.


0
 
 Ulrich Motte 19. Juni 2023 
 

Die Wahrheit ist aber auch,

daß auch die beiden vom Kulturkampf betroffenen (in Deutschland) großen Konfessionen die Freiheit und Gleichheit aller Konfesionen ausdrücklich ablehnten, also Kulturkämpfe ( staatliche Eingriffe in Weltanschauungen und deren Organisationen) an sich forderten. Im Gegegensatz dazu forderten - auch- die theologisch (wie ethisch) strikt konservativen neo-cavlvinistischen Freikirchen Freiheit für alle Religionen. In Genf hieß es damals deshalb: Die besten Protestanten sind die besten Freunde der Katholiken.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net!
  2. Ostern 2024 im HEILIGEN LAND - Kommen Sie mit! - Eine EINMALIGE CHANCE!
  3. Nuntius Eterović: „Gott erschuf den Menschen als sein Bild … Männlich und weiblich erschuf er sie“
  4. Jordan Peterson warnt vor Naivität von Katholiken gegenüber LGBT
  5. Uns gehen die Helden von der Fahne
  6. Wer schenkt dem Generalvikar von Essen ein Lächeln und ein Kollarhemd?
  7. Brasilianischer Fußballstar Ronaldo ließ sich mit 46 Jahren taufen
  8. Bischof Oster bei DBK: „Die Polarisierungen wurden stärker“
  9. Missbrauchsopfer: Papst soll Glaubenspräfekt Fernandez absetzen
  10. Bischof Bonnemain lässt die 'Schweizer Katze' aus dem Sack
  11. Keinen Euro mehr für Zeitgeist-Bischöfe, die Unmoral als Moral verkaufen
  12. Geyer/FAZ beschreibt Grundhaltung von Fernández/Glaubenskongregation: „Mein Papst hat immer recht“
  13. Priesterweihen in Maria Taferl
  14. Eine Geschichte in der Geschichte. Abwarten, wissend um das Unkraut, hoffend und wartend in Geduld
  15. Kopfschütteln bei Christen über "Predigtpreis" für 'Langstrecken-Luisa'

© 2023 kath.net | Impressum | Datenschutz