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Neu in polnischen Kinos: Film über die Märtyrerfamilie Ulma, deren Seligsprechung bevorsteht

29. August 2023 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Regisseur: „Im Film konfrontiere ich Gottes Weltordnung mit dem revolutionären Nazi-Deutschland-System. Heute ist das Thema in einer neuen Version immer noch gültig: neue Ideologien versuchen, den Menschen von Gott zu entfernen, ihn zu versklaven.“


Warschau (kath.net/pl) Regisseur Dariusz Walusiak berichtet, dass er sich gefragt haben, warum Józef und Wiktoria Ulma beschlossen hatten, diese Heldentat unter so großem Risiko zu unternehmen. Die Antwort darauf erweise sich „als einfach und schön zugleich. Die Ulmas waren zutiefst religiöse Menschen, sie lebten den katholischen Glauben jeden Tag, er war für sie ein offensichtlicher Wegweiser und Sinn des Lebens. Sie ahmten Jesus nach und folgten ihm bis zum Ende, gemäß den Worten: „Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben für seine Freunde hingibt“. Ihre Haltung steht im Film in krassem Gegensatz zur Nazi-Ideologie, zu der sich die Deutschen bekannten. Diese basierte auf der Abkehr vom christlichen Gott und der damit verbundenen Öffnung für dämonische Aktivitäten.“ Das berichtet das katholische Portal „Aleteia“ in seiner polnischsprachigen Ausgabe über den Kinostart des Films „Ulmowie. Błogosławiona rodzina“ (Übersetzung ungefähr: Die Ulmas. Eine gesegnete/selige Familie]. Der Film ist bisher nur in polnischer Sprache zugänglich. Nach Einschätzung des Portals „Aleteia“ handle es sich bei dem Film „nicht in erster Linie“ um einen „Film über Verbrechen und Hass“, „sondern über Hoffnung und Gnade. Er ist ein Werk über das Gute, das das Böse überwindet, über Opfer, deren Bedeutung endlich entdeckt wird“. Die Seligsprechung der Märtyrerfamilie Ulma steht unmittelbar bevor (10. September in Markowa). Die polnische Märtyrer-Familie war von Nazi-Schergen 1944 brutal hingerichtet worden, denn sie hatte Juden vor den Nazis versteckt. Es gilt als Präzedenzfall, dass neben den beiden Eltern und ihren sechs geborenen Kindern auch das siebte Kind seliggesprochen wird, mit dem Mutter Wiktoria bei ihrer Hinrichtung im neunten Monat schwanger gewesen war.


Regisseur Walusiak wird auf „Aleteia“ weiter zitiert mit den Worten: „Wir leben derzeit in Zeiten, in denen die klassischen Werte angegriffen, Familien zerstört und Millionen ungeborener Kinder getötet werden. Die Geschichte der Familie Ulma stellt sich daher den Fragen nach dem Sinn des menschlichen Lebens, sie zeigt den Heldenmut des Glaubens. Ich betrachte dies durch das Prisma des Kampfes zweier Welten, der guten und der bösen. In meinem Film konfrontiere ich Gottes Weltordnung mit dem revolutionären System des nationalsozialistischen Deutschlands. Heute ist das Thema in einer neuen Version immer noch gültig, neue Ideologien versuchen, den Menschen von Gott zu entfernen und ihn zu versklaven.“

An dem Film wurde seit fast 20 Jahren gearbeitet, berichtet „Aleteia“ weiter. Anfangs war die Familie Ulma nahezu unbekannt, dennoch sammelte der Regisseur Dariusz Walusiak Materialien, zeichnete die Berichte von Zeugen auf, die sich noch an die Familie von Józef und Wiktoria erinnerten, entdeckte neue Fakten und untersuchte die Motivationen und Gefühle sowohl der Helden dieser Geschichte als auch der Verantwortlichen für diese und andere Verbrechen. Der allererste Gesprächspartner, dessen Gespräch vom Regisseur aufgenommen wurde, war im Jahr 2004 der Bruder von Józef Ulma, Władysław. Dieser Bruder und auch rund ein Dutzend weitere Zeitzeugen, deren Erinnerungen für den Film dokumentiert werden konnten, leben heute nicht mehr.

Regisseur Walusiak hat sich auch mit weiteren Bewohnern des Dorfes Markowa getroffen, beispielsweise die Töchter von Antoni und Dorota Szylar, deren Eltern auf ihrem Dachboden über eineinhalb Jahre lang die siebenköpfige Familie Weltz versteckt und durchgefüttert hatte. Weitere 21 jüdische Menschen wurden ebenfalls im Dörflein Markowa versteckt und beschützt. Der Regisseur schildert, dass es ihm gelang, „äußerst wertvolles Material aufzunehmen, das den Anschuldigungen des sogenannten ‚Polnische Antisemitismusses‘ widerspricht“.

- Hinweis: kath.net verfolgt die Seligsprechung der Familie Ulma seit längerer Zeit intensiv. Weiter kath.net-Artikel finden sich unter dem Stichwort: Ulma (siehe Link) -

Der polnischsprachige Trailer zum Film:

Lied (nicht aus dem Film) über die Familie Ulma - sowohl mit historischem Bildmaterial wie auch mit nachgestellten Videoszenen:


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