Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  2. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  11. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  12. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Die Suche nach Glaubenstreue – „Nach meiner Rückkehr in die katholische Kirche…“

7. September 2023 in Spirituelles, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich war nun konfrontiert mit einer Kirche, die glaubenstreue Christen immer mehr ausschliesst. Ich fand eine Kirche, die auf einem neuen «gemeinsame Weg» ist. Ein Weg, der aber nicht mehr «der Weg» Christi ist.“ Gastbeitrag von Kurt Wiedmer


Immensee (kath.net) Am Anfang meines Glaubensweges stand die katholische Kirche. Als Ministrant diente ich in der Franziskanerkirche in Luzern. Als ich als junger Mensch aber begann kritische Fragen zu stellen, da traf ich auf Priester, die schwiegen und auf Religionslehrer, die Gott kaum kannten.  

Die ersten Menschen, die mir das Evangelium brachten, waren freikirchliche Christen. Im Geheimen begann ich die Heilige Schrift zu studieren. Immer mehr drang das Wort Gottes ins Innerste meiner Seele ein (Hebr 4,12). Bald war klar. Hier sprach Gott selbst. Ich bekehrte mich und übergab mein Leben Jesus Christus. Danach wandte ich mich jenen zu, die mir den Glauben gebracht hatten. Als «Ältester» einer Freikirche war ich stets bemüht, die reine Lehre der Heiligen Schrift zu lehren und zu verteidigen. Die katholische Kirche verschwand vom Radar meines Kirchenverständnisses. Ich hatte dort keinen Glauben gefunden.


Daran änderte sich 30 Jahre lang nichts bis ich «Jesus von Nazareth» von Papst Benedikt XVI. las. Ich begann ein Fernstudium im Maryvale Institute, UK. Dort stand ich im einstigen Büro des heiligen John Henry Newman, der sagte: «Wer tief in die Geschichte eingeht, hört auf protestantisch zu sein». Er hatte recht. Unsere Familie kehrte heim.

Schönheit und Spannung

Als freikirchlicher Christ war für mich die Heilige Schrift sakrosankt. Das Glaubensgut, wie ich es als Protestant verstand, wurde zum Fundament meines Denkens und Handelns. Die Treue zu Gottes Wort (Ps 33,4) war für mich gleichbedeutend wie die Treue zum Glaubensgut der Kirche (1 Tim 3,15). Jede Form von Glaubensungehorsam (Röm 1,5) tut in der Seele weh. Nach der Rückkehr in die katholische Kirche erlebte ich nun aber einen viel grösseren Spannungszustand. Einerseits fand ich die Schönheit des Glaubens, der Liturgie und der Kunst. Ich fand die Fülle der Wahrheit, die heilige Kommunion, die Gottesmutter und die Kirchenväter. Andererseits war ich nun konfrontiert mit einer Kirche, die glaubenstreue Christen immer mehr ausschliesst. Ich fand eine Kirche, die auf einem neuen «gemeinsame Weg» ist. Ein Weg, der aber nicht mehr «der Weg» Christi ist (Apg 22,4).

Gemeinsam vorwärts

Ich ermutige alle glaubenstreuen Katholiken an der Liebe zu Jesus und an seinem Wort festzuhalten (Joh 14,23).

Gott möchte all jene sammeln, die treu zur Kirche und ihrer authentischen Lehre stehen. Lasst uns dafür jene Breite des Herzens bewahren, die allen seeleneifrigen Priestern und Christen guten Willens einen Platz einräumt. Unsere wahren Brüder und Schwestern sind all jene, die Gottes Willen tun (Mk 3,35). Jene Protestanten, die Gott von Herzen lieben und seine Gebote halten (Joh 14,21) sind substanziell ‘innerhalb’ der Kirche. Ihre Unkenntnis ist zu vergeben. Sie sind jung im Glauben. Von unseren gleichaltrigen orthodoxen Geschwister lasst uns lernen. Bei Gott zählt «Recht, Barmherzigkeit und Treue» (vgl. Mt 23,23) mehr als die jeweilige Form der Anbetung. Oremus!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  3. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  4. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  5. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  6. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  7. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  8. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  9. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  10. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  11. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  12. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  13. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz