Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  10. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Die Suche nach Glaubenstreue – „Nach meiner Rückkehr in die katholische Kirche…“

7. September 2023 in Spirituelles, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich war nun konfrontiert mit einer Kirche, die glaubenstreue Christen immer mehr ausschliesst. Ich fand eine Kirche, die auf einem neuen «gemeinsame Weg» ist. Ein Weg, der aber nicht mehr «der Weg» Christi ist.“ Gastbeitrag von Kurt Wiedmer


Immensee (kath.net) Am Anfang meines Glaubensweges stand die katholische Kirche. Als Ministrant diente ich in der Franziskanerkirche in Luzern. Als ich als junger Mensch aber begann kritische Fragen zu stellen, da traf ich auf Priester, die schwiegen und auf Religionslehrer, die Gott kaum kannten.  

Die ersten Menschen, die mir das Evangelium brachten, waren freikirchliche Christen. Im Geheimen begann ich die Heilige Schrift zu studieren. Immer mehr drang das Wort Gottes ins Innerste meiner Seele ein (Hebr 4,12). Bald war klar. Hier sprach Gott selbst. Ich bekehrte mich und übergab mein Leben Jesus Christus. Danach wandte ich mich jenen zu, die mir den Glauben gebracht hatten. Als «Ältester» einer Freikirche war ich stets bemüht, die reine Lehre der Heiligen Schrift zu lehren und zu verteidigen. Die katholische Kirche verschwand vom Radar meines Kirchenverständnisses. Ich hatte dort keinen Glauben gefunden.


Daran änderte sich 30 Jahre lang nichts bis ich «Jesus von Nazareth» von Papst Benedikt XVI. las. Ich begann ein Fernstudium im Maryvale Institute, UK. Dort stand ich im einstigen Büro des heiligen John Henry Newman, der sagte: «Wer tief in die Geschichte eingeht, hört auf protestantisch zu sein». Er hatte recht. Unsere Familie kehrte heim.

Schönheit und Spannung

Als freikirchlicher Christ war für mich die Heilige Schrift sakrosankt. Das Glaubensgut, wie ich es als Protestant verstand, wurde zum Fundament meines Denkens und Handelns. Die Treue zu Gottes Wort (Ps 33,4) war für mich gleichbedeutend wie die Treue zum Glaubensgut der Kirche (1 Tim 3,15). Jede Form von Glaubensungehorsam (Röm 1,5) tut in der Seele weh. Nach der Rückkehr in die katholische Kirche erlebte ich nun aber einen viel grösseren Spannungszustand. Einerseits fand ich die Schönheit des Glaubens, der Liturgie und der Kunst. Ich fand die Fülle der Wahrheit, die heilige Kommunion, die Gottesmutter und die Kirchenväter. Andererseits war ich nun konfrontiert mit einer Kirche, die glaubenstreue Christen immer mehr ausschliesst. Ich fand eine Kirche, die auf einem neuen «gemeinsame Weg» ist. Ein Weg, der aber nicht mehr «der Weg» Christi ist (Apg 22,4).

Gemeinsam vorwärts

Ich ermutige alle glaubenstreuen Katholiken an der Liebe zu Jesus und an seinem Wort festzuhalten (Joh 14,23).

Gott möchte all jene sammeln, die treu zur Kirche und ihrer authentischen Lehre stehen. Lasst uns dafür jene Breite des Herzens bewahren, die allen seeleneifrigen Priestern und Christen guten Willens einen Platz einräumt. Unsere wahren Brüder und Schwestern sind all jene, die Gottes Willen tun (Mk 3,35). Jene Protestanten, die Gott von Herzen lieben und seine Gebote halten (Joh 14,21) sind substanziell ‘innerhalb’ der Kirche. Ihre Unkenntnis ist zu vergeben. Sie sind jung im Glauben. Von unseren gleichaltrigen orthodoxen Geschwister lasst uns lernen. Bei Gott zählt «Recht, Barmherzigkeit und Treue» (vgl. Mt 23,23) mehr als die jeweilige Form der Anbetung. Oremus!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  3. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  4. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  5. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  8. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  11. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  12. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  13. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  14. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz