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Philippinen: Bischof Rojas warnt vor dem „Möchtegern-Papst“ Michael II.

8. September 2023 in Chronik, 9 Lesermeinungen
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Katholiken, die Rogelio Martinez, den angeblichen „Papst“ Michael II. unterstützten, droht die Tatstrafe der Exkommunikation.


Manila (kath.net/pl) Katholiken, die Rogelio Martinez, den angeblichen „Papst“ Michael II. unterstützten, droht die Tatstrafe der Exkommunikation. Jede von ihm geleitete religiöse Feier ist ungültig. Das erläutert Bischof Jose R. Rojas von Libmanan, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission für Glaubenslehre der Philippinischen Bischofskonferenz, gegenüber asiatischen katholischen Nachrichtenagentur „UCA News“. Rojas stellte wörtlich fest: „Er ist kein katholischer Priester, daher ist es für ihn nicht möglich, Bischof zu sein, und erst recht nicht Papst.“ Die Glaubenskommission der philippinischen Bischofskonferenz berät zur Zeit über ihr Vorgehen gegen Martinez, der eine Social-Media-Kampagne gestartet hat.


Berichten zufolge hat Martinez die Nachfolge des US-Bürgers David Badwen angetreten, der den Namen Michael I. das Papstamt für sich reklamiert hatte. Bawden war ein ehemaliges Mitglied der Piusbruderschaft (SSPX) gewesen. die 1970 vom verstorbenen französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet wurde. Er hatte aber bereits in den 1980er Jahren mit der Piusbruderschaft gebrochen und war 1990 angeblich „zum Papst gewählt“ worden – offenbar von einer Gruppe von nur sechs Laien, darunter er selbst und seine Eltern. Bawden vertritt, dass alle Päpste ab 1958 (also seit dem Tod von Papst Pius XII. „Modernisten, Ketzer und Abtrünnige“ gewesen seien und ihre Wahlen ungültig. Die schismatische Gruppe, die er um sich gesammelt hat, nennt sich offenbar „Vatikan im Exil“ und hat etwa 100 Mitglieder.


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