Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Syrischer Ordensmann: "Wie die Musiker auf der sinkenden Titanic"

8. Oktober 2023 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Oberer des Franziskanerklosters in Aleppo, P. Bahjat Karakach, in Schreiben an Linzer Hilfswerk ICO: Inflation treibt Menschen ins Elend - Kirche hilft, so gut es geht.


Damaskus/Linz (kath.net/ KAP)
Die enorme Inflation treibt in Syrien auch die Letzten der einfachen Bevölkerung ins Elend. Das hat der Obere des Franziskanerklosters in Aleppo, P. Bahjat Karakach, in einem Schreiben an das Linzer Hilfswerk ICO festgehalten, das die ICO nun auf ihrer Website veröffentlichte. Allein im August habe die Inflation in Syrien 80 bis 90 Prozent betragen, die Preise für Öl seien sogar um 130 Prozent gestiegen. Dazu gebe es kaum noch Strom. Schon die einfachsten Dinge des Alltags seien für die meisten Menschen nicht mehr leistbar. Immer mehr litten unter psychischen Problemen wie Angstzuständen, die seelischen Belastungen für die Familien würden immer unerträglicher. Die Kirche versuche freilich ungebrochen, den Menschen zu helfen, so gut es geht.
Er sei einmal darauf angesprochen worden, dass die Kirche in Aleppo dem Orchester auf der sinkenden Titanic gleiche. Trotz der sich anbahnenden Katastrophe bzw. des bereits sinkenden Schiffs hätten die Musiker unbeirrt weiter ihre Aufgabe erfüllt und gespielt. In gleicher Weise lasse auch die Kirche in ihren Bemühungen für die Menschen nicht nach. Einen Unterschied zur Titanic sieht der Ordensmann freilich schon, wenn er von seiner Überzeugung schreibt, dass die Hilfe der Kirche eine Art "Rettungsleine" für viele Familien sei.
Die Franziskaner in Aleppo sind langjährige Projektpartner der ICO. Das Hilfswerk finanziert etwa die Suppenküche der Franziskaner in der Stadt. Mehr als 300.000 Mahlzeiten wurden in den vergangenen zwei Jahren zubereitet und an Bedürftige ausgegeben. Nach dem verheerenden Erdbeben im Februar 2023 wurden kurzfristig jeden Tag mehr als 5.000 Leute versorgt.
Ein zweiter Schwerpunkt der aktuellen ICO-Hilfe in Aleppo liegt in der Renovierung von Wohnungen und Häusern, die beim Erdbeben beschädigt wurden. Die Franziskaner wollen insgesamt in Aleppo und der Küstenstadt Latakia 170 Wohnungen wieder instandsetzen. Dabei werden sie u.a. von der ICO unterstützt. Anfang September überzeugte sich auch der Linzer Bischof Manfred Scheuer bei einem Besuch in Aleppo von der Notwendigkeit der Hilfsprojekte.


Neuer apostolischer Vikar für Aleppo
Erfreut zeigte sich P. Bahjat in seinem Schreiben an die ICO über die Ernennung seines Mitbruders Hanna Jallouf zum neuen apostolischen Vikar für Aleppo. Die Ernennung durch Papst Franziskus war am 1. Juli erfolgt, der Präfekt des Dikasteriums für die orientalischen Kirchen, Erzbischof Claudio Gugerotti, spendete Jallouf am 17. September in der Franziskanerkirche in Aleppo die Bischofsweihe. Mitkonsekratoren waren der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, und der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa.
P. Jallouf war einer der beiden Priester, die während der Kriegsjahre den wenigen verbliebenen Christen in der Provinz Idlib beistanden, die bis heute von muslimischen Extremisten beherrscht wird. Als das Gebiet unter die Kontrolle der Islamisten geriet, flohen die meisten Christen und auch die Geistlichen. Nur Jallouf und ein Mitbruder blieben vor Ort. Die verbliebenen Christen hatten schwer unter der Herrschaft der Islamisten zu leiden. Alles, was außerhalb der Kirche auf das Christentum hinweisen könnte, wurde verboten. Einmal wurde der Pater auch von Bewaffneten der Al-Nusra-Front entführt und einige Tage festgehalten. Die verbliebene christliche Minderheit in Idlib zählt laut dem vatikanischen Fides-Pressedienst etwas mehr als 200 Familien - rund 600 Personen-, die der katholischen, armenisch-apostolischen und griechisch-orthodoxen Kirche angehören.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz