Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Glaubenspräfekt Fernandez erntet scharfe Kritik von Vorgänger

13. Oktober 2023 in Aktuelles, 36 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Deutscher Kardinal Müller in Schreiben an Prager Alt-Erzbischof Duka: Glaubensdikasterium "kompromittiert" Autorität des Papstes durch Text mit theologischen Fehlern


Rom  (kath.net/KAP) Der neue Chef der Glaubensbehörde im Vatikan, Kardinal Victor Fernandez, wird für eine theologische Entscheidung von seinem Vorgänger im Amt des Glaubenspräfekten, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, scharf kritisiert. In einem Offenen Brief an den Prager Alt-Erzbischof Kardinal Dominik Duka schreibt Müller, das Glaubensdikasterium habe bezüglich der Beichte im Falle einer ehebrecherischen Beziehung eine "überraschende Behauptung" aufgestellt.

Demnach könnten die Sünder nun selbst entscheiden, ob sie die Freisprechung von ihrer Sünde erhalten und müssten nicht, wie bisher gelehrt wurde, demütig um die Verzeihung der Sünde bitten. Dies laufe auf eine "Selbst-Absolution" hinaus, die sich kaum von protestantischen Vorstellungen unterscheide.


Weiter schreibt Müller: "Es ist erstaunlich, dass das Glaubensdikasterium dem Heiligen Vater einen Text mit derartigen theologischen Fehlern zur Unterschrift vorlegen konnte und damit die Autorität des Heiligen Vaters kompromittierte." In der Sache geht es um die Auslegung des päpstlichen Schreibens "Amoris laetitia" von 2016.

Darin war angedeutet worden, dass wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Umständen wieder zu den Sakramenten zugelassen werden könnten, obwohl ihre erste Ehe kirchenrechtlich weiter besteht. Unter welchen Umständen dies möglich ist, wird seither von Moraltheologen, Kirchenrechtlern und Bischöfen kontrovers diskutiert. Eine eher liberale Auslegung hatten im September 2016 die Bischöfe der Region Buenos Aires in einer Orientierungshilfe festgeschrieben. Diese wiederum hatte Papst Franziskus offiziell als "authentisches Lehramt" im Vatikan-Amtsblatt promulgieren lassen.

Der emeritierte Prager Erzbischof Duka hatte im vergangenen Juli Zweifelsfragen ("dubia") zur Verbindlichkeit dieser Auslegung an die vatikanische Glaubensbehörde geschickt. Deren neuer Präfekt, Kardinal Fernandez, hatte ihm geantwortet, dass diese Auslegung verbindlich sei und dass sie in ungebrochener Kontiunität von Franziskus' Vorgängern im Amt stehe. Auch diesen Teil des Bescheids von Fernandez kritisierte Müller in seinem Schreiben.

Die Antwort und die "Auslegung von Buenos Aires" zeugten von einem Bruch mit der Lehre von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Außerdem widerspreche die Antwort von Fernandez anderen Lehren der Kirche, die auf definitive Weise als Bestandteil der kirchlichen Glaubenswahrheiten gelehrt worden seien. Fernandez (61) leitet seit einem Monat das Dikasterium für die Glaubenslehre im Vatikan und ist seit dem 30. September Kardinal. Müller (75) leitete die Glaubensbehörde von 2012 bis 2017 und wurde im Juli 2017 von Papst Franziskus nicht mehr in diesem Amt bestätigt. Derzeit nehmen beide Kardinäle an der Welt-Bischofssynode im Vatikan teil.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  2. Im Licht der Liebe
  3. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  4. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  5. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  6. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  7. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  8. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  9. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  10. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  11. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  14. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  15. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz