Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  12. Was auch immer Synodalität sein soll
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  15. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete

Giebeler war Stasi-Mitarbeiter und spitzelte als evangelischer Gefängnispfarrer Inhaftierte aus

6. November 2023 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelische Landeskirche EKBO tat sich lange schwer mit Aufarbeitung dieses Stückes DDR-Geschichte – Verrat Giebelers hatte keine kirchenrechtlichen Konsequenzen, er durfte nach der Wende weiterpredigen – Erst jetzt Entschuldigung durch Landeskirche


Berlin (kath.net/pl) Der evangelische Gefängnispfarrer Eckart Giebeler hatte sich „von 1959 bis 1989 mindestens 276-mal mit seinen Vorgesetzten bei der Stasi zur Berichterstattung getroffen“. „Wie er schreibt, vertrauten sich ihm Tausende Häftlinge an. Zahllose Male verletzte er dann das Beichtgeheimnis, indem er die ohnehin Geplagten an die Täter verriet“, teilweise mit schlimmen Folgen. Das berichtet der frühere langjährige Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ in einem „idea“-Beitrag. Nach einer erhellenden ARD-Dokumentation, die 1992 ausgestrahlt worden war, beendete das brandenburgische Justizministerium die Zusammenarbeit mit Giebeler sofort – aber der damals zuständige „Probst Hans-Otto Furian verteidigte ihn ebenso wie der Pfarrkonvent des Kirchenkreises Brandenburg“, dem er angehörte. „Der Verrat Giebelers hatte schließlich keine kirchenrechtlichen Konsequenzen. Er predigte weiter und zeigte bis zu seinem Tod 2006 keine Reue“, schildert Matthies. Die kirchliche Aufarbeitung begann erst 2013.


Matthies wertete es als besonders bitter, dass Pfarrer Gieberer sich nachweislich nicht unter Druck und Erpressung durch die Stasi als Stasi-Spitzel zur Verfügung gestellt hatte. Vielmehr war er „überzeugt vom Sozialismus und bot sich der Stasi selbst als Spitzel an“, so Matthies.

Die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat nun eine Erklärung veröffentlicht, die gestern auch in der Berliner Marienkirche verlesen werden sollte. Die Landeskirche räumt ein, dass sie nie gegen Giebeler tätig geworden war, da sie den Eindruck hatte, sie sei für den Gefängnispfarrer in seiner Funktion als Staatsbeamter nicht zuständig gewesen. Dies sei aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen, ein „eklatanter Mangel an Verantwortungsübernahme sowie eine Nichtbeachtung der geschädigten Menschen, die vor 1989 Opfer jenes Vertrauensbruches wurden“, zitiert der „Tagesspiegel“ aus der Erklärung.

Archivfoto: DDR-Gefängnis (c) Pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  3. Wir können NICHT schweigen!
  4. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  5. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  6. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  7. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  8. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  9. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  10. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  11. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  12. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  13. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  14. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  15. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz