Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  14. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  15. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

Giebeler war Stasi-Mitarbeiter und spitzelte als evangelischer Gefängnispfarrer Inhaftierte aus

6. November 2023 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelische Landeskirche EKBO tat sich lange schwer mit Aufarbeitung dieses Stückes DDR-Geschichte – Verrat Giebelers hatte keine kirchenrechtlichen Konsequenzen, er durfte nach der Wende weiterpredigen – Erst jetzt Entschuldigung durch Landeskirche


Berlin (kath.net/pl) Der evangelische Gefängnispfarrer Eckart Giebeler hatte sich „von 1959 bis 1989 mindestens 276-mal mit seinen Vorgesetzten bei der Stasi zur Berichterstattung getroffen“. „Wie er schreibt, vertrauten sich ihm Tausende Häftlinge an. Zahllose Male verletzte er dann das Beichtgeheimnis, indem er die ohnehin Geplagten an die Täter verriet“, teilweise mit schlimmen Folgen. Das berichtet der frühere langjährige Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ in einem „idea“-Beitrag. Nach einer erhellenden ARD-Dokumentation, die 1992 ausgestrahlt worden war, beendete das brandenburgische Justizministerium die Zusammenarbeit mit Giebeler sofort – aber der damals zuständige „Probst Hans-Otto Furian verteidigte ihn ebenso wie der Pfarrkonvent des Kirchenkreises Brandenburg“, dem er angehörte. „Der Verrat Giebelers hatte schließlich keine kirchenrechtlichen Konsequenzen. Er predigte weiter und zeigte bis zu seinem Tod 2006 keine Reue“, schildert Matthies. Die kirchliche Aufarbeitung begann erst 2013.


Matthies wertete es als besonders bitter, dass Pfarrer Gieberer sich nachweislich nicht unter Druck und Erpressung durch die Stasi als Stasi-Spitzel zur Verfügung gestellt hatte. Vielmehr war er „überzeugt vom Sozialismus und bot sich der Stasi selbst als Spitzel an“, so Matthies.

Die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat nun eine Erklärung veröffentlicht, die gestern auch in der Berliner Marienkirche verlesen werden sollte. Die Landeskirche räumt ein, dass sie nie gegen Giebeler tätig geworden war, da sie den Eindruck hatte, sie sei für den Gefängnispfarrer in seiner Funktion als Staatsbeamter nicht zuständig gewesen. Dies sei aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen, ein „eklatanter Mangel an Verantwortungsübernahme sowie eine Nichtbeachtung der geschädigten Menschen, die vor 1989 Opfer jenes Vertrauensbruches wurden“, zitiert der „Tagesspiegel“ aus der Erklärung.

Archivfoto: DDR-Gefängnis (c) Pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  9. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  12. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  13. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz