Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

Der Scheideweg, vor dem wir bei Gott stehen: Furcht oder Vertrauen

19. November 2023 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Vertrauen in den Herrn, der unser Herz befreit und uns aktiv und kreativ für das Gute werden lässt. Vertrauen befreit, Angst lähmt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz am dreiunddreißigsten Sonntag im Jahreskreis, siebter Welttag der Armen: „Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn“.

Das Gleichnis von den Talenten (vgl. Mt 25,14-30). Ein Herr gehe auf eine Reise und vertraue seine Talente, also seine Besitztümer, den Dienern an. Er verteile sie je nach den Fähigkeiten eines jeden. Bei seiner Rückkehr bitte er sie um Rechenschaft darüber, was sie getan hätten: „Zwei von ihnen haben das Doppelte von dem bekommen, was sie erhalten haben, und der Herr lobt sie, während der dritte aus Angst sein Talent vergraben hat und es nur zurückgeben kann, weshalb er eine strenge Rüge erhält“. Wenn man dieses Gleichnis betrachte könne man zwei verschiedene Arten der Annäherung an Gott sehen.


Der erste Weg. Es sei dies der Weg des Mannes, der das Talent, das er erhalten habe, vergrabe. Er traue weder seinem Herrn noch sich selbst. Denn er sage zu seinem Herrn: „Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast“ (V. 24).

Er empfinde Furcht vor ihm. Er sehe nicht die Wertschätzung und das Vertrauen, das der Herr in ihn setze, sondern die Handlungen eines Herrn, der mehr verlange, als er gebe, e „eines Richters, der den Schatten seiner harten Strafen über das Versagen der anderen wirft“. Das sei sein Bild Gottes. Er könne nicht an seine Güte glauben. Deshalb bleibe er stecken und lasse sich nicht auf den Auftrag ein, den er erhalten habe. Er habe ein fernes und falsches Bild von Gott.

Den zweiten Weg sähen man dann bei den beiden anderen Protagonisten, die das Vertrauen ihres Herrn erwiderten, indem sie ihm ihrerseits vertrauten. Sie „investieren alles, was sie erhalten haben, auch wenn sie zu Beginn nicht wissen, ob alles gut gehen wird: Sie nehmen das Risiko auf sich, sich selbst aufs Spiel zu setzen“. Sie vertrauten und riskierten: „Sie verlassen sich auf das Verständnis des Meisters, der sie ausgewählt hat, auf die Güte der ihnen anvertrauten Gabe, auf die Fähigkeiten, die sie erhalten haben“. So hätten sie den Mut, frei und kreativ zu handeln und neuen Reichtum zu schaffen.

Dies sei der Scheideweg, vor dem wir bei Gott stünden: Furcht oder Vertrauen. Wie die Protagonisten des Gleichnisses hätten auch wir "Talente" erhalten, die viel wertvoller seien als Geld. Doch wie wir sie einsetzten, hänge zum großen Teil von unserem Vertrauen in den Herrn ab, der unser Herz befreie und uns aktiv und kreativ für das Gute werden lasse. „Das Vertrauen befreit, die Angst lähmt“, so der Papst. Angst blockiere, Vertrauen setze Kapazitäten frei.

„Denken wir daran“, so Franziskus abschließend: „Die Angst lähmt, das Vertrauen befreit“. Der Papst lud zu einigen Fragen ein: „Glaube ich, dass Gott Vater ist und mir Gaben anvertraut, weil er mir vertraut? Und ich, vertraue ich ihm so weit, dass ich mich selbst aufs Spiel setze, ohne mich entmutigen zu lassen, auch wenn die Ergebnisse weder sicher noch selbstverständlich sind? Weiß ich, wie ich jeden Tag im Gebet sagen kann: Herr, ich vertraue auf dich? Und weiß ich dann, wie ich das Gute riskieren kann, oder lasse ich mich von der Ungewissheit lähmen?“.

Und schließlich, als Kirche: „Pflegen wir in unserem Umfeld ein Klima des Vertrauens und der gegenseitigen Wertschätzung, das die Menschen aufschließt und die Kreativität der Liebe in allen anregt?“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. "Derselbe Polarstern"
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz