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"Mit Grundrechten und Kindeswohl hat das nichts zu tun"

20. Jänner 2024 in Familie, 8 Lesermeinungen
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Die Menschenrechtsorganisation ADF übt schwere Kritik an Plänen des deutschen Justizministers - Neben „Mitmutterschaft“, bei der mehrere Frauen gemeinsam Mutter werden, soll die Ehe als stabile Verbindung von Eltern keine Grundlage mehr sein.


Berlin (kath.net/pm)

Die Menschenrechtsorganisation ADF-International hat am Donnerstag in einer Aussendung deutliche Kritik an den Plänen des deutschen Bundesjustizminister Marco Buschmann geübt, weil dieser weitreichende Änderungen im Familienrecht plant. Neben „Mitmutterschaft“, bei der mehrere Frauen gemeinsam Mutter werden, soll die Ehe als stabile Verbindung von Eltern keine Grundlage mehr für Adoption sein. Zudem ist die Einführung von sogenannten „Elternschaftsvereinbarungen“ geplant. Das meint die „Verabredung“ lesbischer und schwuler Menschen in Partnerschaft ein Kind hervorzubringen.  

Felix Böllmann, ein Sprecher der Menschenrechtsorganisation, betont in einer Aussendung: "Die Pläne der Bundesregierung schaden Kindern, schwächen Ehen sowie Familien und stehen im Widerspruch zu fundamentalen Wertungen des Grundgesetzes.  Das Konzept der ‚Mitmutterschaft‘ ist an sich ein Eingriff in das sowohl völkerrechtlich als auch vom Grundgesetz garantierte Recht jedes Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung. Jedes Kind hat notwendigerweise einen Vater und eine Mutter. Diese Tatsache wird durch die Neuregelung negiert. Die Rechte und Interessen von Kindern vorrangig zu schützen, ist Aufgabe des Rechtssystems. "


Die Ehe ist für die ADF die Grundlage der Familie und der Gesellschaft. Deswegen genießen diese auch in Deutschland einen „besonderen Schutz“ (GG Art 6). "Studien zeigen, dass die stabile Ehe zwischen Mann und Frau die besten Bedingungen für den Start ins Leben bietet. Der Kulturkampf der Ampel gegen die Ehe ist mit dem verfassungsrechtlichen Neutralitätsgebot in Weltanschauungsfragen nicht vereinbar. "

Der Gipfel der rechtlichen und gesellschaftlichen Absurdität ist die Menschenrechtsorganisation aber die Idee, dass lesbische und schwule Paare gemeinsam Kinder zeugen sollen und die Bundesregierung das rechtlich absichern möchte.  "Die scheinbar liberalen Vorschläge offenbaren bei näherem Hinsehen einfach nur Chaos. Stabilität, Bindung sowie Vater und Mutter sind für Kinder wichtig. Die Ampel will genau diese Werte für ein Leitbild der Beliebigkeit opfern. Der Reform geht es nicht um die Kinder, sondern um die Befriedigung der Bedürfnisse Erwachsener. Mit Grundrechten und Kindeswohl hat das nichts zu tun“, betont Felix Böllmann, deutscher Rechtsanwalt und Leiter der europäischen Rechtsabteilung von ADF International.  


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