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Was ersehnen wir? Was ist deine tiefste Sehnsucht?

3. Februar 2024 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Ich kann dir sagen, was sie sein sollte. Was deine und unser aller tiefste Sehnsucht sein sollte, was sie aber viel zu selten ist: Jesus - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Was siehst du, wenn du auf den Kern deiner Seele blickst? Ist da dann wirklich Christus wie ein verborgener Schatz am Meeresgrund? Was wartet in der Tiefe deiner Seele?

Stell dir vor, Christus stünde vor dir und stellt dir eine Frage: Bin ich es?

Stell dir vor, Christus sieht dich mit dem liebendsten Blick an, der alle Vergebung enthält, der dir nur Gutes will, jeden Moment mit Güte förmlich um sich schmeißt, der alle Geduld in sich enthält, alle Barmherzigkeit – so groß wie ein Ozean und noch größer. Dieser Blick Jesu trifft dich mit in dein Herz. Stell dir vor, Jesus steht dir genauso gegenüber wie einst seinen Jüngern, mit Augen voll Güte und wartender Liebe sieht er auf dich, ein bisschen herausfordernd stellt er diese eine Frage: Bin ich es? Ersehnst du mich am allermeisten?

Was müsstest du darauf antworten? Ich meine nicht: Was willst du darauf antworten – sondern: Was musst du entsprechend der Wahrheit darauf antworten?


Ist Jesus deine erste Liebe, die dein Herz mehr alles andere einnimmt? Ist er deine größte Sehnsucht, nach der du dich mehr als alles andere ausstreckst?

Weißt du, genau das will er nämlich sein. Der Herr möchte leidenschaftlich geliebt werden. So, wie sich ein frisch zusammengekommenes Paar anblickt, so möchte er von dir angeblickt werden. Mit der Tiefe einer Liebe eines Ehepaares, das durch alles ohne Wenn und Aber zusammen gegangen ist, so will er von dir geliebt werden. Mit allem, was du aufbringen kannst, und mit allem was in dir ist, will er von dir geliebt werden: leidenschaftlich und echt. Es geht nicht darum niemals zu fallen, es geht darum immer wieder aufzustehen in der Bemühung ihn zu lieben.

Er will von dir geliebt werden.

Das sollte eigentlich für ein christliches Leben als antreibende Botschaft reichen: Der Herr ersehnt deine Liebe. Ganz genau deine.

Weißt du, nur du kannst ihn so lieben, wie du liebst. Nur du kannst ihm das so schenken, wie du ihm dein Herz schenken kannst. Niemand liebt wie du. Diese einzigartige Liebe von dir, danach verlangt ihm mehr, als du dir vorstellen kannst.

Sein Durst am Kreuz? Er ist der Schrei nach deiner Liebe.
Sein Herz am Kreuz? Es wartet auf dich. Es wartet darauf, dich zu lieben und von dir geliebt zu werden.

Wenn du dich dem Herrn ohne Vorbehalt hingeben würdest, was für ein Freudenfest wäre es für ihn!

Jetzt denk an all die Momente, in denen du etwas mehr als ihn ersehnt hast, all die Momente, in denen du etwas mehr als ihn wolltest und in denen du für etwas mehr als für ihn gegeben hast. All jene Momente, in denen du etwas oder jemanden mehr als ihn geliebt hast.

Welch ein Schmerz für ihn!

Doch du kannst diesen Schmerz in Freude überführen. Du kannst deine tiefste Sehnsucht in die Wahrheit Gottes überführen – damit er deine tiefste Sehnsucht werde.

Der Herr sehnt sich nach dir. Seine Sehnsucht ist ein Ruf nach deiner Seele.

Übereigne sie ihm, überlasse sie ihm, sei sein Eigentum, ganz sein.

Seine Mutter wird dich lehren, wie das geht: Bete mit ihr darum, sein sein zu dürfen – ihn mehr als alles andere zu ersehnen, seinen Durst mit deiner Seele zu stillen.

Maria war ganz Gottes, sie lebte in ihm und er in ihr, lass auch du dich von ihm durchdringen. Lebe die Sehnsucht nach ihm in jedem Moment deines Lebens – ganz besonders in denen, in denen es dir schwerfällt. Setze den Willensakt, ihn vor und über allem zu bevorzugen, ihn über alles zu lieben, ihm alles zu schenken, ihn über alles zu ersehnen und arbeite daran alles andere von deiner Seele zu lösen.

Der Herr wartet mit einer unbändigen Sehnsucht auf dich, die gleich einer Liebesflamme lichterloh brennt und bereit ist, das ganze Himmelszelt zu entzünden, und das alles wegen deiner Seele.


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Lesermeinungen

 fraterstephan 4. Februar 2024 
 

Was ersehnen wir?

Ein selten schöner Text, wie er nur aus der ganz personalen Beziehung zu Jesus Christus erwachsen kann. Genau das, was Christen heute brauchen. Denn jede christliche "Routine" muss scheitern an den Klippen der Verweltlichung in der Kirche und der rein materialistischen Denkweise in der Zivilgesellschaft.


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