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Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes

20. März 2026 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Gott verwendet dich um die Kirche, die Braut, dem Bräutigam entsprechend zu formen. Du bist wie der Mörtel der einen Ziegelstein auf dem andern hält - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Die Fastenzeit nähert sich in großen Schritten ihrem Ende. Der ein oder andere freut sich vielleicht schon darauf, dass die Zeit des Verzichts bald weicht. Doch ich möchte dich daran erinnern, wie kostbar diese Zeit ist – sie ist wahrlich eine Zeit der Vorbereitung auf Christus.

Neulich habe ich einen Kreuzweg gebetet und ein Satz hat mein Seele besonders getroffen. Es war eine Aussage von Jesus an die Hl. Sr. Maria Faustyna Kowalska. Jesus hat zu ihr gesagt: „Die Braut muss dem Bräutigam ähnlich sein.”

So wenige Worte, doch so unerschöpflich tief!

Die Braut muss dem Bräutigam ähnlich sein. Die Kirche ist die Braut Christi – die Kirche muss ihm ähnlich sein. Und innerhalb der Kirche bist auch du seine Braut – denn auch deine Seele hat er erwählt, zu glauben und sich ihm hinzugeben.

Also lesen wir den Satz einmal abgewandelt: Du musst dem Bräutigam, Christus, ähnlich sein. Du ganz persönlich bist angesprochen. Nicht irgendwer, sondern du – der du Christus in deinem Glauben dein Ja gibst.


Dein Glaube soll radikal sein: Das heißt, du sollst Gott etwas zutrauen. Ich denke gerade an Marta und Maria, die überzeugt waren, dass Jesus den Tod des Lazarus hätte verhindern können. Welch ein Glaube, dass das Leben durch Christus stärker ist als der Tod!

Und zu diesem Glauben bist du eingeladen. Es ist ein Glaube, der alles aufgibt, das Christus widersprechen könnte. Es ist ein Glaube, der vertraut. Es ist ein Glaube, der loslässt: Maria und Marta mussten bereits vier Tage trauern bis Jesus gekommen ist, aber auch dann wussten sie, er steht über allem. Sie haben vertraut: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.“ (Joh 11,21)

Was für ein Glaube! In ihrem tiefsten Schmerz, inmitten ihrer Trauer um ihren verstorbenen Bruder, den sie sehr geliebt hat, verkündet Marta, dass Gott Vater Christus alles geben wird, worum er bittet. Sie setzt ein Zeichen des Vertrauens. Ihr Glaube hält selbst dem Tod ihres Bruders stand.

Ein paar Verse weiter spricht Jesus: „Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Joh 11,40) Darüber kann man eigentlich nur staunen: Gott verwendet unseren Glauben, um seine Herrlichkeit zu offenbaren. Er verwendet uns. Er ist es, der uns Frucht tragen lässt.

Und jetzt stell dir vor, du wärst dem Bräutigam ähnlich. Du wärst voll Glauben und Vertrauen inmitten des Leids. Du würdest das Leid geduldig ertragen und noch immer auf den Vater verweisen. Der Weg der Entbehrung und des Leidens erweist sich nicht als sinnlos, sondern als fruchtbarer Ackergrund – denn das Samenkorn muss in die Erde fallen und sterben. (vgl. Joh 12,24)

Und so ist es auch mit der Braut: Sie muss ihrem Bräutigam ähnlich werden, der jede Entbehrung auf sich genommen hat, der selbst die Verlassenheit als Folge des Bruchs des Menschen mit Gott am Kreuz spüren musste, der so vieles ertragen musste. Und so, so musst du werden.

Vielleicht klingt das zuallererst abschreckend, aber hier möchte ich dir wieder ein paar der Worte Jesu an Sr. Faustina mitgeben: „Siehst du die Seelen, die im Leiden und in der Verachtung mir ähnlich sind, sie werden auch in der Verherrlichung mir ähnlich sein…“ – Erinnert dich das auch an Jesu Worte an Marta: „Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen.“

Diese Herrlichkeit Gottes durchdringt Christus. Und sie wird auch dich durchdringen.

Aber das Beste kommt noch: Du gehörst zur Kirche. Wenn du nun Christus ähnlich bist, dann baut er durch deine Ähnlichkeit mit ihm die gesamte Kirche weiter auf.

Wie wunderschön das ist! Gott verwendet dich um die Kirche, die Braut, dem Bräutigam entsprechend zu formen. Du bist wie der Mörtel der einen Ziegelstein auf dem andern hält. Und so lade ich dich ein: Nutze diese kostbare Zeit, um dem Bräutigam ähnlich zu werden und „überlege, was du für ihre [der Seelen] Rettung tust“ – so wieder Jesus an Sr. Faustina.


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