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Rote Rosen und ein Aschenkreuz

14. Februar 2024 in Familie, keine Lesermeinung
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Warum Ehepaare sich freuen sollten, dass 2024 Aschermittwoch und Valentinstag zusammen gefeiert werden.


Wien (kath.net / pk) Ein romantisches Dinner mit Aschenkreuz? Fastensuppe statt Schokoladeherzen? Wenn Valentinstag und Aschermittwoch am selben Tag gefeiert werden, dann ist das eine wunderbare Gelegenheit, sich tiefer mit den beiden Festtagen auseinanderzusetzen.

Das findet Michael Rennier in einem Beitrag für das Portal „Aleteia”, wo er über die tiefere Bedeutung der beiden Feste reflektiert und zum Schluss kommt: „Die Verbindung von Aschermittwoch und Valentinstag ist ein seltenes Geschenk. Es ist der Gipfel der Romantik!”

Wie das? In der Ehe gehe es nicht allein um schöne Gefühle und körperliche Anziehung, um rote Rosen und diamantene Ohrringe. Natürlich sei dies gelegentlich möglich, aber keineswegs ständig. „Romantik geht viel, viel tiefer”, erklärt Rennier. „Sie führt zum Kern dessen, wer wir sind, und wird so zu einer völligen Selbsthingabe.“

Romantik bedeute Sehnsucht, erklärt Rennier. Wenn diese jedoch oberflächlich bleibe und voller Erwartungen, dann sei sie selbstbezogen. Echte Sehnsucht sei wie eine „Herzenswunde“. Sie suche den Geliebten und verzehre sich ganz nach dem anderen. „Romantische Sehnsucht strebt danach, meine Frau glücklich zu machen und ihr treu zu sein, unabhängig davon, ob ich mich momentan danach fühle oder nicht“, schreibt der Autor.


Das schließe genau jene Tugenden ein, die man nicht so schnell mit Romantik in Verbindung bringt: Fasten, Buße und Asche. „Als Ehemann lerne ich täglich, auf meine selbstbezogenen Gewohnheiten zu verzichten“, erzählt Rennier. „Mein Lebenswerk ist, mich immer mehr von Lastern fernzuhalten und die beste Version meiner selbst zu werden. Dieses Selbst ist das beste Geschenk, das ich meiner Frau machen kann.“

„Buße – damit meine ich die Entscheidung, aktiv vergangenen Schaden zu heilen, den ich in unserer Beziehung angerichtet habe – geschieht dann, wenn ich einen tugendhafteren Charakter entwickle. Auch das ist ein Geschenk. So zeige ich meiner Frau, dass ich sie liebe, und ich sehe unsere Beziehung nicht als selbstverständlich an.“

Schließlich sei da noch die „Asche“, erklärt der Autor. Liebe bedeute manchmal eine Hingabe des eigenen Lebens. „Nichts ist romantischer als eine völlige Hingabe angesichts des sicheren Todes.“ Das Leben des heiligen Valentin bezeuge das. Damals wollte Kaiser Claudius die christliche Ehe zerstören und untersagte Eheschließungen mit einem Priester.

Valentin ignorierte die kaiserliche Anordnung und diente weiter gläubigen Ehepaaren. Er wurde ins Gefängnis geworfen und zum Tod verurteilt. Am Abend vor seinem Tod schrieb er noch eine Nachricht für die blinde Tochter des Gefängniswärters – er erzählte ihr davon, wie sehr Gott sie liebe. An seinem Todestag wurde das Mädchen geheilt. „Sein Leben und seine Worte spiegeln die totale Selbsthingabe von Jesus Christus an seine Kirche wider“, fasst Rennier zusammen.

„Aschermittwoch ist der Entwurf für romantische Liebe“, schreibt er. Vielleicht nenne deswegen G. K. Chesterton das Christentum ein „romantisches Abenteuer, das durch den Glauben beseelt ist, dass alle Dinge aus Liebe beseelt sind“.

Auch der große Schriftsteller J. R. R. Tolkien spreche vom Allerheiligsten Sakrament als der einen großen Sache, die wie auf dieser Erde lieben sollen, denn sie umfasse „Romantik, Ruhm, Ehre und Treue“. „Die göttliche Romantik steht uns in allen anderen Beziehungen bei und bringt sie in eine ‚ewige Dauer‘ hinein“, notiert Tolkien in seinen Briefen an seinen Sohn Christopher.


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