Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  8. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  9. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Ein Akt der Demut?

Frankreich: Katholiken werden immer konservativer

14. Februar 2024 in Weltkirche, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Französischer Historiker Guillaume Cuchet plädiert für eine „innerkirchliche Ökumene“: „Es ist notwendig, dass Katholiken unterschiedlicher Befindlichkeit miteinander reden können“.


Paris (kath.net) Prof. Guillaume Cuchet verweist in einem Interview für die katholische Wochenzeitung Famille Chréteinne auf die im vergangenen Jahr veröffentlichten, aber kaum bekanntgewordenen Forschungsergebnisse des Nationalen Instituts für demografische Studien (INED), die den drastischen Rückgang der Kirche in Frankreich belegen. Sie zeigen, dass der Anteil der Katholiken im Alter von 18 bis 59 Jahren zwischen 2008 und 2020 von 43 auf 25 Prozent gesunken ist. Darüber berichtet „VaticanNews“ in seiner polnischsprachigen Ausgabe.

Dabei sei es Fakt, dass in dieser schrumpfenden Kirche der konservative Katholizismus und der Traditionalismus eine immer wichtigere Rolle spielen. Ein Grund dafür sei die Enttäuschung über das Zweite Vatikanische Konzil, erläuterte der Historiker. Viele Katholiken seien der Meinung, dass viele Anstrengungen unternommen wurden, um sich an die konziliaren Veränderungen anzupassen, diese Bemühungen jedoch nicht die erwarteten Ergebnisse gebracht hätten. Das Konzil sollte die Gläubigen wieder der Kirche zuführen, was jedoch nicht geschah, vielmehr ging die Zahl der Gläubigen radikal zurück. Daher bestehe das Gefühl, dass die pastoralen Ziele des Konzils nicht erreicht wurden.


Prof. Cuchet erinnert gleichzeitig daran, dass die heute wachsende Spaltung zwischen Traditionalisten und Liberalen in der Kirche seit dem 19. Jahrhundert besteht. Auf der einen Seite habe man Katholiken, die antagonistische Beziehungen zur modernen Welt pflegen und großen Wert auf die Weitergabe legen Glauben, auf die Gefahr hin sich zu verbunkern. Auf der anderen Seite gibt es Gläubige, die sensibler auf die aus ihrer Sicht notwendigen Veränderungen in ihrer Religion reagieren, aber Gefahr laufen, in der Welt zu verschwinden.

Der französische Historiker erinnerte gleichzeitig daran, dass, obwohl derzeit die konservative Strömung den Wind in den Segeln hat, auch der Katholizismus einer gewissen Öffnung bedarf, denn er sei kein Fundamentalismus, er ist nicht in einer festen Form vom Himmel gefallen, sondern der Katholizismus habe sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Seiner Meinung nach brauche die Kirche beide Trends. Daher fordert er als externer Beobachter des kirchlichen Lebens eine größere gegenseitige Offenheit: „Nach dem Konzil wurde viel über Ökumene mit Protestanten und orthodoxen Christen gesprochen. Das ist eine sehr gute Sache, aber ich denke, es muss auch intern angewendet werden. Es ist notwendig, dass Katholiken unterschiedlicher Befindlichkeit miteinander reden können.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  8. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  9. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  13. Vom Benehmen mit Majestäten
  14. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  15. Ein Akt der Demut?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz