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Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit

12. Februar 2026 in Aktuelles, 29 Lesermeinungen
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Überraschende Wende nach Krisengespräch in Rom - Neue Dialogrunden geplant - Voraussetzung sei jedoch, dass diese ihre angekündigten Bischofsweihen aussetze.


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan und die mit Rom nicht in voller Gemeinschaft stehende Priesterbruderschaft St. Pius X. stehen offenbar vor neuen Dialogrunden. Dies geht aus einer Mitteilung des Präfekten der vatikanischen Glaubensbehörde, Kardinal Víctor Fernández, vom Donnerstagmittag hervor. Zuvor hatte der Obere der Piusbrüder, Davide Pagliarani, mit dem Kardinal ein ausführliches Gespräch über theologische Fragen geführt. Es wurde in der Mitteilung als "herzlich und ernsthaft" bezeichnet. Es habe "mit Zustimmung des Heiligen Vaters" stattgefunden.

Weiter heißt es in der Mitteilung, in den möglichen künftigen Dialogrunden solle geklärt werden, was die Mindestvoraussetzungen für eine Wiederherstellung der vollen kirchlichen Gemeinschaft wären. Ferner solle ein möglicher kirchenrechtlicher Status für die Priesterbruderschaft erörtert werden. Voraussetzung sei jedoch, dass diese ihre angekündigten Bischofsweihen aussetze. Die von den Piusbrüdern jüngst für 1. Juli angekündigte Weihe eigener Bischöfe war unmittelbarer Anlass für das Treffen in Rom am Donnerstag.

Die Priesterbruderschaft hält diese aufgrund eines "Notstandes" für unumgänglich. Dazu zählt, dass sie in ihren Reihen nur noch über zwei Bischöfe, im Alter von 67 und 69 Jahren, verfügt - und bei deren Tod keine Möglichkeit mehr bestünde, Priester zu weihen. Laut dem Distriktoberen der Bruderschaft in Österreich, Pater Johannes Regele, gehe es nicht nur um das Überleben der Bruderschaft, sondern auch um einen Notstand der Kirche, sagte er der Wochenzeitung "Die Furche" (Donnerstag).


Ein Notstand sei gegeben, "wenn Bestand, Ordnung und Tätigkeit der Kirche in schwerwiegender Weise gefährdet oder beeinträchtigt sind", so Regele im Interview. Dazu zähle die Bruderschaft auch eine "weitgehende Protestantisierung der kirchlichen Grundstrukturen in den vergangenen Jahren", einen "augenscheinlichen Zusammenbruch des Glaubens und in Folge auch der Moral" in Europa und einen "liturgischen Notstand", da "gotteswürdige" Gottesdienste nicht mehr gewährleistet seien.

Mit einer Bischofsweihe gegen den Willen des Papstes würde sich die Piusbruderschaft die Strafe der Exkommunikation zuziehen; eine Kirchenspaltung wäre die Folge. Der Vatikan hat vorab erklärt, dass er einen solchen Bruch vermeiden wolle. Zuletzt waren die damals neu geweihten Bischöfe der Bruderschaft 1988 exkommuniziert worden.

2009 nahm Papst Benedikt XVI. sie wieder in die kirchliche Gemeinschaft auf. Die traditionalistische Vereinigung zählt nach eigenen Angaben 735 Priester in allen Erdteilen. In ihren Priesterseminaren bereiten sich insgesamt mehr als 250 junge Männer auf den Priesterberuf vor. Ihr Gründer, der französische Erzbischof Marcel Lefebvre, starb 1991; Hauptsitz der Bruderschaft ist Menzingen (Schweiz). Dem Distriktoberen Regele zufolge hat die Priesterbruderschaft vor allem in den vergangenen Jahren auch in Österreich viel Zuspruch erhalten. 

Die Vatikanerklärung im WORTLAUT:
 

Am 12. Februar 2026 fand im Dikasterium für die Glaubenslehre ein herzliches und aufrichtiges Treffen zwischen dem Präfekten, S.E. Kardinal Victor Manuel FERNÁNDEZ, und dem Generaloberen der FSSPX, Rev. Don Davide PAGLIARANI, mit Zustimmung des Heiligen Vaters Leo XIV. statt.

Nachdem einige Punkte geklärt worden waren, die die FSSPX in verschiedenen Briefen, insbesondere in den Jahren 2017-2019, vorgebracht hatte – unter anderem wurde über die Frage des göttlichen Willens hinsichtlich der Pluralität der Religionen diskutiert –, schlug der Präfekt einen Weg des spezifisch theologischen Dialogs mit einer genau festgelegten Methodik vor, um Themen zu behandeln, die noch nicht ausreichend geklärt sind, wie z. B. den Unterschied zwischen Glaubensakt und „religiöser Gehorsam des Verstandes und des Willens” oder die unterschiedlichen Grade der Zustimmung, die die verschiedenen Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihre Auslegung erfordern. Gleichzeitig schlug er vor, eine Reihe von Themen zu behandeln, die von der FSSPX in einem Brief vom 17. Januar 2019 aufgeführt wurden.

Dieser Weg hätte zum Ziel, in den diskutierten Themen die Mindestanforderungen für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche hervorzuheben und folglich ein kanonisches Statut nder Bruderschaft zu entwerfen, zusammen mit anderen Aspekten, die weiter vertieft werden müssen.

Der Heilige Stuhl hat bekräftigt, dass die Weihe von Bischöfen ohne Mandat des Heiligen Vaters, der die höchste ordentliche, volle, universale, unmittelbare und direkte Vollmacht besitzt (vgl. CDC, can. 331; Dogmatische Konstitution Pastor aeternus, Kap. I und III), einen entscheidenden Bruch der kirchlichen Gemeinschaft (Schisma) mit schwerwiegenden Folgen für die Bruderschaft als Ganzes bedeuten würde (JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Ecclesia Dei, 2. Juli 1988, Nr. 3 und 5c; PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE LEGISLATIVEN TEXTE, Erläuternde Note, 24. August 1996, Nr. 1).

Die Möglichkeit, diesen Dialog zu führen, setzt daher voraus, dass die Bruderschaft die Entscheidung über die angekündigten Bischofsweihen aussetzt. Der Generalobere der FSSPX wird den Vorschlag seinem Rat vorlegen und dem Dikasterium für die Glaubenslehre seine Antwort übermitteln. Im Falle einer positiven Antwort werden die Schritte, Etappen und Verfahren, die zu befolgen sind, einvernehmlich festgelegt. Die ganze Kirche wird gebeten, diesen Weg, insbesondere in der kommenden Zeit, mit Gebeten zum Heiligen Geist zu begleiten. Er ist der Hauptarchitekt der wahren kirchlichen Gemeinschaft, die Christus gewollt hat.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 discipulus 14. Februar 2026 
 

@lesa: Hund und Katze

Eben, ein Hund bleibt ein Hund, und die Tatstrafe der Exkommunikation die Tatstrafe der Exkommunikation. Da ist nichts zu deuteln mit irgendwelchen Pseudokonstruktionen, für die es im Kirchenrecht keinen Anhalt gibt.

Mal so nebenbei: wenn Sie betonen, daß die Piusbruderschaft keine Parallelhierarchie etablieren möchte, bestätigen Sie, daß bis zur Verleihung der Beichtfakultas durch P. Franziskus alle Beichten bei Priestern der Bruderschaft ungültig (nur nur unerlaubt, sondern wirklich ungültig!) waren. Sind Sie sich dessen bewußt?


3
 
 Richelius 13. Februar 2026 
 

@ Versusdeum

Orden sind häufig exempt und somit nicht betroffen.
Den Bischof als obersten Hüter der Liturgie in seiner Diözese komplett zu übergehen, ist auch nicht möglich. Irgendwer muss auch in der Diözese die Aufsicht haben.


0
 
 Versusdeum 13. Februar 2026 
 

@Richelius

Die Erlaubnis zur Feier im überlieferten Ritus komplett dem jeweiligen Ortsbischof zu übergeben, war und ist angesichts der "heiligsten und höchsten" (Kardinal Ratzinger) Materie ein Unding und kann gravierende Folgen für Priester, Gläubige und sogar ganze Orden haben, falls Bischöfe willkürlich die Erlaubnis entziehen. Es wäre schon etwas gewonnen, wenn Rom zumindest eine Meldepflicht an den Vatikan mit entsprechender Einspruchsmöglichkeit wiedereinführen würde. Aber ich bin überzeugt, dass unter unserem offensichtlich so tiefgläubigen Papst eine "Lockerung der Ketten" kommen wird.


0
 
 Versusdeum 13. Februar 2026 
 

@Domspatz_AT

Sicherlich haben Sie meine Frage unter dem Artikek "Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!" nicht mehr gesehen. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie noch darauf eingehen könnten. Vielen Dank.

kath.net/news/89532


1
 
 Richelius 13. Februar 2026 
 

@ Beethoven70: Um die Leute von Franziskus würde ich mir in diesem Zusammenhang keine Sorgen machen. Für diese sind die Piusse allenfalls ein skurriler Verein am Rande. Probleme würde ich eher aus dem synodalen Eck erwarten.

@ Versusdeum: TC wird nicht aufgehoben werden. Ich vermute eher, daß ein neues Schreiben kommt. Eine gewisse Aufsicht werden die Bischöfe wohl behalten. Vermutlich werden sie mehr Freiheiten bekommen, wo sie die alte Form erlauben dürfen.


1
 
 SalvatoreMio 13. Februar 2026 
 

Voneinander lernen!

@Stefan Fleischer! Einander achten und voneinander lernen, ist weise, und diese Weite des Denkens sollten wir immer pflegen. Auch der hl. Paulus sprach das Thema deutlich an: "Prüft alles; das Gute behaltet!" Es darf nur nicht dazu kommen, dass wir den Weg "protestantischer Vielfalt" begehen und ausbauen. Unsere Einheit mit dem Papst, dieses einende, starke Band, dürfen wir nicht unterschätzen und aufgeben. Es hält seit 2000 Jahren. Unsere jüngsten, unangenehmen Erfahrungen und erwirrungen, sollten daran nichts ändern. Die Kirche hat schon viele andere Übel überwunden.


2
 
 Wirt1929 13. Februar 2026 
 

Als theologischer Laie

bin ich bei den beeindruckenden Kommentaren etwas ratlos, erkenne aber bei vielen die Sorge im Ringen um die Einheit. Pater Karl Wallner hat letztens im Gespräch auf k-tv zu Bedenken gegeben, wie die heilige Messe auch im neuen Ritus würdig gefeiert werden kann, wie er und seine Mitbrüder es in Heilig Kreuz tun. Selbst im alten Ritus ministriert und groß geworden, vermisse ich heute einiges. Wir werden das alte nicht zu 100 Prozent zurück erhalten. Im Dialog könnte aber nach Wegen gesucht werden, die beides würdig nebeneinander bestehen lässt. Bei allem Nachdenken um den Streit höre ich Jesus: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Unser gemeinsames Ziel! Leben wir also ohne ideologischen verbrämten Kampf, sondern mit betender Überzeugung, in Gemeinschaft den richtigen Weg zu gehen. Unsere Kirche verträgt keine weitere Spaltung. Und: Kompromisse sind nicht unchristlich.


1
 
 Stefan Fleischer 13. Februar 2026 

Was ich mir heute Nacht überlegt habe.

Ginge der Weg zur Versöhnung und zu Frieden und Eintracht in unserer Kirche nicht über das Wörtchen «katholisch», d.h. allumfassend? Konkret heisst dies, dass alle sich bemühen müssten, sich nicht an dem festzubeissen, was die anderen falsch machen, sondern sich ernsthaft und ehrlich fragen, was sie von den anderen dazu lernen könnten. Kämen wir so nicht zu einer Fülle und Weite des Glaubens, in welcher jeder seinen Platz fände, ohne dem anderen dessen Platz streitig machen zu müssen? Ergäbe sich so nicht eine Vielfalt in der Einheit (des Glaubens), welche weit wirkungsvoller wäre als die krampfhafte Suche nach der Einheit in der Vielfalt, wie sie heute vielerorts betrieben wird?


3
 
 Versusdeum 12. Februar 2026 
 

Nicht nur Fiducia Supplicans, besonders auch TC

müsste aufgehoben werden, das Damoklesschwert über jedem Messort und jeder Gemeinschaft des überlieferten Ritus der Kirche (sofern das Schwert in einem Bistum nicht sowieso bereits zugeschlagen hat und dort bestenfalls noch Pius übriggeblieben ist)


2
 
 Beethoven70 12. Februar 2026 
 

Eine optimistische Interpretation

Es wurde ja verschiedentlich die These vertreten, es stelle eine Provokation dar, ausgerechnet Fernández als Gesprächspartner zu benennen, der für jeden Traditionalisten und Konservativen ein rotes Tuch darstellt.
Aber: Fernández steht unter Druck, nachdem sein Mentor das Zepter abgegeben hat und sich der Wind im Vatikan gedreht hat. Er hat einen enormen Schaden angerichtet, was mittlerweile nicht nur den Tradis klar ist. Aus seiner Sicht: Wenn nun ausgerechnet er eine Einigung erzielen könnten, etwas woran bisher jeder gescheitert ist, wäre das ein Überraschungserfolg für ihn. Etwas womit keiner gerechnet hätte. Er könnte sich als Bekehrter inszenieren.


1
 
 lesa 12. Februar 2026 

Die Hoffnung nicht aufgeben und keine faulen Kompromisse eingehen.

Bislang ist mit keinem Ton die Rede, auf die Anliegen der FSSPX zu hören. Alles Autobahn un Am endeUnd am Ende eine Erpressung. Schuld sind dann die "Ungehorsamen".
@Uwe Lay: Es geht nicht nur um die Alte Messe, sondern auch um einige Lecks im Schifflein Petri durch Zweideutigkeiten, die korrigiert werden müssen. Sas ist kein Spleen der FSSPX, sondern ihre Erkenntnis, die jeder ehrliche Mensch, sofern er denken kann und will, doch sehen muss.
Und noch etwas: Ene nicht vom kanonischen Recht gedeckte Strafe ist irrelevant. Dies wäre hier der Fall. Es ist was es ist, ob ihr alle miteinander behauptet: "ist kein Notstand, ändert nichts daran, dass einer existiert. Sagen Sie zu einm Hund er sei eine Katze, es bleibt ein Hund.
Und wenn das Glaubensdikasterium alle paar Monate eine Schreiben herausgibt, das die Gläubigen verwirrt und in die Irre führt, ist das nicht das verheerendste Signal eines Notstands?
Aber die Hoffnung darf man nicht aufgeben. Gott kann Licht schenken, und ER führt!


6
 
 ThomasR 12. Februar 2026 
 

mehr Einheit zwischen Kirche in Deutschland und Rom dringendst gefragt

Es geht mir auch um Einhaltung/Umsetzung von liturgischen Vorschriften von Redemptionis sacramentum z.B. zur Vertilung der Hlg.Kommunion

RS 93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen. [180]

oder Unzulässigkeit von Frauenpredigten in der Hlg. Messe nach Motu proptrio von Papst Franziskus Spiritus domini vom Jahr 2021

www.st-michael-muenchen.de/gottesdienst/service/predigten-zum-nachhoeren/frauenpredigten


1
 
 Paddel 12. Februar 2026 

@Uwe Lay Das lässt Gott nicht zu

kann es mir nicht vorstellen, dass die tridentinische Messe jemals ausstirbt.
Wenn es Gottes Wille ist!!!


2
 
 Paddel 12. Februar 2026 

@Uwe Lay

Vertrauen Sie auf Gott.


1
 
 Versusdeum 12. Februar 2026 
 

@golden

Ich verstehe Ihren Einwand nicht. Denn (anders als z.B. bei vielen Bischöfen unseres lokalen AbZweigvder Kirche) sehe ich weder bei unserem Papst noch bei Pius "grundsätzlich verschiedenen Glaubensziele", auch nicht gemessen an der biblisch-kirchlichen Lehrtradition.


1
 
 Patroklos 12. Februar 2026 
 

Consilio et prudentia

So sehr ein Dialog immer zu begrüßen ist, wenn Vorbedingungen genannt werden, ist immer Vorsicht geboten. Das Ganze erinnert fatal an das Jahr 1988, auch hier hat Rom erst reagiert, als Bischofsweihen angesetzt wurden, und das Ziel war einfach nur, Zeit zu gewinnen, bis sich das Problem physisch erledigt hat.
Daß ausgerechnet Kardinal Fernandez nun auf Dialog setzt, erscheint mir zudem recht verdächtig.
Warum genehmigt man nicht einfach die Weihen, das würde den Zeitdruck hinwegnehmen, wäre ein versöhnliches Zeichen und würde die Situation enorm entspannen?
Gespräche könnten dann argumentativ und sachlich geführt werden.


3
 
 Mariat 12. Februar 2026 

Möge der weitere Dialog gute Früchte mit Hilfe des hl. Geistes hervorbringen.


3
 
 Josephus 12. Februar 2026 
 

@golden

Wenn man für das inzwischen eingedeutschte, aus dem Griechischen kommende Wort "Dialog" das deutsche Wort "Unterredung" oder "Gespräch" einsetzt, dann ist diese Form von Austausch freilich wesentlich. Menschen, die nicht einmal mehr miteinander reden, handeln wohl nicht im Sinne Jesu, der auch mit seinen Feinden geredet hat!


4
 
 Stefan Fleischer 12. Februar 2026 

Entscheidend dürfte m.E. sein,

ob es gelingt zuerst einmal eine umfassende, ehrliche und von allen anerkannge Standortbestimmung zu machen. Solange man aneinander vorbei redet, Tabuthemen hat und unklare, widersprüchliche oder zweideutige Begriffsdefinitionen verwendet, kann es keine saubere Lösuing geben.


2
 
 discipulus 12. Februar 2026 
 

Hoffen wir,

dass die Piusbruderschaft nun endlich dem Ruf Benedikts XVI. und Johannes Pauls d. Gr. zur Rückkehr folgt und der Heilige Stuhl sie großzügig empfängt. Oremus.


2
 
 Cosmas 12. Februar 2026 
 

Eine Einigung müßte unter anderem auch eine Revision von Fiducia Supplicans bedeuten.

Es gibt keinen Orden mit 5 eigenen Bischöfen. Auch das Opus Dei hatte mit ca. 2100 Priestern nur einen Prälaten als Bischof, bevor es von Papst Franziskus zertrümmert wurde und jetzt gar keinen mehr hat. Ein Bischof setzt aber voraus, dass Weihen für die FSSPX auch von anderen Bischöfen vorgenommen werden und zwar natürlich im Alten Ritus und selbiges auch entsprechend gewünscht und garantiert wird. Die Ächtung der Alten Messe müßte also komplett aus der katholischen Kirche verschwinden!


2
 
 Smaragdos 12. Februar 2026 
 

Weder drinnen noch draussen

"2009 nahm Papst Benedikt XVI. sie wieder in die kirchliche Gemeinschaft auf."

Das stimmt so nicht. 2009 hob Papst Benedikt zwar die Exkommunikation der Burderschaft von 1988 auf, doch dadurch wurde sie nicht automatisch wieder in die Gemeinschaft der Kirche eingegliedert. Für diese Wiederaufnahme der Bruderschaft in die Kirche wurden zwischen dem Vatikan und der Bruderschaft von 2009 bis 2011 Gespräche geführt, die aber nicht zu einer Einigung führten. Somit ist die Priesterbruderschaft weder drinnen noch draussen.


1
 
 SalvatoreMio 12. Februar 2026 
 

Grundsätzlich verschiedene Glaubensziele?

@golden: was meinen Sie damit? habe ich Sie vielleicht gar nicht verstanden? Unser Leben und unsere ganze Lebensführung soll der Ehre Gottes dienen. - Und Jesus Christus, Gottes Sohn, der um unseres Heiles willen Mensch wurde, fordert Nachfolge. Wer Ihm nachfolgt, folgt Gott und soll dabei die Menschen nicht "links liegen lassen". Es sei erinnert z. B. an den 2. Johannesbrief 4, 12: "Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet".


1
 
 SalvatoreMio 12. Februar 2026 
 

Kurze Reaktion

Im Moment fehlt mir die Möglichkeit, den Kommentar in Ruhe zu lesen, aber immerhin ist das Licht nicht ausgelöscht. Dass die Bischofsweihen nicht unerlaubt durchgezogen werden können, dürfte klar sein. - Ja, ich helfe beim Beten um eine gute Lösung!


1
 
 Uwe Lay 12. Februar 2026 
 

Vorsicht!

Eines ist klar:Wenn die Piusbruderschaft keine neuen Bischöfe weihen wird, wird sie aussterben. Ob innerhalb der Katholischen Kirche die "Alte Messe" fernherhin zelebriert werden darf, oder ob auch etwa der Petrusbruderschaft sie verboten wird, hängt allein von Roms Liberalität ab. Sicher ist die Tridentinische Messe" nur, wenn jetzt Bischöfe für sie geweiht werden!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


2
 
 Martinus Theophilus 12. Februar 2026 
 

Dialog wünschenswert.

Es wäre erfreulich, wenn dieser unselige Konflikt endlich beigelegt würde. Unabdingbare Voraussetzung seitens Rom muss allerdings die vollständige Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils sein; dahinter können und wollen wir nicht zurück. Im Gegenzug könnte die FSSPX helfen, der einseitigen bis bewusst manipulativen Interpretation dieser Beschlüsse in Teilen der Kirche, darunter auch durch manche Verbandsfunktionäre in Deutschland, konsequenter entgegenzutreten.


1
 
 Versusdeum 12. Februar 2026 
 

Deo gratias

Ja, beten wir zum und um den Hl. Geist, auch für uns alle. Denn nichts bedarf unsere Zeit dringender, als seiner Weisheit. Und am Ende wird alles gut werden.
"Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein..."


5
 
 golden 12. Februar 2026 
 

Womit dialogisieren ?

Schon im ersten Testament der Hl. Schrift lese ich nirgends von einem Dialog zwischen 2 grundsätzlich verschiedenen Glaubenszielen: Zur Ehre Gottes ODER zu Ehren von Menschenmeinungen etwa.Im Neuen Testament fordert Jesus Nachfolge IHM gegenüber, sonst kann man gehen (Johannes 6).


1
 
 T.L.D 12. Februar 2026 
 

Wenn Fernandez...

es wirklich schafft, die Piusbrüder wieder zur vollen Einheit zu bringen, würde ich ihm sogar für Fiducia Supplicans vergeben ;)


0
 

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