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Vorbild nicht nur für Priester und Bischöfe: Der Diener Gottes Georg Michael Wittmann (1760 - 1833)

16. März 2024 in Chronik, keine Lesermeinung
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„Die guten Geistlichen halten es mit den vielen Heiligen der katholischen Kirche, mit der Glaubenslehre und den Gesetzen der katholischen Kirche.“ Gastbeitrag von Elmar Lübbers-Paal


Regensburg (kath.net) „Lehrern, die zu stolz sind, um zu beten, werden die Engel der Kinder widerstehen. Pfarrer aber, die die Schule vernachlässigen, haben sich selbst das Himmelreich verschlossen.” Diese Aussage des Regensburger Bischofs Georg Michael Wittmanns zeigt, dass er ein Mann eindeutiger Worte war. Doch auch sein Handeln war von Klarheit geprägt:

Geboren wurde Wittmann am 22. Januar 1760 in Finkenhammer bei Pleystein in der bayerischen Oberpfalz. Durch das vorbildlich fromme Elternhaus wird im jungen Georg der Grundstein für ein tugendhaftes Leben gelegt. Das heilige Meßopfer und die gottesdienstlichen Handlungen im Laufe des Kirchenjahres lassen in dem braven Jungen eine immer größere Freude an christlichen Werken wachsen. Der Wunsch, Geistlicher zu werden, manifestiert sich in ihm. Seine Studien beginnt er am Gymnasium in Amberg und ab 1778 studiert er in Heidelberg, was er mit dem Doktorat abschließt. Am 21.12.1782 ist sein wohl freudigster Tag im Leben: Die heilige Priesterweihe in Regensburg. Es folgen Einsätze als Hilfspriester auf dem Land. Stationen auf diesem Weg sind: Kemnath bei Fuhrn, Kaltenbrunn und Miesbrunn.

„Laß mich nicht Diener der Welt, des Volkes oder des Teufels oder meines Stolzes oder meiner selbst sein! Dir will ich dienen in deiner heiligen Kirche und in deinem Heiligen Geist.“

Sein Eintreten für die katholische Sache einschließlich der gelebten Caritas spricht sich herum. 1788 wird er zunächst Subregens und 1802 Regens des Regensburger Priesterseminars. Dieses Amt behält er bis zu seinem Tode inne. Die rechte Art der Priesterausbildung ist ihm ein Herzensanliegen. 1804 wird er Dompfarrer. Zu seiner Dompfarrei gehörten damals 8000 Seelen. Ihnen allen den Weg in den Himmel zu bahnen, ist für ihn eine heilsnotwendige Aufgabe, die er mit Herzblut betreibt. Um die Inhalte der Heiligen Schrift in die Herzen seiner Gläubigen zu senken, übersetzt Wittmann das Neue Testament ins Deutsche. Kleriker wie auch Laien profitieren davon. Diese Ausgabe erfährt zwei weitere Auflagen (1851 und 1878). Als die Stadt Regensburg von Napoleons Truppen (23.4.1809) gestürmt wird, ist er sich nicht zu fein, selbst Hand anzulegen.


„Das Christentum soll sich zwar über die ganze Erde ausbreiten, allein nimmer durch des Schwertes Macht, sondern durch Dulden und Leiden, durch Sanftmut und milde Gesinnung. Darum hat auch CHRISTUS einmal gesagt: „Seht! Ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe. (Mt. 10,16)“

Wittmann zieht Verletzte, ob Freund oder Feind, aus den Trümmern und versorgt sie, so gut es geht. Durch seinen liebevollen Einsatz unter eigener Lebensgefahr rettet er vielen Menschen das Leben. Auch im Typhusjahr 1813 wirkt Wittmann aktiv und geht seinen seelsorglichen Aufgaben im übergroßen Maße nach. Bei einem solchen Einsatz steckt er sich selbst an und wird sterbenskrank. Doch GOTT möchte weiter durch Wittmanns Wirken verherrlich werden.

„Die guten Geistlichen halten es mit den vielen Heiligen der katholischen Kirche, mit der Glaubenslehre und den Gesetzen der katholischen Kirche.“

So kann der Dompfarrer im Hungerjahr 1816/17 die notwendige Lebensmittelverteilung leiten. In seinen priesterlichen Jahren war er viel auf den Straßen der Stadt unterwegs, um mildtätig wirken zu können. Er suchte Heime und Spitäler genauso auf wie die heruntergekommen Hütten, in denen die Ärmsten der Armen hausten. Wenn er mit seinem zum Gebet gesenkten Haupt durch die Straßen ging, waren Kinder oft nicht fern. Ja, sie hingen gerne an seiner Soutane, denn sie wussten, dass er immer etwas für sie übrig hatte. Kinder merken meist sehr schnell, wer es wirklich gut mit ihnen meint und authentisch dabei ist.

“Mag ein anderer davon [von der Kinderbeichte] halten, was er will, ich in meiner Einfalt bin der Ansicht, dass die Beichte, wenn sie nur recht verrichtet wird, die sicherste Führerin zu Christus ist.”

1821 wird Georg Michael Wittmann, der persönlich sehr bescheiden lebte, Domkapitular und 1829 Weihbischof. Dem folgen die Aufgaben als Domprobst und als Generalvikar. Schließlich wird Wittmann durch den bayerischen König Ludwig I. zum Bischof von Regensburg ernannt.

„Haben wir den Glauben und die Liebe, so haben wir auch den Frieden.“

Noch bevor die päpstliche Bestätigung der Bischofswürde aus Rom eintrifft, stirbt der Helfer der Bedrängten und Armen am 8.2.1833. An dem Leichenzug nahmen abertausende Menschen teil: Ein Zeichen seiner Beliebtheit. Am 11.3.1833 erfolgt seine Beisetzung im Nordschiff des Regensburger Doms. In seiner 45-jährigen Amtszeit war er für 1500 Priester ein Lehrer. Er wandte sich stets gegen das Denken und Handeln im Sinne einer liberalistischen Aufklärung. Wittmann steht für die bleibende katholische Lehre ohne Abstriche an den Zeitgeist.

Der Seligsprechungsprozess dieses vorbildlichen Bischofs wurde 1956 eigeleitet. Papst Franziskus bestätigte Wittmanns heroischen Tugendgrad am 28. November 2019.

Archivfoto eines Gemäldes von Bischof Wittmann (c) Bistum Regensburg/Jakob Schötz

Weitere Infos:

Die nächsten großen Gebetstage für die Seligsprechung Bischof Wittmanns finden  2024 am 8. Juni und am 8. Juli im Hohen Dom zu Regensburg statt. Beginn ist um 16.30 Uhr in der Sakramentskapelle (Sailerkapelle). Ende wird gegen 18.00 Uhr sein. Geplanter Ablauf: Rosenkrangebet um die Seligsprechung Bischof Wittmanns, kurze meditative Betrachtung mit Texten über das Leben oder aus den Schriften Bischof Wittmanns, Heilige Messe in den Anliegen, die der Fürsprache des ehrwürdigen Dieners Gottes empfohlen werden. Das Gebetstreffen endet mit dem Novenengebet am Grab des Dieners Gottes.

kath.net-Buchtipp:
Georg Michael Wittmann
Bischof, Seelsorger und Reformer
Von Martin Lohmann
Taschenbuch, 152 Seiten; 20 Abb.
2019 Pustet, Regensburg
ISBN 978-3-7917-3038-7

Bildnisse und Gegenstände von Bischof Wittmann befinden sich u.a. im Besitz der Armen Schulschwestern von Regensburg/Niedermünster. Das Kloster befindet sich in der Straße Alter Kornmarkt 4, 93047 Regensburg. Vorherige telefonische Anmeldung ist erbeten: 0941-5840380.

Informationen über Bischof Wittmann erhält man auch über die Abteilung für Selig- und Heiligsprechungsprozesse des Bistums Regensburg. Der Rundbrief an die Freunde Bischof Wittmanns kann bestellt werden beim Bischöflichen Konsistorium, Obermünsterplatz 7, D-93047 Regensburg. Mail: [email protected] Im Internet unter www.selig-heilig-regensburg.de/anfrageformular

Auf YouTube finden Sie diesen knapp 30 minütigen Film über Bischof Wittmann:


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