Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

200 Jahre vor Martin Luther: Online-Edition zum mysteriösen "Österreichischen Bibelübersetzer"

17. März 2024 in Chronik, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


200 Jahre vor Martin Luther: Hinter dem "Österreichischen Bibelübersetzer" steckt ein Mensch, der um 1330 weite Teile der Heiligen Schrift ins Deutsche übertragen, kommentiert und ausgelegt hat, so umfänglich wie nie zuvor.


Augsburg (kath.net/KAP) Neuigkeiten gibt es zum mysteriösen "Österreichischen Bibelübersetzer": Der Editionstext zu dessen "Evangelienwerk" ist nun online auf www.bibeluebersetzer-digital.de verfügbar. Das teilte die Universität Augsburg mit, an der seit 2016 zu dem Thema geforscht wird.

Hinter dem "Österreichischen Bibelübersetzer" steckt ein Mensch, der um 1330 weite Teile der Heiligen Schrift ins Deutsche übertragen, kommentiert und ausgelegt hat - so umfänglich wie nie zuvor und 200 Jahre vor Martin Luther. Anders als dieser ist der Anonymus, der wohl im mittelalterlichen Herzogtum Österreich gelebt hat, allerdings nicht bekannt.

Unter anderem legte der Unbekannte ein "Evangelienwerk" vor, eine harmonisierte Übersetzung der Evangelien. Darin wird das Leben Jesu gemäß den Evangelien übersetzt und kommentiert sowie um geistliche Texte und Legenden ergänzt. Kurz nach der ursprünglichen Übersetzung wurde der Text bearbeitet.


Online steht nun neu eine kritische Edition dieses "Evangelienwerks" zur Verfügung, so die Uni Augsburg. "Aus den unterschiedlichen Lesarten aller Handschriften wurde ein kritischer Text hergestellt, der es erlaubt, den gesamten Text der Evangelienharmonie in ihrer Ausgangsfassung zu lesen, inklusive verschiedener Anmerkungen - Apparate genannt", hieß es. "Diese dokumentieren sämtliche handschriftlichen Lesarten ebenso wie die Quellen des Verfassers. Offengelegt werden in diesen Apparaten aber auch die Beziehungen des Textes zu anderen Schriften des Verfassers."

Zudem biete die Edition Lesehilfen, teilte die Hochschule mit. Denn der oft außergewöhnliche Wortschatz sei ansonsten teils schwer verständlich.

Das Bemerkenswerte am "Österreichischen Bibelübersetzer" ist den Angaben zufolge nicht nur, dass er der lateinischen Sprache mächtig war, sondern auch, dass er die kanonischen Texte in ein gleichermaßen anspruchsvolles wie gut verständliches Deutsch übertragen konnte. "Dies gelang ihm, obwohl er seiner Selbstbeschreibung nach weder eine universitäre Bildung genossen hatte, noch ein Geistlicher war und somit eigentlich gar nicht berechtigt gewesen wäre, das Wort Gottes zu übersetzen oder gar auszulegen."

Bis 2027 soll es laut Uni eine gedruckte und eine digitale Edition aller bekannten Werke des "Österreichischen Bibelübersetzers" geben.

("Bibelübersetzer"-Website: https://bibeluebersetzer-digital.de/)

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz