Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  2. Nicht mehr ernst zu nehmen
  3. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  4. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Biograf Peter Seewald korrigiert Papst Franziskus: Papst Benedikt XVI. hat Geschichte geschrieben

9. April 2024 in Chronik, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seewald: Benedikt war kein „Übergangspapst“ - „Viele der Reformen, die Papst Franziskus Popularität bescherten, wurden in Wahrheit von Benedikt XVI. ins Werk gesetzt“


Regensburg (kath.net/pbr) Peter Seewald, der Biograf Papst Benedikts XVI., hat der Einschätzung von Papst Franziskus, Benedikt sei nur ein „Übergangspapst“ gewesen, widersprochen. In einem Interview mit der „Katholischen SonntagsZeitung für das Bistum Regensburg“ (Ausgabe dieser Woche) sagte Seewald, Benedikt habe in den knapp acht Jahren seines Pontifikats „entscheidende Weichen“ gestellt und „wahrlich auch Geschichte geschrieben“: „Viele der Reformen, die Papst Franziskus Popularität bescherten, wurden in Wahrheit von Benedikt XVI. ins Werk gesetzt.“ Seewald nennt für Benedikts Initiativen mehrere Beispiele: „Er führte erstmals offene Bischofssynoden ein. Er begann mit dem Umbau des vatikanischen Finanzwesens. Er erzielte gewaltige Fortschritte im interreligiösen Dialog. Er intensivierte die Beziehung zum Judentum, die nie besser war als in seiner Amtszeit.“ Nicht zuletzt habe Benedikts Rücktritt „das Papsttum verändert, wie es in der Neuzeit noch nie verändert wurde“.


Papst Franziskus wird in einem neuen Buch des spanischen Vatikan-Korrespondenten Javier Martinez-Brocal mit den Worten zitiert, beim Konklave 2005 habe man nach dem „dynamischen“ Pontifikat Johannes Pauls II. „einen Papst gebraucht, der ein gesundes Gleichgewicht bewahrt, einen Übergangspapst“. Diese Einschätzung erklärt Peter Seewald im Interview mit der „Katholischen SonntagsZeitung“ so: Franziskus fahre immer „zweigleisig“. Einmal lobe er Benedikt, dann wieder mache er ihn „klein“, etwa wenn er ihn „Großvater, väterlicher Freund oder eben ,Übergangspapst‘“ nenne.

Als Erklärung für diese „Zweigleisigkeit“ merkt Seewald an: „Von Anfang an wollte Bergoglio aus der Kontinuität der Päpste ausbrechen, Überkommenes zur Disposition stellen, durcheinanderwürfeln oder einfach auch nur ,Chaos‘ anrichten, wie er in dem neuen Buch  von Javier Martinez-Brocal sagt.“ Als Beispiel für diese Haltung von Papst Franziskus erwähnt Seewald den Umgang mit dem tridentinischen Messritus: „Wer der Herr im Hause ist, zeigte er demonstrativ mit der Schleifung des von Benedikt liberalisierten Zuganges zur Alten Messe. Der emeritierte Papst musste davon aus der Zeitung erfahren. Dies zum angeblich ,herzlichen Verhältnis‘ der beiden.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  4. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  5. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  6. Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
  7. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"
  8. Kirche im isländischen Selfoss wird im September eingeweiht
  9. „Hinter mir her!“ – Der Weg führt ins Leben
  10. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  11. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  12. Norwegische kath. Bischöfe bitten Papst Leo XIV. um ein Jubiläumsjahr für Norwegen (2030–2031)
  13. Synodalität aus der Tradition - Teil 2
  14. … und das Leben der kommenden Welt
  15. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz