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Angestellte der Vatikanmuseen drohen mit Klage

13. Mai 2024 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Erstmals wollen Angestellte des Vatikan wegen der Arbeitsbedingungen und der Entlohnung klagen - Es geht bsp. um Bezahlung von Überstunden, seit einem Dekret des Papstes von 2015 schlechter bezahlt als normale Arbeitszeit


Rom (kath.net/KAP) Premiere im Vatikan: Erstmals droht eine Gruppe von Vatikanangestellten mit einer arbeitsrechtlichen Sammelklage. Wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" am Sonntag berichtete, haben 49 Angestellte der Vatikanische Museen eine Anwältin eingeschaltet, um ihre Rechte gegenüber der Regierung des Vatikanstaats durchzusetzen.

In den Vatikanmuseen arbeiten rund 700 Menschen, viele von ihnen als Museumswächter. Fast alle sind italienische Staatsbürger. Mit täglichen Besucherzahlen zwischen 20.000 und 30.000 Menschen und einem regulären Eintrittspreis von 20 Euro nehmen die Museen jährlich rund 100 Millionen Euro ein und sind damit die wichtigste Einnahmequelle des Vatikanstaats.


In der Sache beklagen die Angestellten unter anderem mangelnde Sicherheitsvorkehrungen in den Museen und einen aus ihrer Sicht unzureichenden Gesundheitsschutz für die dort arbeitenden Menschen. Ferner geht es um die Bezahlung von Überstunden. Sie werden seit einem Dekret des Papstes von 2015 schlechter bezahlt als die normale Arbeitszeit. Ein weiterer Streitpunkt ist die vom Vatikanstaat geforderte Anrechnung der zwangsweise nicht geleisteten Arbeitsstunden während der Corona-Pandemie.
Unklar ist der Rechtsweg für die Sammelklage. Die Kläger werden von der italienischen Anwältin Laura Sgro vertreten. Sie ist mit vatikanischen Themen vertraut und hatte sich zuletzt im Fall der verschwundenen Emanuela Orlandi oder im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen den Ex-Jesuiten Marko Rupnik öffentlich zu Wort gemeldet. Im Vatikan gibt es weder Gewerkschaften noch ein Arbeitsgericht. Arbeitgeber ist - in Vertretung des Papstes - der Präfekt der vatikanischen Stadtregierung (des "Governatorats"), der spanische Kardinal Fernando Vergez Alzaga.

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