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,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘

14. Mai 2024 in Jugend, 9 Lesermeinungen
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Beim European Song Contest (ESC) 2024 landete der junge Kroate auf Platz 2. Vor einigen Jahren hat er zu einem lebendigen Glauben gefunden. Von Petra Knapp.


Zagreb (kath.net / pk) Er wurde als absoluter Favorit beim diesjährigen Song Contest (ESC 2024) gehandelt und landete schließlich mit seinem Song „Rim Tim Tagi Dim“ auf Platz 2: Der kroatische Musiker Marko Purišić alias „Baby Lasagna“. Mit seiner Darstellung und seinem Musikvideo, das die Traditionen seiner Heimat aufgreift, hob er sich in Stil und Aussage deutlich von anderen Performances ab.

Was kaum einer weiß, ist, dass der Glaube in seinem Leben eine wichtige Rolle spielt. Das sei nicht immer so gewesen, erzählte Marko in einem Interview mit dem kroatischen christlichen Online-Portal Bitno.net. Früher habe er sich selbst an die erste Stelle gesetzt, und dennoch sei es ihm nicht gut gegangen, er sei traurig und kaputt gewesen, verrät er.

Obwohl er eine tolle Karriere als Musiker hatte, eine Freundin und einen Uni-Abschluss, habe er eine innere Leere empfunden. Er habe einen massiven Druck gespürt, „als wäre mein Herz in der Hand eines anderen, der es unbarmherzig festhielt“. Er fühlte sich verzweifelt, müde und depressiv.

„Irgendwann wurde diese Dunkelheit unerträglich“, beschreibt Marko seine damaligen Probleme. „Ich rief meinen Vater an, und der wusste genau, was ich brauchte. Er brachte mich zu einem befreundeten Priester zu einem Gespräch.“ Das habe alles verändert, und seither habe er sich glücklicher gefühlt und die Dunkelheit sei zurückgegangen.


Marko wurde in Umag geboren und wuchs traditionell katholisch auf. Er sei zwar in die Kirche gegangen, habe aber ein Leben nach seinen eigenen Regeln geführt, bekennt er. „Ich bin in die Kirche gegangen und habe getan, was ich wollte. Wenn ich betete, war es immer meinen momentanen Wünschen und Bedürfnissen untergeordnet.“

Das Gespräch mit dem Priester, das er vor einigen Jahren führte, sei ein „Wendepunkt“ in seinem Leben gewesen. „Zum ersten Mal wollte ich in der Kirche zuhören und nicht selber reden.“ Er habe Gott gefragt: „Was willst du mir sagen?“ Gott habe in seinem Herzen zu ihm gesprochen und ihm gesagt: „Du gehörst mir!“

Zum ersten Mal in seinem Leben habe er Gott als echt und lebendig erlebt. „Ich habe nichts verloren, sondern ich habe alles gewonnen!“, sagt der junge Musiker heute. „Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen.“ Er habe einiges in seinem Leben geändert, höre unter anderem keine anti-christlichen Lieder mehr. Ein Leben im Glauben bedeute nicht, „im siebten Himmel“ zu schweben. Er habe sich zunächst naiv erwartet, sein Leben würde leichter und einfacher werden.

„Ich habe erwartet, dass Gott wie ein Manager ist, der mein Leben führt und meine Probleme löst.“ Nun merke er, dass er nach wie vor kämpfe, aber dass es Fortschritte gebe. Manchmal spüre er, dass ihm durch seine vielen Verpflichtungen die Zeit mit Gott fehle, gibt Marko zu.

„Mein Traum war es immer, von der Musik zu leben, aber manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das Gottes Wille für mich ist“, meint er. Das Leben der Heiligen inspiriere ihn, ihre Bescheidenheit, ihre Armut. Vor allem Padre Pio beeindruckt ihn. „Seine Biographie war das erste Buch, das ich nach meiner Bekehrung las.“

Der 25-jährige Kroate liebt auch russische Klassiker wie Dostojewski sowie klassische Musik, etwa Antonio Vivaldi. „Jeden Morgen lese ich mehrere Kapitel der Bibel, weil ich es für wichtig halte, sein Wort zu kennen“, erzählt er von seinem Alltag. „Ich höre auch geistliche Musik und schaue mir 'The Chosen' an.“

„Aber die Eucharistie bedeutet mir am meisten, und ich liebe die Morgenmessen zur Adventszeit.“ Sein persönliches Ziel sei, „wie die Heiligen zu werden, die für ihren Herrn sterben wollen“, wenngleich er wisse, dass er weder mutig noch stark genug dafür sei. Ein Wort sei jedoch stärker als alles andere: „Hab keine Angst!“

Marko hat auch im Rahmen des christlichen Musik-Projekts „Jeremiah“ ein Lied geschrieben, meldet das Portal. In „Ne daj mi, Oce“ („Lass mich nicht, Vater“) geht es darum, dass wir zweifeln und Jesus immer wieder verraten. „Vater, lass mich nicht nach meinen eitlen Leidenschaften leben“, heißt es in dem Song. „Du hast mich gerufen, du hast deinen Sohn gesandt, du hast mich geliebt…“

Jeremija - Ne Daj Mi Oče - YouTube

 

 

Foto: (c) Facebook

 


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