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Kardinal Gerhard Ludwig Müller wurde von Papst Franziskus zum Kardinalspriester befördert

2. Juli 2024 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Der Vatikan teilt diese Ernennung mit.


Vatikan (kath.net) Der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation Gerhard Kardinal Müller wurde vom Kardinaldiakon zum Kardinalpriester befördert. Das entschied am Montag das von Papst Franziskus geleitete Konsistorium. Kardinaldiakone haben das Recht, nach zehn Jahren Amtszeit um diese Ernennung zu bitten. Gleichzeitig wird die Kirche Sant’Agnese in Agone für Müllers Amtszeit vorübergehend von der Titeldiakonie zur Titelkirche erhoben. Das gab der Vatikan im Pressebulletin bekannt.

Müller war zunächst Dogmatikprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, dann ernannte ihn 2002 Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Regensburg. In Regensburg errichtete er u.a. das diözesane Institut Benedikt XVI., das an der Herausgabe des Gesamtwerkes von Papst Benedikt XVI. arbeitet. In der Deutschen Bischofskonferenz war er in mehreren Bereichen aktiv. 2012 berief ihn Papst Benedikt zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre und ernannte ihn zum Erzbischof.


Papst Franziskus bestätigte nach seiner Wahl den Kardinal in seinem Amt als Präfekt der Glaubenskongregation und verlieh ihm 2014 die Kardinalswürde. Als die Amtszeit nach fünf Jahren regulär endete, verlängerte der Papst die Amtszeit Müllers allerdings nicht und nannte ihm dafür auch keine Gründe. 2021 berief Papst Franziskus Müller als Mitglied für eine fünfjährige Amtszeit zum Mitglied des „Supremo Tribunale“ der Apostolischen Signatur.

Müller ist ein international renommierter Theologe, nur die vom deutsch-synodalen Weg infizierte Kirche in Deutschland teilt diese internationale Einschätzung eher selten. Er gilt als wichtiger und kenntnisreicher Träger des ökumenischen Dialogs gerade auch mit protestantischen Christen. Müller hat gemeinsam mit einem Vertreter der Befreiungstheologie ein Buch geschrieben, außerdem war er häufig in Lateinamerika zu Seelsorgeeinsätzen. Müller gilt als scharfer Kritiker des Relativismus, dies ist eine von vielen Positionen, die er mit Papst Benedikt XVI. teilt.

Foto: Kardinal Müller im Petersdom am Tag seiner Erhebung zum Kardinal (c) Bistum Regensburg


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