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Priester Max Josef Metzger des Erzbistums Freiburg (+1944) wird am 17. November 2024 seliggesprochen

21. Juli 2024 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Im nationalsozialistischen Deutschland geriet der engagierte Geistliche ins Visier der Gestapo. Nach Unrechtsprozess und acht Monaten in der Todeszelle war er am 17.4.1944 hingerichtet worden.


Schopfheim/Freiburg (kath.net/pef) Das Erzbistum Freiburg steht vor einem echten Ereignis. Am 17. November 2024 wird der in Schopfheim geborene Priester Max Josef Metzger seliggesprochen. Er gilt als Visionär für Frieden und Ökumene, ein demokratisches Deutschland und ein geeintes Europa.
 
Schon während seines Theologiestudiums in Freiburg im Breisgau und Fribourg in der Schweiz hat sich Max Josef Metzger im sozial-karitativen Bereich engagiert und sich der Abstinenzbewegung angeschlossen. Nach seiner Promotion 1910 und der Priesterweihe am 5. Juli 1911 hat er sich gegen eine wissenschaftliche Laufbahn und für den Dienst in der Seelsorge entschieden. Als Kaplan ist Metzger in St. Peter und Paul Karlsruhe-Mühlburg, an der Jesuitenkirche Mannheim und in Oberhausen gewesen. Gleich zu Beginn des 1. Weltkrieges hat er die Aufgabe als Divisionspfarrer übernommen und die Soldaten an der Front im Elsass seelsorgerlich begleitet. Bereits nach einem Jahr ist er allerdings schwer erkrankt und in die Heimat zurückgekehrt.
 
Von dieser Zeit an hat sich Max Josef Metzger ganz dem Einsatz für Völkerverständigung verschrieben und 1917 ein internationales religiöses Friedensprogramm entwickelt, das Papst Benedikt XV. Mit großes Interesse aufgenommen hat. Nach dem Krieg ist er an der Gründung des 'Friedensbundes deutscher Katholiken' beteiligt gewesen und hat als erster Deutscher am Internationalen Demokratischen Kongress in Paris 1921, Luxemburg 1922 und Konstanz 1925 teilgenommen.
 
Im nationalsozialistischen Deutschland gerät der engagierte Geistliche wegen seiner vielfältigen und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten ins Visier der Gestapo. Nach einer scharfer Kritik wird er bereits im Januar 1934 für einige Tage und noch einmal im November 1939 für einen Monat inhaftiert. Metzgers ökumenische Friedensbemühungen zu Erzbischof Eidem von Uppsala/Schweden führen 1943 zu seiner endgültigen Verhaftung und nach einem öffentlichen Schauprozess zum Todesurteil. Nach acht Monaten in der Todeszelle ist er am 17. April 1944 hingerichtet worden. Obwohl der Unrechtsprozess bereits 1956 neu aufgerollt wird, dauert es bis zum 6. März 1997, ehe das Todesurteil durch das Landgericht Berlin aufgehoben werden kann.
 
Sein Andenken ist in dem von ihm gegründeten Christkönigsinstitut Meitingen und in Schopfheim über viele Jahrzehnte wachgehalten worden. Das Erzbistum Freiburg hat 2014 den diözesanen 'Informationsprozess über das Leben und Martyrium des Dieners Gottes Max Josef Metzger' offiziell abgeschlossen und alle Dokumente nach Rom geschickt. Kurz vor seinem 80. Todestag ist die Erlaubnis zur Seligsprechung erteilt worden. Das Ereignis ist für den 17. November 2024 im Freiburger Münster geplant.


Archivfoto Dr. Metzger (c) Erzbistum Freiburg/Christkönigs-Institut


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Lesermeinungen

 Paddel 22. Juli 2024 

Großartig! Was für eine Freude!


1
 
 Hängematte 21. Juli 2024 
 

Am 13.7.24 hatte ich ein Gespräch mit Bischof Wilhelm Krautwaschl von Graz-Seckau.

Er wird vorraussichtlich an der Seligsprechung in Freiburg i.Br. teilnehmen, da Max Josef Metzger von 1915 bis 1927 in Graz gelebt und gewirkt hat. Im Zuge seiner Friedensarbeit hat er auch die internationale neutrale Sprache Esperanto erlernt und in ihr publiziert und sogar eine Esperanto-Zeitschrift gegründet: "Katolika Mondo"
Ich selbst kannte drei Zeitzeugen von Max Josef Metzger
https://de.wikipedia.org/wiki/Palais_Galler

de.wikipedia.org/wiki/Max_Josef_Metzger


1
 

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