Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  7. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  8. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  9. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"

Papua-Neuguinea: "Menschen warten mit Begeisterung auf den Papst"

29. August 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missionspriester berichtet von laufenden Vorbereitungen zum Besuch von Franziskus in der abgelegenen Küstenstadt Vanimo - In Jakarta wird Franziskus einer interreligiösen Feier in der größten Moschee Südostasiens vorstehen


Wien/Port Moresby (kath.net/KAP) In Papua-Neuguinea hat die geistliche Vorbereitung auf den Besuch von Papst Franziskus begonnen. Das Kirchenoberhaupt wird den Inselstaat im Pazifik im Rahmen seiner am kommenden Montag startenden zwölftägigen Reise durch vier Länder in Südostasien und Ozeanien besuchen. In Papua-Neuguinea besucht der Papst die Hauptstadt Port Moresby und macht am 8. September auch einen Abstecher in die nur per Flugzeug oder Schiff erreichbare Küstenstadt Vanimo an der Grenze zum indonesischen Westneuguinea. "Die Menschen warten mit Begeisterung auf die Ankunft des Heiligen Vaters", berichtete der seit zehn Jahren in Vanimo tätige Missionspriester Pater Martin Prado am Dienstag in einer Mitteilung des weltweiten katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" (ACN) in Wien.

Weil viele Menschen keinen Zugang zu Medien und Internet hätten, sei die Nachricht vom Papstbesuch nur langsam durchgesickert. Jetzt aber seien die Katholiken mit Eifer dabei, so Pater Martin. Auf einem Fußballplatz in Vanimo sei eine Bühne errichtet worden. "Dort beten wir jetzt jeden Abend den Rosenkranz. Es gibt Predigten, Musik und Tanz, was den Papua-Neuguineern sehr gefällt. Außerdem gibt es die Möglichkeit zur Beichte. Die Menschen kommen zu Fuß oder auf Lastwagen." An einzelnen Tagen hätten sich bis zu 4.000 Menschen zur geistlichen Vorbereitung versammelt.


Das Motto für den Besuch des Kirchenoberhaupts in Papua-Neuguinea (6. bis 9. September) lautet schlicht "Pray" ("Betet"). Die Geschichte des Christentums im Land ist nicht sehr alt. Etwa vor 70 Jahren kam es zu ersten Gemeindegründungen. Heute machen die mehr als neun Millionen Christinnen und Christen den Großteil der Bevölkerung aus. Die meisten von ihnen sind Protestanten, etwa ein Viertel katholisch.

"Lebendiger Glaube"

"Die Menschen hier haben einen sehr lebendigen und kindlichen Glauben, von dem ich viel lerne", erzählte Pater Martin gegenüber ACN. Immer wieder gebe es Bekehrungen, teilweise würden ganze Familien um die Taufe bitten. Gleichzeitig stelle die Vermischung von Christentum und traditionellem Glauben eine Herausforderung dar. Das betreffe nicht nur den Geisterglauben, sondern etwa auch das Familienleben. "Anders als in der westlichen Kultur gibt es hier kaum Wissen und Bräuche bezüglich der Ehe. Das ist eine Herausforderung für junge Menschen, die eine Familie gründen wollen. Oft erfahren sie keine Unterstützung der Eltern für eine lebenslange Verpflichtung", schilderte der Missionar. Nach und nach ändere sich dies aber.

Schule für hilfsbedürftige Kinder

Christen in anderen Teilen der Welt bittet Prado um das Gebet für die Menschen in Papua-Neuguinea, aber auch um materieller Hilfe. Trotz reicher Rohstoffvorkommen leben etwa 40 Prozent der gut 10,3 Millionen Einwohner des Inselstaats in extremer Armut. Auch die Folgen des Klimawandels sind in Papua-Neuguinea deutlich spürbar.

Die katholische Gemeinde in Vanimo möchte laut Prado aktuell eine Schule sowie ein Heim für Kinder mit Behinderung und misshandelte junge Frauen errichten, berichtete der Missionar. (Spendenmöglichkeit online unter www.kircheinnot.at)

Papst Franziskus geht am 2. September auf die bislang längste und weiteste Auslandsreise seines Pontifikats. Innerhalb von zwölf Tagen besucht er Indonesien, Papua-Neuguinea, Osttimor und Singapur. Neben Begegnungen mit den jeweiligen Staats- und Kirchenspitzen bilden Treffen mit Menschen am Rande der Gesellschaft sowie die Verständigung mit dem Islam die Schwerpunkte. In der indonesischen Metropole Jakarta steht Franziskus einer interreligiösen Feier in der größten Moschee Südostasiens vor. Mit der Station in Papua-Neuguinea kommt der Papst auf seiner 45. Auslandsreise auch erstmals in ein Land in Ozeanien.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  11. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  12. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  13. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz