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Mathias Brodkorb (SPD) kritisiert Regierungskommission zur Abtreibung16. September 2024 in Prolife, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
‚Es ist grotesk, aus der Schwäche eines Menschen einen geringeren Grad an Würde und Schutzbedürftigkeit zu schlussfolgern’, schreibt er wörtlich.
Berlin (kath.net/jg)
Mathias Brodkorb, früherer Kultus- und Finanzminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, hat die deutsche Regierung aufgefordert, ihre Pläne zur Entkriminalisierung der Abtreibung aufzugeben, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.
Sollte die Regierung an ihrem Vorhaben festhalten, befürchtet Brodkorb einen „Kulturkrieg“. In einem Gastbeitrag für das Magazin Cicero kritisierte er die Empfehlungen der „Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“.
Diese wurde von der Regierung 2023 eingesetzt, um eine Neuregelung der Abtreibung außerhalb des Strafrechts zu prüfen. Abtreibungen sind in Deutschland rechtswidrig, bleiben aber unter bestimmten Umständen innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen straffrei. 
Die Kommission schlägt in ihrem Abschlussbericht unter anderem vor, die Abtreibung in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen zu legalisieren. Ein Abtreibungsverbot soll erst gelten, sobald das Ungeborene außerhalb des Mutterleibes lebensfähig ist. Das ist etwa ab der 22. Schwangerschaftswoche der Fall.
Brodkorb will die derzeit geltende Regelung beibehalten. Sie sei „das Ergebnis eines funktionierenden gesellschaftlichen Grundkonsenses“ und „zugleich der Versuch, mit ethischen Dilemmata umzugehen, die nicht auflösbar sind“.
Er hält die Argumentation, mit der die Kommission ihren Vorschlag begründet, für „ethisch haarsträubend“ und nicht vereinbar mit dem Prinzip der Menschenwürde, welches im Artikel 1 des Grundgesetzes verankert ist.
Nach Ansicht der Kommission wachse die Würde des ungeborenen Kindes in dem Maße, in dem es körperlich unabhängiger von seiner Mutter werde. Wörtlich schreibt er: „Es ist grotesk, aus der Schwäche eines Menschen einen geringeren Grad an Würde und Schutzbedürftigkeit zu schlussfolgern.“ Würde man dieses Prinzip auf pflegebedürftige Menschen anwenden, wären diese nicht mehr sicher. „Man möchte keinem Bewohner eines Pflegeheims wünschen, von Mitarbeitern betreut zu werden, die solche Überzeugungen hegen wie die Gutachter der Bundesregierung“, schreibt Brodkorb.
Ähnlich sei es mit Menschen, die auf eine Organtransplantation angewiesen seien, um weiter leben zu können. Auch sie seien vom „Körper“ anderer Menschen „existentiell abhängig“, und hätten dann – folge man der Logik der Kommission – weniger Würde und Lebensrecht als gesunde Menschen.
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Lesermeinungen| | Johannes14,6 19. September 2024 | | | | "Abtreibung legalisieren - jetzt!" Eine Initiative macht Druck.. 12 Wochen lang will ein Bündnis aus Frauenrechtsorganisationen und Gesundheitsinitiativen Druck auf die Regierung machen, die Abtreibung "endlich" straffrei zu stellen, was dem Willen der Bevölkerungsmehrhei entspreche.
"Abtreibungen müssen in Deutschland legal werden – und zwar jetzt! § 218 muss endlich ersatzlos gestrichen werden und das noch in dieser Legislaturperiode.“ Das forderte die am Montag gestartete Kampagne „Abtreibung legalisieren – jetzt!“"
Ein neuer Begriff wird Lebensschützern jetzt wohl öfter um die Ohren gehauen:
Lasst uns in Ruhe mit eurem CHRISTOFASCHISMUS !
Tagespost, 17.9. |  0
| | | | | blaulaub 17. September 2024 | | | | Die Ampelregierung sieht auf mehreren Themenfeldern ihre "Felle davonschwimmen" [in knapp 1 Jahr ist Bundestagswahl] ...und versucht deshalb auf diesem Feld krampfhaft populistisch "um sich zu schlagen", ja geradezu schaumschlagend hilflos(!) schlägt sie um sich in die bürgerliche Mitte hinein, dazu völlig anachronistisch mit einer 1970er Kämpfer-Attitüde, die fast schon lächerlich anmutet [wäre das Thema nicht so ernst]. Aber -- das mag uns trösten -- die Zeichen der Zeit stehen nicht auf links(radikal), schon gar nicht auf stereotyp vorgebrachte Ideologien alter Schule.
Das Problem ist nur, dass in noch (zu) vielen Redaktionen größerer Printmedien (z.B. Stern, Spiegel) und überregionaler Zeitungen, also an den Schaltstellen der öffentlichen Meinung/ Beeinflussung (zu) viele Redakteure mit "Jakobiner"-Gemüt sitzen, die Abtreibung, Gendern und Cannabiskonsum unkritisch als "Fortschritt" bejubeln... |  2
| | | | | Herbstlicht 16. September 2024 | | | | Herrn Brodkorb sei herzlich gedankt für sein Eintreten für das Leben!!! Gerade weil sich doch von Beginn an das Kind im Mutterleib entwickelt und damit vollkommen abhängig ist, ist es auf liebevolle Fürsorge angewiesen.
Oder ist ein sich entwickelndes Baby stattdessen nur ein Ding, eine "Sache", die problemlos entfernt werden kann, so wie man einen störenden Gegenstand in der Wohnung entfernt? |  2
| | | | | Johannes14,6 16. September 2024 | | | | Das Ergebnis der Kommission war vorauszusehen denn sie war sehr einseitig besetzt mit Abtreibungsbefürworterinnen.
Den Winkelzug mit "abgestuftem Lebensrecht" haben sich die Beteiligten einfallen lassen, um das Dilemma der Abwägung Leben gegen Leben aufzulösen.
Diese Versuche sind gefährlich und absolut zurückzuweisen.
Danke Herrn Brodkorb für die klaren Worte !
Gute Stellungnahmen zum Thema beim Bundesverband Lebensrecht: bundesverband-lebensrecht.de/cdl-widerspricht-kommissionsvorschlag-zum-%C2%A7-218-lebensrecht-ist-nicht-teilbar/ |  2
| | | | | Jörgen 16. September 2024 | | | |
Klare Worte, danke.
Mathias Brodkorb hat auch u den problematischen Aktivitäten des Verfassungsschutzes bereits gute Beiträge veröffentlicht. |  2
| | | | | ottokar 16. September 2024 | | | | Großartige Wahrheit! Aber verstehen das die Ampelhörigen? |  2
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