Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Mathias Brodkorb (SPD) kritisiert Regierungskommission zur Abtreibung

16. September 2024 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Es ist grotesk, aus der Schwäche eines Menschen einen geringeren Grad an Würde und Schutzbedürftigkeit zu schlussfolgern’, schreibt er wörtlich.


Berlin (kath.net/jg)
Mathias Brodkorb, früherer Kultus- und Finanzminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, hat die deutsche Regierung aufgefordert, ihre Pläne zur Entkriminalisierung der Abtreibung aufzugeben, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.

Sollte die Regierung an ihrem Vorhaben festhalten, befürchtet Brodkorb einen „Kulturkrieg“. In einem Gastbeitrag für das Magazin Cicero kritisierte er die Empfehlungen der „Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“.

Diese wurde von der Regierung 2023 eingesetzt, um eine Neuregelung der Abtreibung außerhalb des Strafrechts zu prüfen. Abtreibungen sind in Deutschland rechtswidrig, bleiben aber unter bestimmten Umständen innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen straffrei.


Die Kommission schlägt in ihrem Abschlussbericht unter anderem vor, die Abtreibung in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen zu legalisieren. Ein Abtreibungsverbot soll erst gelten, sobald das Ungeborene außerhalb des Mutterleibes lebensfähig ist. Das ist etwa ab der 22. Schwangerschaftswoche der Fall.

Brodkorb will die derzeit geltende Regelung beibehalten. Sie sei „das Ergebnis eines funktionierenden gesellschaftlichen Grundkonsenses“ und „zugleich der Versuch, mit ethischen Dilemmata umzugehen, die nicht auflösbar sind“.

Er hält die Argumentation, mit der die Kommission ihren Vorschlag begründet, für „ethisch haarsträubend“ und nicht vereinbar mit dem Prinzip der Menschenwürde, welches im Artikel 1 des Grundgesetzes verankert ist.

Nach Ansicht der Kommission wachse die Würde des ungeborenen Kindes in dem Maße, in dem es körperlich unabhängiger von seiner Mutter werde. Wörtlich schreibt er: „Es ist grotesk, aus der Schwäche eines Menschen einen geringeren Grad an Würde und Schutzbedürftigkeit zu schlussfolgern.“ Würde man dieses Prinzip auf pflegebedürftige Menschen anwenden, wären diese nicht mehr sicher. „Man möchte keinem Bewohner eines Pflegeheims wünschen, von Mitarbeitern betreut zu werden, die solche Überzeugungen hegen wie die Gutachter der Bundesregierung“, schreibt Brodkorb.

Ähnlich sei es mit Menschen, die auf eine Organtransplantation angewiesen seien, um weiter leben zu können. Auch sie seien vom „Körper“ anderer Menschen „existentiell abhängig“, und hätten dann – folge man der Logik der Kommission – weniger Würde und Lebensrecht als gesunde Menschen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz