Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Priester aus Medjugorje: Große Freude über Anerkennung

23. September 2024 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Langjähriger Wallfahrtsdirektor P. Sakota im Interview: Papst Franziskus ging bei "Nihil obstat"-Erklärung "sehr klug und weise" vor - Botschaft des Friedens für Kirche und Welt bedeutsam


Wien  (kath.net/KAP) Große Freude über die Anerkennung von Medjugorje durch den Vatikan hat der ehemalige Ortspfarrer von Medjugorje, P. Marinko Sakota (56), geäußert. Er sei "so glücklich, dass ich es kaum in Worte fassen kann", ließ der Franziskaner am Donnerstag im Interview mit der Nachrichtenagentur Kathpress seinen Emotionen freien Lauf. Der Franziskaner leitete von 2013 bis 2023 als Wallfahrtsdirektor die Geschicke des Wallfahrtsortes in der Herzegowina und hielt sich am Donnerstag anlässlich des Medjugorje-Friedensgebetes im Wiener Stephansdom in Österreich auf. Mit dem "Nihil obstat" vom Donnerstag habe die Kirche "auf oberster Instanz gesagt, dass Medjugorje und dessen Botschaft gut und empfehlenswert, also im Sinne von Gott und im Sinne der Gospa, der Königin des Friedens, ist", so der selbst in der Nähe von Medjugorje geborene Priester.

"Gospa" - kroatisch für "Herrin" - ist in Medjugorje die gebräuchliche Bezeichnung für die Jungfrau Maria. Einen wirklichen Wandel der Haltung der Kirchenspitze sehe er nicht, schon Papst Johannes Paul II. und später Benedikt XVI. hätten sich in verschiedenen Situationen positiv zu Medjugorje geäußert. Nun liege jedoch auch die offizielle Bestätigung vor. Dass es vom Vatikan keine Anerkennung der Marienerscheinungen gab - eine im Mai veröffentlichte Regelung schließt ein Urteil darüber für alle derartigen Phänomene kategorisch aus - befürwortete der Ordensmann. "Das ist in Ordnung, weil man kann die Erscheinungen nicht anerkennen, man kann sie nur glauben."


Anerkennen könne man, dass die hier entstandenen geistlichen Früchte gut seien und wert, um nach Medjugorje zu kommen, die Botschaften zu lesen und daraus geistliche Nahrung zu schöpfen - und genau dies habe der Vatikan am Donnerstag gemacht. Für seine Entscheidung sei Papst Franziskus "sehr klug und weise" vorgegangen, habe nachweislich sehr viele Erkundigungen bei Bischöfen, Priestern und Gläubigen eingeholt und zwischen Oberflächlichem und Wesentlichem unterschieden, sagte Sakota.

"Und er kam zum Schluss, dass Medjugorje gut ist für die Kirche und für die Welt - für die Verbindung zwischen den Menschen und Nationen, für die Ökumene und für den Dialog, für den Frieden in der Welt und für das Wachsen der Gläubigen im Glauben und in der Liebe." Grundbotschaft des Friedens Für die Kirche weltweit sei Medjugorje deshalb bedeutend, "da hier die Muttergottes zu uns kommt, zu uns spricht, uns erzieht, führt und uns dabei hilft, den Weg zu Christus und zum wahren Frieden zu finden", so der frühere Ortspfarrer.

Die Grundbotschaft in den Erscheinungs-Berichten sei auch, "dass wir gemeinsam mit Maria dazu beitragen, dass sich der Friede in der Welt verbreitet". Die Förderung des Friedens sei das zentrale Element von Medjugorje, würde sich doch die Jungfrau Maria hier gegenüber den "Sehern" als "Königin des Friedens" bezeichnen. Die Art und Weise, wie der Friede gefördert werden könne, sei dieselbe wie beim heiligen Franziskus, so der selbst der Gemeinschaft des mittelalterlichen Heiligen aus Assisi angehörige Geistliche. Zentral sei dabei das Gebet, um neben den eigenen konkreten Anstrengungen "mit Gott zu rechnen" und sich im eigenen Bemühen um Frieden nicht allein zu wähnen. Sakota: "Friedenskonferenzen sind gut und wichtig, auch die Beiträge der Politiker, aber es ist nicht genug.

Denn auch wenn der Krieg aufhört, können Menschen weiterhin im Herzen Kriege führen. Frieden beginnt immer im Herzen, mit dem Frieden in Gott, zu dem es das Gebet braucht." Fokus auf Spiritualität Auch auf die in der Erklärung vom Donnerstag vorgebrachten leisen Bedenken ging Sakota ein, etwa auf die Mahnung, dass niemals der Profit im Vordergrund stehen dürfe. Den vor Ort wirkenden Franziskanern sei diese Gefahr bewusst, sie sei "eine ständige Herausforderung, uns nicht zu sehr um das Materielle zu kümmern und das Geistliche zu vergessen, die aber normal ist". Realistisch müsse man aber auch sehen, "dass es in Medjugorje neben Maria auch Martha braucht, die die Pilger aufnimmt und sich jemand um deren leibliches Wohl kümmert". Eindeutig liege der Fokus jedoch auf der spirituellen Ebene.

Auch auf die enge und "von Anfang an bestehende" Beziehung zwischen Österreich und Medjugorje wies der frühere Ortspfarrer hin. "Österreich hat Medjugorje früh erkannt, und viele, viele Pilger sind aus Österreich zu uns gekommen und tun dies weiterhin. Zudem war auch der Beitrag für die Anerkennung über all die Jahre hin enorm - durch Kardinal Christoph Schönborn, jedoch auch bereits davor", so Sakota.

 

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Adamo 23. September 2024 
 

Das ist mir alles etwas zu nebulös!

Weshalb tut sich Rom derartig schwer mit der Anerkennung der Muttergottes-Erscheinungen in
Medjugorje?

Es wäre interessant, wenn die Seher die Gospa einmal hierzu fragen würden!


1
 
 Johannes14,6 23. September 2024 
 

Rom behält sich die Prüfung und Veröffentlichung der Botschaften vor ?

Was bedeutet das dann für die Bekanntgabe der "Geheimnisse" ?


0
 
 Stefan Fleischer 23. September 2024 

Nachtrag

Gibt es dann logischweise auch keine Selig- und Heililigsprechungen (mit Ausnahme von Märtyrer) mehr, weikl es dafür die kircheliche Anerkennung von Wundern braucht?


0
 
 Stefan Fleischer 23. September 2024 

Da steh’ ich nun, ich armer Tor!

«eine im Mai veröffentlichte Regelung schließt ein Urteil darüber für alle derartigen Phänomene kategorisch aus.»
Wird damit nicht auch Fatima und Lourdes etc. die kirchliche Anerkennung entzogen? Müssen sich damit nicht viele Gläubige, welche im Vertrauen auf das Urteil der Kirche geglaubt haben, betrogen vorkommen?
Wenn wir die dann noch Aussagen unseres Heiligen Vaters zur Frage der Alleinseligmachenden Kirche mit einbeziehen, läuft das nicht auf eine Selbstrelativierung unserer Kirche hinaus? Und dann wundert man sich, wenn die Gläubigen davonlaufen.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  2. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  5. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  8. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  9. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  10. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  11. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  12. Apostolisch und nix anderes
  13. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz