Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Johnny Cash: Eine „Ikone der Erlösung“

2. Oktober 2024 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mit Gitarre und Bibel: Eine Statue des Singer-Songwriters ist seit 24. September 2024 in der National Statuary Hall in Washington, D. C. zu sehen. Von Petra Knapp.


Washington, D.C. (kath.net / pk) Für den amerikanischen Singer-Songwriter Johnny Cash wird am 24. September in der National Statuary Hall in Washington, D. C. eine zweieinhalb Meter große Statue aufgestellt. Die Bronze-Statue zeigt den Musiker mit seiner umgehängten Martin D-35-Gitarre und der Bibel in der Hand.

John R. Cash wurde am 26. Februar 1932 in Kingsland (US-Bundesstaat Arkansas) als eines von sieben Kindern geboren. Er wuchs in einer christlichen Familie auf, die regelmäßig am Sonntag zum Gottesdienst ging. Als Zwölfjähriger wurde er mit dem Tod seines Bruders Jack konfrontiert, was ihn sein Leben lang prägte.

1956 kam seine erste Single „I Walk the Line“ heraus, und der junge Musiker tourte mit Stars wie Elvis Preslsy, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis und seiner zukünftigen Frau June Carter. Während dieser Zeit entwickelte er eine starke Abhängigkeit von Medikamenten und Drogen, was ihn schließlich an einen Punkt führte, über den er später in seiner Autobiographie festhält:

„Ich meinte, ich hätte Gott aufgegeben, aber er hat mich nicht aufgegeben. Ich spürte, dass etwas sehr Starkes mit mir passierte, ein Gefühl von Frieden, Klarheit und Nüchternheit… Hier in Nickajack Cave, wurde mir eine sehr klare, einfache Vorstellung bewusst: Mein Schicksal lag nicht in meiner Hand.“

„Von diesem Moment an ordnete und orientierte Gott den Geist, den Körper und die Seele von Cash neu“, schreibt der Musiker Matthew Mallone in einem Beitrag auf der Website „Word on Fire“ von Bischof Robert Barron. Es sei ein „geistlicher Wendepunkt“ für Cash gewesen. „Gott hat mehr für mich getan als nur zu mir gesprochen“, schreibt Cash an anderer Stelle in seiner Autobiographie.


„Er hat mir seinen Willen offenbart durch andere Menschen, Familie und Freunde. Die größte Freude meines Lebens war, dass ich mich nicht länger getrennt von ihm fühlte. Jetzt ist er mein Ratgeber, mein Fels der Zeiten, auf dem ich stehen kann.“

1973 produzierte er sein „ehrgeizigstes Projekt“, wie er selber sagte: Der Kinofilm „Gospel Road: A Story of Jesus“. Darin erzählt er die Geschichte Jesu, indem er und seine Frau Juni jene Orte aufsuchten, an denen Jesus gelebt hat, und dort Gospel Songs singen. Johnny Cash ließ sich schließlich im Jordan taufen.

In den 80er Jahren nahm Cash zwei Alben auf, wo er sich zwischen Prediger und „outlaw” positioniert: „Live at Folsom Prison“ (1968) und „Live at San Quentin“ (1969). In dieser Zeit wurde der Musiker bekannt durch seine „prison shows“, wo er in Gefängnissen performte. „Durch diese Gefängnis-Konzerte ließen wir die Insassen wissen, dass da draußen in der freien Welt jemand war, der sich um sie als Menschen kümmerte.“

Von 1969 bis 1971 erhielt der Singer-Songwriter eine eigene Fernsehshow, die „Johnny Cash Show“. Den Produzenten gefiel es jedoch nicht, dass er so offen über seinen Glauben sprach, sodass es zu Konflikten kam. Die Antwort war typisch Johnny Cash: „Nun, dann produzieren Sie hier den falschen Mann, denn Gospelmusik – und das Wort 'Gospel' bedeutet 'die gute Nachricht über Jesus Christus' – ist ein Teil dessen, wer ich bin und ein Teil dessen, was ich tue. Ich stopfe den Leuten nichts in die Kehle, aber ich entschuldige mich auch nicht dafür… Ich muss es einfach so sagen, wie es ist, und ich werde keine Kompromisse eingehen“, schreibt er in seiner Autobiographie.

Einer seiner Unterstützer und Vertrauten war der weltberühmte Prediger Billy Graham, einer der einflussreichsten christlichen Prediger des 20. Jahrhunderts. „Billy Graham war sein Leben lang eine konstante Quelle geistlicher Leitung für Cash“, schreibt Mallone. „Er ermutigte John die ,outlaw songs‘ wie ,Folsom Prison Blues‘ zu singen, aber sie immer durch eine ,Gospel‘-Nummer auszugleichen.“

Cash sei „sowohl ein Konservativer gewesen, der in traditionellen christlichen Werte glaubte und sein Land mit patriotischem Eifer liebte; und ebenso ein Progressiver, der die Bürgerrechtsbewegung befürwortete und die amerikanischen Ureinwohner unterstützte sowie Veteranen, Gefangene, Drogenabhängige und andere Randgruppen.“

Cash habe in seinem Leben viele Rollen eingenommen, „aber die persönlichen Prioritäten seines Lebens waren immer die Familie und der Glaube“, schließt Mallone. Die Bibel habe er als „unfehlbares, unanfechtbares Wort Gottes“ gesehen und stets mit sich getragen.

„Er erwarb sogar einen Abschluss in Theologie, wurde Pastor und nahm das gesamte Neue Testament in seinem kühnen, schönen Bariton auf. Es war seine Stimme, die seine Mutter als ,das Geschenk‘ bezeichnete, das John daran erinnerte, ,dass die Musik in mir etwas Besonderes war, das von Gott gegeben wurde. Meine Aufgabe war es, sie zu pflegen und gut zu nutzen; ich war ihr Träger, nicht ihr Besitzer.‘“

Die Figur von Cash in der National Statuary Hall in Washington, D.C. stelle „eine Ikone der Erlösung“ dar, „welche die Geschichte von der verwandelnden Macht und Liebe Gottes im Herzen jedes Menschen erzählt“. Sein Leben „wird Generationen inspirieren, das Kreuz zu nehmen und Jesus zu folgen, so wie er, mit all seiner unvollkommenen und bescheidenen Menschlichkeit“.

 

Foto: (c) kath.net/Johnny-Cash-Museum Memphis


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz