Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  2. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  3. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  7. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  10. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  11. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Ist Jesus der Herr?

„Wir haben vor allem Gott vergessen, selbst in der katholischen Kirche in Deutschland“

4. Oktober 2024 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Mehrheit der Bischöfe und Laien des Synodalen Weges versucht einer Gesinnungsveränderung und Neuausrichtung am Wort Gottes durch eine clevere Interpretation des Begriffes ‚Synode‘ aus dem Weg zu gehen.“ Gastbeitrag von Prof. Hubert Gindert


Bonn (kath.net/Der Fels) Die Ferien und Urlaubszeit ist endgültig vorbei. Geblieben sind die Probleme von zuvor. Wir erleben jetzt die Folgen einer Gesinnung, wenn sich der Mensch an die Stelle Gottes setzt: In Kriegen, in wirtschaftlichen Krisen, in sozialen Fragen.

Wir haben uns übernommen, wie das die Alten im Bild des Sisyphus gekennzeichnet haben. Sisyphus hatte die Aufgabe, einen großen Stein auf einen Berg zu rollen. Doch bevor er oben ankam, fehlte ihm die Kraft ihn über die letzte Bergkante zu bringen. Der Stein rollte nach unten und das Spiel begann wieder von vorne.

Der gottvergessene Mensch beginnt immer neu seine „Allmacht“ zu installieren. Aber er scheitert, z.B. in Konferenzen, um einen Frieden herzustellen, weil ihm der heilige Geist fehlt. Dieser hat Schuman, De Gaspari und Adenauer beseelt, nach 1945 einen Neuanfang zu beginnen. Dieser Geist fehlt in Russland/Ukraine, im Gazastreifen, im Sudan und an vielen anderen Orten.


Die gottvergessene Welt muss sich von vielen Träumen verabschieden, z.B. von dem, die Natur in den Griff zu bekommen. Die Wasserflut in Polen, Tschechien und Österreich lehrt uns das.

Wir haben in den letzten Jahrzehnten viel menschliche Substanz „der Befreiung“ geopfert, vor allem in der Familie und in den Anforderungen an die Er-ziehung. Sie hat weniger Pflichten als Rechte abverlangt. Das Resultat sind Menschen, die kaum den Entbehrungen eines Neubeginns gewachsen sind.

Es geht um den Menschen, nicht nur um Arbeitskräfte für soziale Dienste und die Wirtschaft. Es geht schließlich um die Familie, die ihrer, von Gott gestifteten Aufgabe für Menschen verändert wird und die den Müttern ihre Kinder, selbst in den ersten Lebensjahren, wegnimmt.

Wir haben vor allem Gott vergessen, selbst in der katholischen Kirche in Deutschland. Die Mehrheit der Bischöfe und der Laien des „Synodalen Weges“ versucht einer Gesinnungsveränderung und Neuausrichtung am Wort Gottes durch eine clevere Interpretation des Begriffes „Synode“ aus dem Weg zu gehen. Was diese Mehrheit will sind „strukturelle“ Veränderungen durchzusetzen, um die Kirche den Wünschen der Welt anzugleichen.

Gabriele Kuby sagt zurecht: „Seht ihr nicht, dass es Berufung zum Priesteramt und Ordensleben und ein Aufblühen von Pfarreien nur dort gibt, wo das Evangelium ohne Abstriche verkündet und von den Verkündern gelebt wird“.

Wenn die Gesellschaft nicht zur Realität und Einsicht zurückkehrt, gleicht sie dem Bild, das der Priester Salvianus von Rom beschrieben hat. Er kam kurz vor dem Untergang des Weströmischen Reiches von Marseille nach Rom und schrieb: „Rom stirbt und lacht“.

Wir akzeptieren, wenn uns Experten sagen, wir werden Jahrzehnte brauchen bis wir emissionsfrei sind. Auch die geistliche Gesundung braucht Zeit.

Gott verlässt uns nicht. Aber wir müssen umdenken und umkehren!

Archivfoto Prof. Gindert (c) Forum Deutscher Katholiken


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Die Stunde der Heuchler
  9. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  10. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  11. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  12. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  13. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Ist Jesus der Herr?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz