Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  8. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  9. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  14. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

Mel Gibson will Belagerung von Malta verfilmen

15. Oktober 2024 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Belagerung von Malta erinnert, „dass Glaube und Hoffnung selbst unter den schwierigsten Umständen Berge versetzen können“.


Valetta (kath.net / pk) Der Schauspieler und Regisseur Mel Gibson will die große Belagerung von Malta 1565 verfilmen, wie er im Interview mit Movieweb.com bekannt gab,. Gibson besuchte im September Malta, um verschiedene Filmprojekte zu besprechen, darunter die laufenden Arbeiten an der Fortsetzung von „The Passion of the Christ“, heißt es in einem Artikel auf „Aleteia“.

Die Belagerung von Malta sei eine „unglaubliche Geschichte“, erklärte der Regisseur. Im Jahr 1565 versuchten Truppen von Sultan Suleiman dem Prächtigen, die Insel Malta für das Osmanische Reich zu erobern. Sie scheiterten, obwohl sie der kleinen Schar an Rittern und maltesischen Bürgern weit überlegen waren.

Die Belagerung dauerte von Mai bis September 1565 und gilt als eines der bedeutendsten militärischen Gefechte der Militärgeschichte. Mit viel List und Strategie besiegten mehrere tausend Johanniter und maltesische Kämpfer die rund 40.000 Osmanen. Für Mel Gibson ist dies „eine ziemlich verrückte, großartige Geschichte“, die er nun filmisch zum Leben erwecken will.

Derzeit arbeitet er an der Fertigstellung von „Resurrection“, der lang erwarteten Fortsetzung von „The Passion of the Christ“, wo die Ereignisse nach der Kreuzigung Jesu Christi dargestellt werden. Gedreht wird an historischen Schauplätzen in Israel, Marokko und Italien.

Die Belagerung von Malta begann am 18. Mai 1565, als eine riesige osmanische Armada vor der Küste von Malta gesichtet wurde. Mehr als 200 Kriegsschiffe mit Zehntausenden von osmanischen Elitesoldaten waren unterwegs mit dem Ziel, die kleine Mittelmeerinsel zu erobern, die sowohl für den Handel als auch für die militärische Strategie von entscheidender Bedeutung war.


Malta stand damals unter dem Schutz der Johanniter, eines katholischen Militärordens, der 40 Jahre zuvor von den Osmanen aus Rhodos vertrieben worden war. Sultan Suleiman der Prächtige, der sich aufgrund seiner gewaltigen Eroberungen einen Namen gemacht hatte, glaubte, dass Malta ein leichter Sieg sein würde.

Sein mächtiges Heer stieß auf eine kleine Schar von Verteidigern, die aus rund  700 Rittern bestand, die von maltesischen Soldaten und Freiwilligen unterstützt wurden. Der Anführer der maltesischen Verteidigung war Großmeister Jean Parisot de la Valette, ein erfahrener Krieger in seinen 70ern,

Eine Besonderheit des Kampfes sei „nicht nur die zahlenmäßige Unterlegenheit, sondern auch der starke Glaube der Verteidiger“ gewesen, heißt es in dem Artikel. „Die Ritter und Malteser glaubten, dass sie für das Überleben des Christentums selbst kämpften. Großmeister La Valette betete häufig vor der byzantinischen Ikone der Muttergottes von Damaskus und bat die Jungfrau Maria um ihren Schutz.“

Genau diese Ikone kann heute noch in der griechisch-katholischen Kirche in Valetta verehrt werden. Über die Sommermonate hatten beide Seiten mit Verlusten zu kämpfen. Am 8. September, dem Fest der Geburt Mariens, wendete sich das Blatt auf wundersame Weise zugunsten der Verteidiger.

Die Osmanen waren demoralisiert und mit schweren Verlusten konfrontiert, brachen die Belagerung ab und ihre einst mächtige Armada zog sich zurück und hinterließ Tausende von Toten und Verwundeten. La Valette selbst schrieb den Sieg der göttlichen Intervention zu. In einem kraftvollen Akt der Hingabe legte er sein Schwert und seinen Hut als Votivgabe auf den Altar der Gottesmutter und dankte ihr für ihren Schutz.

Die Belagerung, die mehr als drei zermürbende Monate dauerte, wurde zu einem Schlüsselmoment im Kampf gegen die osmanische Expansion nach Europa. In der Folgezeit wurde Malta als „Bollwerk der Christenheit“ gefeiert und Jean Parisot de la Valette wurde in ganz Europa zum Helden.

Zu Ehren des Sieges gründete La Valette eine neue befestigte Stadt, die später seinen Namen tragen sollte: Valletta. Das erste Gebäude, das in der neuen Stadt errichtet wurde, war eine Kirche, die Unserer Lieben Frau vom Sieg gewidmet war, um ihre Rolle bei der wundersamen Verteidigung Maltas zu feiern. Die Verteidiger der Insel, die sich einer unmöglichen Situation gegenübersahen, waren nun in Sicherheit, und das Christentum hatte einen entscheidenden Sieg errungen.

Nicht zuletzt gibt es eine Verbindung zur Seeschlacht von Lepanto sechs Jahre später. „Die Niederlage auf Malta ließ die osmanischen Streitkräfte demoralisiert zurück, ihr Geist war gebrochen, nachdem sie von einer wesentlich kleineren Verteidigungsstreitmacht besiegt worden waren“, heißt es in dem Artikel.

„Dieser Mangel an Moral sollte sich als entscheidend erweisen, als sie in Lepanto einer vereinigten christlichen Flotte gegenüberstanden. Mit dem Schatten der maltesischen Niederlage im Nacken gingen die Osmanen mit geschwächter Zuversicht in die nächste Konfrontation, so dass ihre Niederlage bei Lepanto, wo die christlichen Streitkräfte durch die wundertätige Fürsprache Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gestärkt wurden, fast erwartet wurde.“

Beide Schlachten werden bis heute als wundersame Siege betrachtet, die auf das Eingreifen der Gottesmutter zurückgeführt werden, „was die Überzeugung unterstreicht, dass göttliche Unterstützung eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Verlaufs der Geschichte in dieser turbulenten Zeit spielte“.

Für die Menschen auf Malta ist die Belagerung mehr als nur Geschichte; sie ist ein entscheidendes Kapitel ihrer Identität, das jedes Jahr mit Gebeten und Prozessionen zu Ehren ihrer himmlischen Beschützerin gefeiert wird.

Für Gibson biete die Verfilmung der Belagerung von Malta die Möglichkeit, „erneut in eine Geschichte einzutauchen, die von den überraschenden Fähigkeiten des menschlichen Geistes und den wundersamen Siegen erzählt, die oft mit großen Anstrengungen einhergehen“. Es sei eine Erinnerung daran, „dass Glaube und Hoffnung selbst unter den schwierigsten Umständen Berge versetzen - und Schlachten gewinnen – können“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  4. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  5. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  6. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  7. „Du trägst Gottes Bild“
  8. Papst Leo feiert Hl. Messe im Gemelli-Krankenhaus
  9. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?
  10. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  11. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  12. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  13. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  14. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  15. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz