Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

Diskussion zu Sterbehilfe in Großbritannien – „Warum schweigen die nichtkatholischen Konfessionen?“

17. Oktober 2024 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Antwort ist klar: Von Fragen der sozialen Gerechtigkeit besessen“ – „Rassismus, Gaza, Sexualität, Umwelt und Feminismus, sie haben aber die großen sozialen Gerechtigkeitsfragen vergessen, die ebenfalls wichtig sind: Abtreibung und Euthanasie“


London (kath.net/pl) „Es bleibt den Katholiken überlassen“, sich zum Thema Sterbehilfe zu äußern. Das kritisiert Thomas Casemore im „Catholic Herald“ in seinem Kommentar mit dem Titel „Christliche Kirchen lassen Katholiken schamlos allein im Kampf gegen das britische Gesetz zur Assistierten Sterbehilfe“. Casemore, der seine Gründe anführt, warum er der Assistierten Sterbehilfe äußert kritisch gegenüber steht, schildert die Anstrengungen auf katholischer Seite, gegen das drohende Gesetz vorzugehen, z.b. den Hirtenbrief von Kardinal Vincent Nichols, aber auch das Engagement von katholischen Wohltätigkeitsorganisationen, die die Menschen dazu aufforderten, dass sie ihren Parlamentsabgeordneten kritisch schreiben. Dann fragt er mit Blick auf die Ökumene in Großbritannien: „Warum schweigen die nichtkatholischen Konfessionen?“

Casemore geht verschiedene größere christliche Konfessionen durch, die in Großbritannien vertreten sind:
Anglikaner: „Auf der Website der Church of England gibt es eine Reihe von Beiträgen über den Frieden in Gaza und Black History Month, aber wieder einmal fehlen Kommentare zum vorgeschlagenen Sterbehilfegesetz.“


Methodisten: „Die Website der Methodist UK enthält wieder Beiträge zu Gaza, sozialer Gerechtigkeit und ihrer Akzeptanz von LGBTQ, aber es fehlt ein Ratschlag für Methodisten in Bezug auf Sterbehilfe.“

Baptisten: „Die Baptist Union of Great Britain folgt einem ähnlichen Muster. In ihren sozialen Medien wird die sogenannte ‚extreme Rechte‘, Kolonialismus und sogar ‚Weißsein‘ vielfach verurteilt, aber sie hat ihre Stimme noch nicht gegen das vorgeschlagene neue Gesetz der Labour Party erhoben.

Konservative Protestanten: „Selbst die konservativeren Flügel des britischen Christentums haben bisher geschwiegen. Gruppen, die leidenschaftlich an Sola Scriptura glauben und wissen, dass die Bibel gegen Sterbehilfe ist, äußern sich weiterhin nicht.“

Pfingstler: „Pfingstlerische Glaubensgemeinschaften wie die Assemblies of God und die Elim Pentecostal Church haben auf ihren Websites und in ihren Social-Media-Feeds nichts zu vermelden.“

Heilsarmee und verschiedene orthodoxe Gemeisnchaften: „Die Heilsarmee, die United Reformed Church, die Ostorthodoxe Kirche in Großbritannien, die griechische Erzdiözese Thyateira und Großbritannien – alle haben sich bisher nicht klar zu dieser Angelegenheit geäußert.“

„Im Gegensatz dazu gibt es auf der Startseite der Hauptwebsite der katholischen Kirche für England und Wales eine Erklärung“, so Casewell.

Doch „warum schweigen die nichtkatholischen Glaubensgemeinschaften?“, fragt Casewell und fährt fort: „Nachdem ich einige Zeit damit verbracht habe, die Websites und sozialen Medien der großen Glaubensgemeinschaften Großbritanniens zu durchforsten, ist die Antwort klar: Sie sind von Fragen der sozialen Gerechtigkeit besessen. Sie konzentrieren sich auf trendige, aktuelle Themen wie Rassismus, Gaza, Sexualität, Umwelt und Feminismus, haben aber die wichtigen Fragen der sozialen Gerechtigkeit vergessen, die ebenfalls wirklich wichtig sind – Abtreibung und Sterbehilfe.“

Auf den Eingangsbereichen „vieler trendiger kirchenbezogener Websites“ dominiert „Gott lieben und Menschen lieben“, dadurch „haben sich zu viele christliche Konfessionen in Großbritannien darauf konzentriert, diese Menschen nicht zu verärgern und ihnen keine harten Wahrheiten sagen zu müssen, wie etwa, dass der Mord an Schwachen und Unschuldigen, sei es vor der Geburt oder kurz vor dem Tod, falsch ist“.

Er selbst sei „angesichts der aktuellen Reaktionen der Christen“ „weiterhin skeptisch und besorgt“, aber „als Katholik werde ich mich auch lautstark dazu äußern“.

Archivfoto (c) Care not killing


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"
  15. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz