Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  5. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  6. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  7. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  8. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  11. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  15. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken

Orthodoxer Kirchenkonflikt um Afrika geht weiter

1. November 2024 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Patriarch von Alexandrien erneuert Kritik an Kirchenkurs Moskaus - Russische Kirche verstärkt bischöfliches "Personal" für sein neues Exarchat in Afrika.


Athen/Moskau (kath.net/ KAP)
Patriarch Theodoros II. von Alexandrien hat einmal mehr das Vordringen der Russisch-orthodoxen Kirche in Afrika heftig kritisiert. Bei einer Rede in der Stadt Rethymno auf Kreta, wo der Patriarch zum Ehrenbürger ernannt wurde, sagte Theodoros, dass er niemals schweigen werde, wenn es um Gewalt, Ungerechtigkeit und Ausbeutung gehe. Das Moskauer Patriarchat missachte alle Grundsätze der kirchlichen Gesetze und Ordnungen und untergrabe die jahrhundertelange Arbeit des Patriarchats von Alexandrien in Afrika. Theodoros kritisierte u.a., dass Moskau versuche, mit viel Geld orthodoxe Gläubige abzuwerben bzw. neue zu gewinnen. Über die Rede des Patriarchen informierte am Mittwoch u.a. das Infoportal "OrthodoxTimes".
Das Patriarchat von Alexandria betrachtet traditionell ganz Afrika als sein eigenes kanonisches Territorium, bekommt seit einigen Jahren aber Konkurrenz durch Moskau. Die Russisch-orthodoxe Kirche kündigte Ende 2019 die eucharistische Gemeinschaft mit Patriarch Theodoros II. auf, nachdem dieser die neue eigenständige (autokephale) Orthodoxe Kirche der Ukraine anerkannt hatte. Zudem erklärte das Moskauer Patriarchat die alexandrinische Kirche für "schismatisch" und sprach ihr das Recht ab, auf dem gesamten afrikanischen Kontinent für die Orthodoxie zu missionieren.


Moskau gründete im Dezember 2021 ein eigenes Exarchat für Afrika und breitet sich seither verstärkt auf dem Kontinent aus. Im Dezember 2022 kündigte das Patriarchat von Alexandria seinerseits die eucharistische Gemeinschaft mit der ROK auf. Weiters hat es dem russischen Amtsverwalter des Exarchats von Afrika, Bischof Konstantin (Ostrovskij) von Zarajsk, die Priesterwürde aberkannt. Selbiges hatte das Patriarchat auch schon bei Konstantins Vorgänger als Exarch, Metropolit Leonid (Gorbatschov) von Klin, verfügt. In der Praxis bleibt diese "Degradierung" freilich ohne Belange, da die beiden Patriarchate derzeit ohnehin keine Kirchengemeinschaft pflegen
Moskau denkt auch nicht daran, seinen Kurs in Afrika zu überdenken. Stattdessen wurde bei der jüngsten Sitzung des Heiligen Synods der Russisch-orthodoxen Kirche ein neuer bischöflicher Vikar für das afrikanische Exarchat ernannt. Bischof Euthymius (Moiseyev) von Lukhovitsky wurde von seinen Ämtern als Vorsitzender der synodalen Missionsabteilung und Abt des Visoko-Petrovsky-Klosters in Moskau entbunden und zum Vikar des Exarchats von Afrika ernannt, wie das Moskauer Patriarchat mitteilte. Er wird künftig Bischof Konstantin (Ostrovskij) zur Seite stehen.

Letzterer bereiste von 6. bis 24. Oktober sein Exarchat und machte in Südafrika, Ägypten, Marokko, Gabun, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Togo und Benin Station. Unter anderem traf er dabei mit dem Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik, Faustin-Archange Touadera, zusammen.
Der Bischof besuchte einige Pfarren des Exarchats, feierte Gottesdienste, traf sich mit den Geistlichen und Priesterseminaristen, taufte einige Personen, weihte einen Diakon und einen Priester und legte den Grundstein für eine Kirche in der Elfenbeinküste, wie das Moskauer Patriarchat berichtete.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  7. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  8. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  14. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv
  15. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz