Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  2. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  5. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  6. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  9. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  10. Viel Lärm um nichts?
  11. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. "Derselbe Polarstern"

Shoa-Überlebende kritisiert Papst Franziskus für seine „Völkermord“-Äußerungen

21. November 2024 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Edith Bruck: Es geht Israel nicht darum die Palästinenser auszulöschen – Die einzige Konfliktpartei, die tatsächliche einen Völkermord beabsichtige, ist die Hamas, denn sie habe geschworen, das jüdische Volk zu vernichten


Vatikan (kath.net) Die Shoa-Überlebende Edith Bruck (93) forderte den Papst auf, sich deutlicher gegen die Welle des Antisemitismus zu stellen, die gerade über Europa hereinbreche. „Ich würde mir wünschen, dass der Papst seine Stimme zu diesem Thema erhebt, aber ich höre nicht, was ich hören möchte.“ Das berichtete die „Jüdische Allgemeine“ anhand von Berichten im englischsprachigen „Crux“ und italienischer Medien. Die 93-jährige Regisseurin und Autorin, die in Ungarn geboren war und jetzt in Italien lebt, ist seit Jahren mit dem Papst in Kontakt ist und war von ihm sogar 2021 in ihrem Zuhause besucht worden. Sie hatte die Todeslager Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt, aber ihre Eltern und ein Bruder waren ermordet worden.

Bruck kritisiert, dass Papst Franziskus in einem neuen Buch fordere, die Vorgänge in Gaza „sorgfältig“ daraufhin zu überprüfen, ob es sich möglicherweise um einen Genozid handle.


Sie ordnete selbst das Blutvergießen im Gazastreifen als eine „Tragödie, die alle angeht“ ein. Mit dem Vorwurf gegen Israel werde aber „die Schwere echter Völkermorde verharmlost.“ Denn es handle sich dabei nicht um Völkermord. Israel gehe es nicht darum, die gesamte palästinensische Bevölkerung auszulöschen. Die einzige Konfliktpartei, die tatsächlich einen Völkermord beabsichtige, sei die Hamas, denn diese habe geschworen, das jüdische Volk zu vernichten, schildert die „Jüdische Allgemeine“ die Einschätzung Brucks weiter.

Bruck hatte wörtlich erläutert: „Völkermord ist etwas anderes. Wenn eine Million Kinder verbrannt werden, dann kann man von Völkermord sprechen.“ Ein Völkermord sei es auch gewesen, was den Armeniern im Ersten Weltkrieg widerfahren sei.

Sie werde zu jedem Geburtstag von Papst Franziskus angerufen, sagte Bruck, dieses Jahr werde sie ihm sagen, was sie denke. „Ich werde ihm sagen, dass ich mir wünsche, dass er entschlossen gegen diesen Hass vorgeht, der erneut gegen die Juden ausgebrochen ist.“
Archivfoto: Edith Bruck wurde von Papst Franziskus in seinem Zuhause in Santa Marta empfangen (c) Vatican Media

2021 besuchte Papst Franziskus Edith Bruck sogar in ihrem eigenen Zuhause


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  9. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  10. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  11. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz