Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Papst spricht "Cyber-Apostel" Carlo Acutis im April heilig

20. November 2024 in Jugend, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heiligsprechung des italienischen Jugendlichen nach Ostern im Rahmen des "Jubiläums der Teenager" - Auch Piergiorgio Frassati wird heiliggesprochen, aber erst Anfang August beim Jugendtreffen in Rom


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus wird den als "Cyber-Apostel" bekannt gewordenen italienischen Jugendlichen Carlo Acutis im April heiligsprechen. Das gab das katholische Kirchenoberhaupt bei der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz bekannt. Anlässlich einer Heilig-Jahr-Veranstaltung für Teenager vom 25. bis 27. April soll der "Millennial" zur weltweiten kirchlichen Verehrung freigegeben werden. Acutis starb im Oktober 2006 mit 15 Jahren an Leukämie und wird der erste Heilige aus der Generation der um die Jahrtausendwende Geborenen.

Der Italiener soll ein sehr frommes Leben mit täglichen Messbesuchen, Rosenkranzgebeten und ehrenamtlichem Engagement geführt haben. Weltweite Bekanntheit erlangte er als "Cyber-Apostel", "Internet-Patron" und "Influencer Gottes", weil er sich in seiner Freizeit an der Erstellung einschlägiger Internetseiten beteiligte - etwa für seine Heimatgemeinde in Mailand.


Ende 2020 wurde Acutis im italienischen Assisi seliggesprochen. Im Mai 2024 erkannte der Papst das für eine Heiligsprechung notwendige zweite Wunder an, das der Junge bewirkt haben soll. Gutachter sahen die medizinisch unerklärliche Heilung einer jungen Frau als erwiesen an.

Die Heiligsprechung in der katholischen Kirche ist eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildliche christliche Leben eines Menschen und über dessen endgültige Aufnahme bei Gott. Anschließend darf die betreffende Person weltweit verehrt werden. Dagegen ermöglicht die Seligsprechung nur die Verehrung des Betroffenen in seiner eigenen Heimatregion.

Gemeinsam mit jener für Acutis kündigte Papst Franziskus bei der Generalaudienz auch die Heiligsprechung von Piergiorgio Frassati an. Nicht beim "Jubiläum der Teenager" nach Ostern, sondern beim vom 28. Juli bis 3. August angesetzten "Jubiläum der Jugend" werde dies Ereignis stattfinden, hieß es am Mittwoch aus dem Vatikan.

Piergiorgio Frassati, geboren 1901 in Turin, Italien, wird als "der Mann der acht Seligpreisungen" bezeichnet. Der leidenschaftliche Bergsteiger und Student der Ingenieurwissenschaften engagierte sich stark für die Armen und Ausgegrenzten. Er war Mitglied mehrerer katholischer Organisationen und verband seinen Glauben mit einem aktiven sozialen Einsatz. Piergiorgio starb 1925 im Alter von nur 24 Jahren an den Folgen einer Poliomyelitis. Seine Seligsprechung erfolgte 1990 durch Papst Johannes Paul II., der ihn als Vorbild für die Jugend pries.

Die Heiligsprechungen der beiden Seligen seien ein starkes Signal für junge Gläubige weltweit. Sie zeigten, dass Heiligkeit in der modernen Welt nicht nur möglich, sondern auch relevant sei. Während Carlo Acutis die digitale Welt mit dem Glauben verband, verkörpere Piergiorgio Frassati die Verbindung von Glauben und sozialem Engagement, erinnerte der Papst. "Diese beiden jungen Männer erinnern uns daran, dass der Weg zur Heiligkeit auch heute offensteht - durch gelebte Nächstenliebe, Glauben und eine tiefe Verbindung zu Gott".

Mit den beiden Heiligsprechungen im Rahmen des Heiligen Jahres will die katholische Kirche die Bedeutung hervorheben, welche sie in der jungen Generation sieht. "Die Zukunft der Kirche liegt in den Händen der Jugend", hob der Papst hervor. Die Ankündigung der Heiligsprechungen sei deshalb ein bedeutendes Zeichen der Hoffnung und Ermutigung für die Jugend und die gesamte Kirche.

kath.net hat bereits vielfach über Carlo Acutis berichtet, hier der Link zu weiteren Beiträgen!

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz