Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  13. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  14. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  15. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò

Wiener Theologe Tück: Musik als Ausdruck des Heiligen

27. November 2024 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Dogmatiker: "Musik ist Sprache, die keinen Dolmetscher braucht" - Geistliche Musik in der Weihnachtszeit.


Wien (kath.net/ KAP)
Musik ist eine Möglichkeit, das "Mysterium des Heiligen" auszudrücken: Für den Wiener Theologen und Musiker Prof. Jan-Heiner Tück kann Musik "das Undarstellbare zur Darstellung" bringen und spielt seit jeher eine zentrale Rolle in der religiösen Erfahrung des Menschen. Musik könne sogar beitragen, "aufgrund ihrer Nähe zum Unaussprechlichen" die eigene religiöse Praxis zu vertiefen, zeigte sich Tück gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress überzeugt. Es sei damit eine Sprache, die keine Dolmetscher brauche: "Jeder, der Ohren hat, kann sie verstehen und mitvollziehen." Musik stifte Gemeinschaft und öffne den Raum für Transzendenz - eine Botschaft, die im Advent und zu Weihnachten besonders bedeutungsvoll ist.
"Der Mensch atmet, summt und singt, bevor er artikuliert spricht", erklärt der Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, der selbst ein leidenschaftlicher Klavierspieler ist. Musik sei damit Teil des menschlichen Wesens und überschreite zugleich "die Sphäre des Wortes, des Bildes und des Diskurses".


Geistliche Musik unterscheide sich durch ihre Rückbindung an biblische oder liturgische Texte von anderer Musik, so Tück. Sie veranschauliche und vertiefe, führe jedoch über das Wort hinaus, indem sie "von etwas spricht, was die Sprache nicht fassen kann". Dabei könne Musik, so zitiert Tück den Dirigenten Philipp Harnoncourt, "Zeichen" sein, das Erfahrbares ohne Worte vermittelt und das Unaussprechliche hörbar macht.
Mit Blick auf die heutige kirchliche Praxis plädiert der Theologe für eine stärkere Förderung der Kirchenmusik und des Chorwesens: "Kinder-, Jugend- und Kirchenchöre haben eine große Tradition. Sie führen unterschiedliche Menschen zusammen und bringen manche überhaupt erst in einen näheren Kontakt zur liturgischen Feier und der Gegenwart des Heiligen." Diese Form gemeinschaftlicher Musik sei eine unverzichtbare Bereicherung des Glaubenslebens und sollte auch finanziell unterstützt werden.

Ein besonderer Tipp von Tück für die Weihnachtszeit: das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. "Ein wunderbar vielschichtiges Werk, das ich jedem ans Herz lege - ob es zum ersten Mal oder wiederholt gehört wird." Auch Gabriel Reinbergers "Stern von Betlehem" und Olivier Messiaens Orgelzyklus La Nativité du Seigneur seien Werke, die das Geheimnis der Menschwerdung Christi auf je einzigartige Weise erschließen.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz