Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Kaminski: Jedes Mitglied des Bundestags ist aufgefordert, sich jetzt für Menschenrechte einzusetzen

11. Dezember 2024 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Menschenrechte sind unverhandelbar - Auch wenn Koalitionen zerbrochen sind und Neuwahlen anstehen, muss in Deutschland gelten: “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”


Augsburg - Berlin (kath.net/ALfA) Zum internationalen Tag der Menschenrechte erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., Cornelia Kaminski, in Augsburg:

Auch in Zeiten, in denen das Regieren schwierig ist, weil Koalitionen zerbrochen sind und Neuwahlen vor der Tür stehen, muss in Deutschland gelten: “Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

Allen Versuchen, politisch unruhige Zeiten dazu zu nutzen, diesen Grundpfeiler unserer Verfassung zu schleifen, muss jedes einzelne Mitglied des Bundestags entschieden entgegentreten. Die Würde des Menschen muss nicht nur immer, sondern auch für alle gelten - unabhängig von Alter und Aufenthaltsort.  Sie gilt für Junge und Alte. Sie gilt für Geborene und Ungeborene.


Es gibt nur eine Klasse Menschen. Das sagt unser Grundgesetz, so urteilte das Bundesverfassungsgericht. Es ist die vornehmste Aufgabe des Staates, immer alle Menschen zu schützen – insbesondere die Schwächeren. Jeder Versuch, das Recht auf Leben für besonders schutzbedürftige Menschen auszuhebeln, muss daher auf einen breiten Widerstand im Bundestag stoßen. Nicht nur, weil er verfassungswidrig ist, sondern auch, weil er einen Verstoß gegen die allgemeinen Menschenrechte darstellt.

Der Versuch einer Gruppe Abgeordneter, den § 218 dahingehend zu ändern, dass Abtreibungen bis zur 12. Schwangerschaftswoche rechtmäßig werden, ändert für die ungewollt Schwangeren selbst nichts. Schon heute bleiben sie straffrei. Seit Jahrzehnten hat es keine Verurteilung wegen eines unrechtmäßigen Schwangerschaftsabbruchs mehr in Deutschland gegeben. Schon heute werden die allermeisten Abtreibungen von den Krankenkassen finanziert, die diese Auslagen aus den Sozialetats der Länder erstattet bekommen. Schon heute gibt es fast doppelt so viele Meldestellen zum Schwangerschaftsabbruch (1100) wie Kreissäle (606) in Deutschland.

Für die Menschenrechte in Deutschland ist die Neufassung des § 218 jedoch ein grundlegender Paradigmenwandel. Die Tötung eines wehrlosen und unschuldigen kleinen Menschen würde damit nicht nur rechtmäßig, sondern eine Gesundheitsleistung. Eine ungewollte Schwangerschaft würde wie eine Krankheit behandelt, deren einzig mögliche Therapie die Abtreibung ist. Das ungeborene Kind wird in diesem Szenario seiner Menschenwürde und -rechte vollends beraubt, und einem Parasiten gleichgestellt, den es zu beseitigen gilt.

Der 20. Bundestag darf nicht als der Bundestag in die Geschichte unseres Landes eingehen, der das Recht auf Leben aller Menschen relativiert, indem er die Menschenwürde der Schwächsten und Wehrlosesten unter ihnen vollständig leugnet. Diejenigen, denen die Menschenrechte ein wichtiges Anliegen sind, werden daher ganz genau hinschauen, wie die Abgeordneten sich bei den entscheidenden Sitzungen zum § 218 positionieren werden und bei den bevorstehenden Wahlen entsprechend reagieren.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

Archivfoto Cornelia Kaminski (c) ALfA


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 blaulaub 12. Dezember 2024 
 

Zu kurz gedacht!

Sollte der §218 doch aus dem Strafgesetzbuch verschwinden, dann muss man sich doch ernsthaft fragen, wie der Fall eines z.B. gewaltsam herbeigeführten Schwangerschaftsabbruchs seitens Dritter überhaupt (noch) geahndet werden könnte bzw. würde.
Na, da könnte man ja als unfreiwilliger Kindsvater der Freundin noch schnell ein paar Tabletten in den Abendessen-Salat untermischen (so bereits geschehen!).
Abgesehen von extremer Übelkeit und Bauchkrämpfen als Folge...droht vielleicht dem Täter eine Strafe wegen mittelschwerer Körperverletzung --- gegen die Frau! Diese, die ihr Kind aber wollte, hätte das Nachsehen.
Denn wie sollte jetzt plötzlich etwas 'an Wert gewinnen', was AN SICH keinen juristisch relevanten Wert vorher darstellte?!
Bin mal gespannt, wie sich Politiker/ der Gesetzgeber das "hinbiegt" (ohne sich selbst diesen Widerspruch einzugestehen)...Tja, liebe Ampel: Wieder mal zu kurz gedacht!
Rot [Halten] und Grün [Losfahren] GLEICHZEITIG an der Kreuzung führt zwangsläufig zum Crash!


1
 
 Johannes14,6 11. Dezember 2024 
 

Auch die Gewissensfreiheit von Ärzten

und Pflegepersonal, bei einem Eingriff, der Tötung eines Menschen zum Ziel hat - sei es Abtreibung oder Euthanasie - NICHT MITZUMACHEN, darf nicht eingeschränkt werden.
Im Newsletter des BVL, Bundesverband Lebensrecht, dazu nochmals eine Stellungnahme von Prof. Cullen.Er schildert auch, daß Apotheker wegen des "Versorgungsauftrags" gezwungen werden, Abtreibungspillen zu verkaufen.

In USA geschehen bereits 70 % der Abtreibungen mit der "Pille", sogar per Post u ohne ärztl. Beratung --

und TRUMP ist eingeknickt, will hier u bei IVF nichts verbieten...
Enttäuschend.

BVL Newsletter


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz