Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Der Schatz und das Geschenk der Kinder: der besondere Platz im Herzen Gottes

8. Jänner 2025 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Jünger Jesu Christi dürfen niemals zulassen, dass Kinder vernachlässigt oder misshandelt werden, dass sie ihrer Rechte beraubt werden, dass sie ungeliebt und schutzlos sind. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Man brachte auch kleine Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Als die Jünger das sahen, wiesen sie die Leute zurecht. Jesus aber rief die Kinder zu sich und sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“ (Lk 18,15-17).

Erste Generalaudienz des Jahres 2025. Diese erste Audienz im Heilligen Jahr widmete Papst Franziskus den Kindern, was er auch in einer Woche fortsetzen wird.

Die Heilige Schrift betone, dass Kinder ein Geschenk Gottes seien. „Leider gibt es bis heute das Übel der Kinderarbeit“, so der Papst: „Wir dürfen niemals gleichgültig sein, wenn Kinder ausgebeutet oder ihrer Rechte beraubt werden. Jede Form von Gewalt oder Missbrauch muss entschieden verurteilt und bekämpft werden“. Jesus mache in seiner Verkündigung deutlich, dass Kinder einen besonderen Platz bei Gott hätten. Er stelle sie in die Mitte, „weil sie das Reich Gottes mit lauterem Herzen annehmen und so den Erwachsenen Vorbilder sind: ‚Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen‘“(Mt 18,3).

***

„Lasst die Kinder zu mir kommen“ - „Ich möchte diese und die nächste Katechese den Kindern widmen, und zwar im passenden Kontext zur Weihnachtszeit“, so Papst Franziskus. Er wolle insbesondere über die Geißel der Kinderarbeit nachdenken: „Wir wissen heute, wie man auf den Mars oder in virtuelle Welten blickt, aber es fällt uns schwer, einem Kind in die Augen zu sehen, das am Rande der Gesellschaft steht und ausgebeutet und missbraucht wird. Das Jahrhundert, das künstliche Intelligenz hervorbringt und multi-planetarische Existenzen entwirft, hat sich noch nicht der Geißel der gedemütigten, ausgebeuteten und tödlich verwundeten Kindheit entledigt“.


Zunächst einmal fragten wir uns: „Welche Botschaft vermittelt uns die Heilige Schrift über Kinder?“. Es sei bemerkenswert, dass das Wort, das im Alten Testament nach dem göttlichen Namen Jahwe am häufigsten vorkomme (mehr als sechstausendachthundert Mal), das Wort ben, „Sohn“, sei: fast fünftausend Mal. Kinder seien ein Geschenk Gottes: „Leider wird dieses Geschenk nicht immer mit Respekt behandelt. Die Bibel selbst nimmt uns mit auf die Straßen der Geschichte, wo Lieder der Freude erklingen, aber auch die Schreie der Opfer zu hören sind“.

Selbst über den neugeborenen Jesus breche sofort der Sturm der Gewalt des Herodes herein, der die Kinder von Bethlehem abschlachte: „Ein dunkles Drama, das sich in der Geschichte in anderen Formen wiederholt. Und für Jesus und seine Eltern der Albtraum, in einem fremden Land zu Flüchtlingen zu werden, wie es heute so vielen Menschen passiert“.

In seinem öffentlichen Leben „zog Jesus mit seinen Jüngern predigend durch die Dörfer. Eines Tages traten einige Mütter an ihn heran und brachten ihm ihre Kinder zum Segnen. Aber die Jünger wiesen sie zurecht". Jesus breche mit der Tradition, die das Kind nur als passives Objekt betrachte, und rufe die Jünger zu sich und sagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran. Denn solchen, die ihnen gleichen, gehört das Reich Gottes“. Und so weise er auf die Kleinen als Vorbild für die Erwachsenen hin. Und er fügt feierlich hinzu: „Jesus aber rief die Kinder zu sich und sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“ (Lk 18,16-17).

Franziskus betonte: „Jünger Jesu Christi dürfen niemals zulassen, dass Kinder vernachlässigt oder misshandelt werden, dass sie ihrer Rechte beraubt werden, dass sie ungeliebt und schutzlos sind. Christen haben die Pflicht, Gewalt oder Missbrauch von Kindern entschieden zu verhindern und zu verurteilen“.

Gerade heute würden zu viele Kinder zur Arbeit gezwungen. Aber ein Kind, „das nicht lächelt und träumt, wird seine Talente nicht kennenlernen oder zur Entfaltung bringen können. Überall auf der Erde gibt es Kinder, die von einer Wirtschaft ausgebeutet werden, die das Leben nicht achtet“. Einer Wirtschaft, die auf diese Weise unseren größten Vorrat an Hoffnung und Liebe verbrenne. Doch Kinder hätten einen besonderen Platz im Herzen Gottes, und jeder, der einem Kind schade, müsse sich vor ihm verantworten.

Diejenigen, die sich als Kinder Gottes erkennten, und besonders diejenigen, die gesandt seien, den anderen die frohe Botschaft des Evangeliums zu bringen, „können nicht gleichgültig bleiben. Sie können nicht hinnehmen, dass kleine Schwestern und Brüder, anstatt geliebt und beschützt zu werden, ihrer Kindheit, ihrer Träume beraubt werden, Opfer von Ausbeutung und Ausgrenzung werden“.

„Bitten wir den Herrn“, so Franziskus abschließend, „unseren Verstand und unser Herz für die Fürsorge und die Zärtlichkeit zu öffnen, damit jedes Kind in der Welt an Alter, Weisheit und Gnade wächst und Liebe empfängt und gibt“.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Liebe Brüder und Schwestern, am Beginn dieses Heiligen Jahres begeben wir uns im Geiste nach Betlehem, um dort wie die Heiligen Drei Könige das Licht der Welt zu schauen, das Wort, das Fleisch geworden ist, um uns zu erlösen und uns das ewige Leben zu schenken. Kommt, lasset uns anbeten, den König, den Herrn!

Die Pilger und Besucher aus Polen grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ich grüße die polnischen Pilger herzlich. Der heilige Johannes Paul II. hat uns dazu aufgerufen, die Zivilisation der Liebe und des Lebens aufzubauen. Nehmt diesen Aufruf der Kirche weiterhin als vorrangige Aufgabe wahr. Schützt das Leben mit Liebe, in jeder Phase seiner Entwicklung: von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Erzieht eure Kinder in Weisheit und Gnade. Ich segne euch von Herzen.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz