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Auch Bischof Hanke distanziert sich vom DBK-Schreiben gegen den CDU-/CSU-Migrationsvorstoß!31. Jänner 2025 in Deutschland, 6 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Eichstätter Bischof zur Aussendung des Katholischen Büros Berlin: „Die Verlautbarung hat mich verwundert und sehr irritiert, da sie nicht von der Bischofskonferenz ausging, aber diesen Eindruck erweckt“ - Er hat erst aus Medien davon erfahren
Berlin (kath.net/pl) Der Skandal um die politische Einflussnahme des Katholischen Büros Berlin im Namen der deutschen Bischöfe weitet sich aus. Jetzt hat auch der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke sich von dem Schreiben distanziert, das unmittelbar vor der spannungsreichen Bundestagssitzung vorgestern an sämtliche Bundestagsabgeordneten verschickt worden war. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte in seiner Regierungserklärung daraus zitiert, auf der Suche nach Unterstützern für seine hochumstrittene Asyl- und Grenzpolitik.
Gegenüber der Würzburger „Tagespost“ wies Bischof Hanke darauf hin, dass er überhaupt erst aus den Medien von dieser Stellungnahme des Katholischen Büros Berlin erfahren habe. Inhaltlich vertrat er gegenüber der „Tagespost“: „Die Verlautbarung hat mich verwundert und sehr irritiert, da sie nicht von der Bischofskonferenz ausging, aber diesen Eindruck“ erwecke. „Nach meinem Dafürhalten hat die Kirche für die ethisch tragenden Prinzipien des gesellschaftlichen Miteinanders einzustehen. Wir sollten jedoch sehr zurückhaltend sein, im politischen Wahlkampf Zensuren zu verteilen.“ Er könne darin auch „keinen Beitrag zur Versachlichung der politischen Diskussion angesichts der zu lösenden Probleme“ erkennen. 
Zuvor hatte sich bereits der Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, von dieser Erklärung distanziert. Er hatte auf Presseanfrage der beim Freiburger Herder Verlag herausgegebenen katholischen Zeitschrift „Communio“ wörtlich geantwortet: „Ich halte die parteipolitische Positionierung von Bischöfen für falsch und bin verärgert über das Vorgehen des Katholischen Büros. Die aktuelle Stellungnahme gegen einen Gesetzentwurf der CDU/CSU spricht nicht in meinem Namen. Ich distanziere mich in aller Form davon.“
Die hochumstrittene Stellungnahme war am Dienstag an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages verschickt worden. Katholischerseits war sie von Prälat Karl Jüsten unterzeichnet und verantwortet worden. In dieser Stellungnahme äußerten beide Kirchenvertreter massive Kritik an dem Vorstoß von CDU/CSU, ein Zustrombegrenzungsgesetz durch den Bundestag bringen. Dieses Gesetz, dem der Bundestag am Mittwochnachmittag zugestimmt hat, soll die Migration eingrenzen und die Abschiebungen verstärken.
In der Stellungnahme heißt es u.a.: „Der Gesetzentwurf ist aus Sicht der Kirchen daher nicht geeignet, zur Lösung der anstehenden migrationspolitischen Fragen beizutragen.“ „Die beiden großen Kirchen weisen hiermit darauf hin, dass die nun vorgeschlagenen Gesetzesänderungen nach aktuellem Wissensstand keinen der Anschläge verhindert hätten.“
Der Noch-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Mittwoch in seiner Regierungserklärung auf diese Stellungnahme zustimmungsheischend verwiesen: „Die katholische und evangelische Kirche haben gestern in einem Brandbrief eindringlich vor ihren Vorschlägen gewarnt, Herr Merz!“.
Distanzierende Reaktionen weiterer Bischöfe auf diese Privataktion des Katholischen Büros Berlin sind bisher nicht bekannt.
Link: KONTAKT zum Katholischen Büro Berlin
Archivfoto Bischof Hanke (c) Bistum Eichstätt/Christian Klenk
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Lesermeinungen| | Herbstlicht 1. Februar 2025 | | | | Mut ist gefragt! Sind all´ die anderen Bischöfe einverstanden mit der Stellungnahme des Prälaten Karl Jüsten an die Politiker?
Oder mangelt es ihnen an fehlendem Selbstbewusstsein, ihre eigene persönliche Sichtweise bekanntzugeben?
Zwei Bischöfe gegen alle übrigen:
Ein Zeichen von Courage und Rückgrat! |  1
| | | | | Johannes14,6 1. Februar 2025 | | | | Danke, Bischof Hanke - und ich kann nur hoffen, daß entgegen dem Rat von Frau Gilles, noch mehr Bischöfe es wagen, öffentlich zu widersprechen gegen diese abgkartete Spiel! Es war eine Aktion, paßgenau zugunsten der Ampelparteien in die Debatte geworfen, genüßlich zitiert von Habeck und Scholz.
Wenn NICHTS passiert außer vielleicht einem Rüffel und Jüsten auf seinem Posten bleibt, muß man davon ausgehen, die Bischöfe, jedenfalls in überwiegender Mehrheit, sind EINVERSTANDEN - genau wie mit den Ansichten von Frau Stetter - Karp.
Es wäre ein Armutszeugnis für die katholische Kirche und eine weiterer Hinweis, daß ihre Repräsentanten dem links-grünen Zeit - Geist mehr trauen als dem Heiligen.. |  1
| | | | | Versusdeum 31. Jänner 2025 | | | | @ThomasR Das praktische Problem ist u.a., wer feststellt, ob jemand Kommunist oder Neonazi ist, wenn dieser nicht offensichtlich ein Parteibuch hat. Und wen schließt man sonst noch außen? In Deutschland z.B. ist ja jeder Regierungskritiker von Haus aus sofort "Nazi". Was genau man damit meint (Altnazi, Neonazi, Nationalist, Patriot, Dissident, Andersdenkender, verzweifelter Bürger...) und ob es überhaupt Belege dafür gibt, bleibt in >99% der Fälle offen. Klagen gegen diese maximalstmögliche politische Unterstellung sind offenbar auch hoffnungslos. |  2
| | | | | UnivProf 31. Jänner 2025 | | | | Noch ein mutiger Bischof Das entartete ZDK gehört längst abgeschafft. Und das Büro Jüsten ist ein bürokratisches Monster.
Wird der Missbrauch der Kirchensteuer erst bei jüngsten Gericht bestraft werden? |  2
| | | | | ThomasR 31. Jänner 2025 | | | | weder DBK noch ein Kirchenbüro noch ZdK (selbst wenn mit Kirchensteuer finanziert) ersetzt die Machtausübung und Verantwortung von einzelnen Bischöfen in ihren Diözesen
Sicher sind Bischöfe für die Politik und Regierung eher nicht mehr zuständig
Trotzdem auch sie können in ihren Diözesen z.B. die Neonazis vom Empfang der Sakramente der Kirche ausschliessen. Trotz Enzyklika "Mit brennender Sorge" von Papst Pius XI ist es 1933 nicht passiert und machte Tore für die Machtübernahme durch NSDAP 1933 breit , dem folgten Judenaktion 1938-Deportation von Juden aus Deutschalnd und Österreich v.A. nach Polen, Holocaust, Massenvertreibungen und Niederlage Deutschlands 1945 de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei |  1
| | | | | Versusdeum 31. Jänner 2025 | | | | Vergelt-s Gott, Exzellenz! Im BR wurde heute Morgen auch behauptet, "Die Kirchen" hätten Merz kritisiert. Wissen die etwas, was wir nicht wissen, arbeiten sie nur schlampig oder beugen sie sogar die Wahrheit? Jouralist-enden 2025. Sagt man doch so oder so ähnlich, oder? |  2
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