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Charles de Foucauld und der Sturz vom Gerüst

6. Februar 2025 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
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Ein französischer Handwerker fiel 25 Meter hinunter und blieb fast unverletzt: Ein Wunder, urteilte der Vatikan. Nun fertigte der Mann ein Reliquiar für Charles de Foucauld an.


Paris (kath.net / pk) Es war am 30. November 2016. Der damals 21-jährige Zimmermann Charle arbeitete an der Restaurierung der Deckenkonstruktion einer Kapelle in Saumur im Westen Frankreichs, als er 25 Meter tief vom Gerüst stürzte. Er fiel auf eine umgedrehte Kirchenbank. Ein Stück Holz durchbohrte seinen Oberkörper.

Am gleichen Abend rief der Arbeitgeber von Charle, ein gläubiger Katholik, viele Menschen zum Gebet auf. Es war der Vorabend zum liturgischen Gedenktag des seligen Charles de Foucauld am 1. Dezember. In der Pfarre von Samur, die Charles de Foucauld geweiht ist, wurde an diesem Abend die Vesper gefeiert. Zahlreiche Menschen beteten um ein Wunder für den schwerverletzten jungen Handwerker.


Und es passierte auch: Im Krankenhaus stellte man fest, dass Charle keinerlei Verletzungen an lebenswichtigen Organen hatte. Er erholte sich vollständig und trug keine langfristigen Folgen für seine Gesundheit davon. Noch im Spital erzählte sein Arbeitgeber ihm vom Seligen Charles de Foucauld.

Der Vatikan hielt zu den Ereignissen fest: „Aufgrund der zahlreichen zeitlichen und örtlichen Zufälle wurde dieses Wunder sofort als ein Zeichen Gottes zum Abschluss der Hundertjahrfeier des seligen Charles de Foucauld angesehen. Eine Woche später verließ der junge Mann das Universitätskrankenhaus von Angers und nahm nach und nach seine Tätigkeit wieder auf“.

Charle glaubte zu diesem Zeitpunkt nicht an Gott. Vier Jahre später wurde er einer der Zeugen im Heiligsprechungsprozess für den Eremiten, der am 15. Mai 2022 heiliggesprochen wurde. Wenige Tage vor der Heiligsprechung sagte er im Interview mit „Aleteia“: „Ich war nicht gläubig, bevor ich heruntergefallen bin. Und ich bin es immer noch nicht.“

Der Heilige dürfte ihn dennoch beeindruckt haben, denn Charl fertigte ein Reliquiar an, das in der kleinen römischen Kirche am 6. Februar aufgestellt wird, der Chiesa dei Santi Andrea e Claudio dei Borgognoni. Der algerische Künstler Abdelkader Benchamma entwarf das Reliquiar, ein hölzernes Tryptichon mit beweglichen Türen.  


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